«Himmel und Strassenstaub»

08. Februar 2011 22:31; Akt: 08.02.2011 20:46 Print

Basler lebten neun Jahre in den Slums von Manila

von Denise Dollinger - Zwischen Ratten, Dreck und Abfall: Familie Schneider aus Basel lebte neun Jahre in den Slums von Manila. Daraus entstand ein Buch.

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Die Familie lernte den Alltag in den Slums der philippinischen Hauptstadt Manila kennen.

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Ihre Tochter war knapp ein Jahr alt, als Christine und Christian Schneider 1994 nach Manila reisten. Ziel der beiden war, dort eine Therapiegemeinschaft für süchtige Jugendliche aufzubauen. Um nahe am Puls des Geschehens zu sein, beschlossen die Lehrerin und der Pflegefachmann, in den Slums der philippinischen Hauptstadt zu leben. «Dort zogen wir in ein drei auf vier Meter grosses Blechdach-Haus, für das wir pro Monat rund 50 Franken Miete zahlten», erzählt die heute 48-Jährige. Nebst netten Nachbarn, die sich um sie kümmerten, war die Familie gleichzeitig von Ganoven, Mördern, Strichern und Junkies umgeben. «Innerhalb der Slums ­waren wir recht sicher, weil wir dazugehörten», so der 54-Jährige. Auch die Kinder – nach zwei Jahren wurde der Sohn geboren – seien gut aufgehoben ge­wesen.

Das geplante Projekt kam zustande und wird auch heute noch erfolgreich von Einhei­mischen weitergeführt. Aus den Erfahrungen der Familie ist das Buch «Himmel und Strassenstaub» entstanden, das heute um 18.30 Uhr in der Kehrichtverbrennungsanlage Basel präsentiert wird. Die öffentliche Veranstaltung findet am 19. Feb­ruar um 18 Uhr in der Thomaskirche statt.