Ausstellung Photo15

09. Januar 2015 05:36; Akt: 09.01.2015 13:01 Print

Basler zeigt den harten Alltag in der Mongolei

von Dominique Artacho - Am Freitag beginnt die Foto-Austellung Photo15 in Zürich, die wichtigste Werkschau für Fotografie. Zu sehen sind auch eindrückliche Werke des Baslers Kostas Maros (34).

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Ausdrucksstarke Portraits, beeindruckende Landschaftsaufnahmen, farbenfrohe Kunstwerke: Seit dem 8. Januar zieren Fotografien namhafter Künstler die Maag Hallen in Zürich. Bis zum 13. Januar findet die Ausstellung Photo15 statt und feiert bereits ihr 10-jähriges Jubiläum.

Unter den 140 ausstellenden Fotografen aus aller Welt ist auch der Basler Kostas Maros (34): «Ich freue mich, dieses Jahr mit dabei zu sein und zusammen mit meinen Kollegen spannende Bilder auszustellen», sagt er. An der Photo15 präsentiert er eine Reihe sozialkritischer Bilder aus der Mongolei, die den Wandel der Gesellschaft aufzeigen und zum Denken anregen.

Das Leben im Untergrund

«Mit meinen Fotos möchte ich auf Probleme in der Gesellschaft aufmerksam machen», erzählt Maros. So widerspiegeln seine Werke das Leben der teils bitterarmen Menschen in der Mongolei, die der Fotograf 2012 auf seiner einjährigen Reise quer durch Asien kennenlernen durfte.

Einige Fotos schoss der Künstler in der Hauptstadt Ulan Bator, wo viele keinen eigenen Schlafplatz in Häusern haben. «Obdachlose leben dort in Untergrund-Leitungssystemen», so Maros. Seine bewegenden Schwarzweiss-Bilder sollen diesen Menschen eine Stimme verleihen.

Nebst der Darstellung der Schattenseiten des Lebens präsentiert der Fotograf aber auch farbenfrohe Bilder einer Kultur, die im Wandel steht. «Vor allem die junge Szene eifert dem Westen nach und übt sich in den Sparten Streetart und Design», sagt Maros. Mit dieser breiten Darstellung reflektiert der Basler eine sich verändernde Welt.

Karriere als Jurist aufgegeben

Für seine Leidenschaft hat Maros seine Karriere als Jurist an den Nagel gehängt: «2011 habe ich den Schritt von einem sicheren Job zu einem aufregenden Leben als Fotograf gewagt.» Seither durfte er schon viele spannende Aufträge übernehmen wie etwa für das Fotobuch «Einfach Basel». Auch nahm er schon öfter an Ausstellungen teil, wie aktuell noch bis am 8. Februar an der Foto-Exposition «Cabaret Bizarre» im Isaak Basel.

Von der Photo15 erhofft sich der Fotograf, interessante Künstler kennenzulernen. «Die Ausstellung ist eine super Plattform, um seine Arbeiten zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen», sagt Maros. So verdankt er seiner Teilnahme im 2014 einer Zusammenarbeit mit der Fotografenagentur «13Photo».

Neun Basler am Start

Ganz sicher wird Maros an der Photo15 auf weitere acht Künstler aus Basel treffen: «Wir Fotografen kennen uns untereinander. Wir leben schliesslich in einer kleinen Welt», schmunzelt Maros. Dazu zählen beispielsweise Lucian Hunziker (34), der bei renommierten Fotografen in Paris und Zürich lernte und 2010 beim Prix de la Photographie Paris ausgezeichnet wurde.