Kaiseraugst AG

26. November 2018 16:45; Akt: 26.11.2018 16:45 Print

«Baudenkmal wird vom Hochhaus verschandelt»

Ein Basler Architekturblog lässt kein gutes Haar an einem geplanten Hochhaus in der Liebrütti-Siedlung in Kaiseraugst.

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«Baudenkmal droht Verschandelung», titelt Architekturbasel: In einem Beitag für den bekannten Basler Architekturblog kritisiert Architekt Lukas Gruntz das geplante Domus-Hochhaus auf der Liebrütti. Auf der Facebook-Seite von Architektur Basel wird der Beitrag kontrovers diskutiert.

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Bausünde oder gelungener Entwurf: Was halten Sie vom neuen Hochhaus auf der Liebrütti?

Die bekannte Überbauung in Kaiseraugst aus den 1970er-Jahren zwischen Rhein und Autobahn gilt als besonders gelungene Planung der damaligen Epoche. Insgesamt 900 Wohnungen für seine Mitarbeitenden baute die Roche auf der Liebrütti. Der nun geplante 80-Meter Wohnturm präsentiere sich «wie ein Fremdkörper», heisst es im Blog. Das Hochhaus lasse jeden Dialog mit der umgebenden Architektur vermissen. Kritiker Gruntz spricht gar von «architektonischer Gesprächsverweigerung».

Kaiseraugstern gefällt der neue Turm

In Kaiseraugst freilich stösst das Hochhaus auf Anklang. Dort hat es bereits alle politischen Hürden genommen und auch an der Gemeindeversammlung eine Mehrheit gefunden. Ein Architekturwettbewerb sei aber nicht ausgeschrieben worden, bemängelt der Autor des Beitrags. In Basel sei zumindest ein Studienauftrag zwingend. Im vorliegenden Fall habe die Bauherrschaft aus Zürich wohl bewusst eine gestalterisch hochwertige Lösung vermieden, vermutet Gruntz weiter.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Piri am 26.11.2018 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Verschandelung

    Architektur ist Geschmacksache, aber viel "verschandeln" kann man hier nach meinem Empfinden nun wirklich nicht...

  • John Livers am 26.11.2018 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wir müssen in die Höhe Bauen....

    Wenn wir noch etwas grüne Wiesen erhalten wollen müssen wir in die Höhe Bauen. Die angestrebte 10 Millionen Schweiz verträgt keine Einfamilienhäuser - Siedlungen mehr.

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  • Oliver Bieder am 26.11.2018 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebrüti verschandeln...

    Hätte nicht gedacht, dass das möglich ist;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Architektin am 28.11.2018 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Schweiz

    Lieber noch ein paar EFH bauen, das bringt uns sehr viel für die Zukunft.

  • Paul Würdig am 27.11.2018 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Block

    In Deutschland nennt man das MV.

  • ArchStudi am 27.11.2018 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Liebrüti

    70er Jahre Bauten mögen heute noch als hässlich erachtet werden, aber denkt mal wie es in 50 Jahren aussieht. Was heute als schöne Altstadt gilt, war früher auch nicht beliebt. Es ist eine Zeitepoche mit Denkmäler wie jeder vorgegangene Architekturstil auch und irgendwann ist man froh darüber, sie erhalten zu haben.

  • jay Basel am 27.11.2018 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verschandelung durch Architekten

    Die Architekten verschandeln ganz Basel. Rocheturm, Bau am Bahnhof Basel, Messe Basel etc.

    • Te Rasse am 01.12.2018 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @jay Basel

      Vor dem Architekten gibt es immer noch einen Bauherrn

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  • Ratmal Werwol am 27.11.2018 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Frage der Sicht

    Von aussen betrachtet gewinnt die Liebrüti (mit einem t, nicht zwei) keinen Preis. Die Wohnungen aber sind allesamt schön, komfortabel und bezahlbar.

    • Liebrüti Einwohner am 27.11.2018 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ratmal Werwol

      Sie wohnen wohl nicht in der Liebrüti! Fenster sollten dringend ausgetauscht werden und Fassade isoliert, aber für das haben die Eigentümer kein Geld. Wir heizen nur weiter das Freie statt unsere Wohnräume.

    • Ronny Imperator am 29.11.2018 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ebenfalls Liebrüti Bewohner

      Naja, ich heize nur wenn es deutlich unter 0 Grad hat draussen. Sonst habe ich immer genügend wärme in der Wohnung.

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