04. April 2005 04:50; Akt: 03.04.2005 22:18 Print

Bettennotstand während der Uhren- und Schmuckmesse

Für die Baselworld hat es zu wenig Hotelbetten in der Stadt: Während der Messe suchen täglich Hunderte eine Unterkunft. Geschäftsleute steigen sogar in der Jugendherberge ab.

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Im Umkreis von mindestens 50 Kilometern ist alles, was an Betten zur Verfügung steht, ausgebucht. Doch während der Baselworld kommen jeden Tag Messebesucher oder Touristen ohne Bleibe in Basel an. Bei Brigitte Kashan am EuroAirport stranden täglich etwa 15 Personen. «Für diese Spätankommer finden wir aber immer ein Bett – und sei es im französischen Colmar oder gar in Luzern», sagt Kashan. Am Bahnhof SBB bei Basel Tourismus suchen jeden Tag etwa ebenso viele eine Unterkunft.

Am Freitag wurden im Call-Center von Basel Torismus 150 Anfragen registriert, bei der Hotelinfo der Messe selber deren 250. Die Messe Schweiz trägt dem Notstand Rechnung: «Wir haben dieses Jahr die Zahl der Hotelschiffe von neun auf 15 erhöht», sagt Bernard Keller von Baselworld. So ist die Zahl der zusätzlichen Betten um 400 auf 1400 gestiegen.

«Gestrandete» Geschäftsleute nehmen es sogar auf sich, in der Jugendherberge und bei Backpack Basel in Gemeinschaftszimmern zu übernachten. Tanja Steinegger von der Backpack-Rezeption: «Notgedrungen schlafen bei uns auch Aussteller in Zimmern mit bis zu zehn Leuten.»

(lvi)