Ab Herbst

19. April 2011 22:38; Akt: 20.04.2011 00:11 Print

Big Brother in Basel

von Anna Luethi - 72 Kameras an 13 Standorten: Ab Herbst soll in Basel Big Brother definitiv Einzug halten. Damit sind viele Politiker gar nicht einverstanden.

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Insgesamt 72 Kameras sollen künftig die Innenstadt überwachen. Foto: taf/colourbox.com

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Auf der Achse von Bahnhof SBB bis Messeplatz sowie rund ums Joggeli sollen Überwachungskameras installiert werden. Dieses Vorhaben fasste der Justizdirektor Hanspeter Gass bereits 2009, nachdem an der Euro 08 gute Erfahrungen mit temporären Kameras gemacht worden waren. Nun beantragt die Regierung dem Grossen Rat 680 000 Franken – wenn im Herbst das neue Informations- und Datenschutzgesetz steht, sollen die Kameras Bilder schiessen. «Dies aber nur an Grossanlässen wie Meisterfeiern oder der Fasnacht», so Polizeisprecher Klaus Mannhart.

Das ist Politikern wie Urs Müller von der Basta zu viel: «Die Gefahr des Missbrauchs ist gross – und dann sind Barfi oder Steinen plötzlich Hotspots, die permanent überwacht werden.» Jungfreisinnige und die Piratenpartei wollen das Vorhaben «mit allen Mitteln bekämpfen». Der SVP hingegen werden die Kameras zu wenig eingesetzt: «Der Einsatz nur an Grossanlässen leuchtet mir nicht ein – oft passiert doch gerade etwas, wenn nur wenige Leute unterwegs sind», sagt Präsident Sebastian Frehner. Der Datenschutzbeauftragte Beat Rudin hat das Projekt beratend begleitet und betont: «In vier Jahren braucht es eine Evaluation. Dann muss geprüft werden, ob der Einsatz seinen Zweck erfüllt.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim wald am 20.04.2011 00:31 Report Diesen Beitrag melden

    kameras werden verbrechen aufklären

    wenn jemand ausgeraubt wird & die kameraus aus waen dann werden sofort alle sagen dauer ¨überwachung,entweder es werden kameras montiert oder nicht und wenn ja dann schaltet sie dauerhaft ein,es bringt nichts teuere kameras zu montieren wenn die meistens ausgeschaltet sind.

  • rb3x7 am 20.04.2011 03:39 Report Diesen Beitrag melden

    wer nichts zu befürchten hat....

    lieber in big brother lebendig als ausgeraubt "getötet" im privaten

  • Heinrich Zimmermann am 20.04.2011 05:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nachplappern gefragt ?

    Lassen Sie doch endlich mal diesen läppischen Ausdruck "Big Brother", der nur tausendfach nachgplappert wird und zur Verzerrung der Fragestellung fuehrt. Die Kameras haben wir jenen zu verdanken, die in feiger Absicht uns mit ihrer Destruktivitaet durch Spreiereien, Wandalenakten, ja sogar Ueberfaellen fast taeglich beaengstigen. DAS ist der Grund fuer diese Notlösung, Kameras ueberall. Zudem, Herr Urs Mueller, was sehen Sie den fuer Missbrauchsgefahren? Dass man einen Politiker beim Nasenbohren erwischt ? Lachhaft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 25.04.2011 01:49 Report Diesen Beitrag melden

    In 10 Jahren wie in London

    Ihr denkt das mit den Kameras ist nicht so schlimm? Dann macht mal einen Ausflug nach London. Dort gibt es mehr Kameras als Einwohner (kein Witz). Die Kriminalitätsrate ist dort nicht kleiner als in anderen Grossstädten. Sind einmal Kameras installiert werden es immer mehr, da es kein Mechanismus gibt, dass wieder Kameras entfernt werden. Ihr denkt so schlimm wie in London kanns nicht werden? In 10 Jahren werdet ihr anders denken.

  • Hans Gse. am 20.04.2011 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlose Geldverschwenderei

    Dies ist eine Pseudomassnahme und bringt nichts. Das sieht man ja in London wo praktisch ganz Downtown mit Kameras überwacht wird und die Kriminalität trotzdem ständig zunimmt. Basel geht mit seiner gelebten Integration den richtigen Weg. Wir haben den grössten Ausländeranteil und die niedrigste Kriminalitätsrate aller grösseren Städte der Schweiz. Man kann nicht immer die Symptome bekämpfen sondern man muss das Problem bei der Wurzel packen. Und das ist die Integration von Ausländern, sichere Sozialwerke und gute Bildung für alle.

  • Jerry B. am 20.04.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Logik

    Aha Streatview von Google bekämpfen aber selbst Filmen... Naja Typisch Schweiz! Logik der Datenschützer! Juhui!

  • Basler am 20.04.2011 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Richter Entscheid

    Endlich ein taugliches Mittel gegen Chaoten, Litterer und andere Störenfriede. Das das den linken Kuschlern nicht gefällt ist ja logisch. Aber deren Meinung ist nicht gefragt. Gefragt ist die Sicherheit der Allgemeinheit. Hoffentlich folgen andere Städte und Dörfer diesem guten Beispiel für Ordnung und Sauberkeit.

    • Jerry B. am 20.04.2011 14:09 Report Diesen Beitrag melden

      Nachdänken!

      Der Einzig richtige Entscheid ist beim und um das Joggeli! Der versuch bei den Litterer ist ja schief gegangen. und zu demm Littering findet genau nicht an diese Plätzen statt sondern am Bhf St. Johann oder so! Aber es scheint mir sehr blau Äugig!

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  • Dario Müller am 20.04.2011 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit?

    Ich frage mich echt wie es mit der Freiheit des Menschen steht. Ich denke nicht, dass die Leute unter Freiheit verstehen, ununterbrochen gefilmt zu werden. Ich hoffe das solche Aktionen gestoppt werden können. Ich finde es erschreckend daran zu denken, die Strasse entlang zu laufen, und zu wissen, da sitzt jemand und beobachtet dich. Vorallem weil man nicht weiss was für eine Person einen gerade beobachtet. Es kann nicht sein, dass der Staat und die Beamten (Polizei) mehr Freiheit und Rechte haben als die Bürger. Es ist Frech, dass die Bürger nicht gefragt werden, bei solchem Vorhaben.

    • Claudio Brunner am 20.04.2011 09:46 Report Diesen Beitrag melden

      Keine anderen Sorgen?

      Denkst du beim die Strasse entlang laufen ununterbrochen daran, dass du gefilmt wirst und dich jemand beobachten könnte?? So wenig Sorgen und Gedanken möchte ich auch haben, um mich daran zu stören...

    • Dario Müller am 20.04.2011 16:40 Report Diesen Beitrag melden

      Wir sind nicht beim Sorgentelefon!

      Andere Leute ärgern sich über die Jugend, Graffiti und den Bierlauf... So wenig Sorgen möchte ich auch haben, um mich daran zu stören...

    • Wayne am 20.04.2011 23:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Dario

      Super Freiheit, wenn man sich nicht nur nachts nicht mehr auf die Strasse getraut. Aber am allerwenigsten aus Angst vor einer Kamera.Freiheit durch Sicherheit war mal.

    • Reto Maurer am 21.04.2011 18:32 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht ganz !

      sind Beamte keine Bürger ? mehr Freiheit und mehr Rechte, kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    • ricardo granda am 22.04.2011 19:04 Report Diesen Beitrag melden

      Big Brother in Basel

      Wir werden jeden Tag von hunderten von Menschen beachtet und beobachtet.Warum soll uns jetzt stören,dass das jetzt auch eine kamera macht?

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