Basel-Stadt

20. November 2014 17:43; Akt: 20.11.2014 18:20 Print

Bleibt Hasenburg wegen Behörden-Auflagen zu?

Die Zukunft der Basler Urbeiz Hasenburg ist ungewiss. Der Wirt Daniel Rieder (51) denkt nämlich ans Aufhören.

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«Vielleicht gar nicht mehr», sagt Daniel Rieder, Sohn des Hasenburg-Besitzers Ernst Rieder, in der «Basler Zeitung» auf die Frage nach der Wiedereröffnung des Traditionsrestaurants. Und lässt damit eine Bombe platzen.

Die Hasenburg, Traditionsbeiz im Bermuda-Dreieck, wurde im November 2013 geschlossen, nachdem das damalige Wirte-Ehepaar in Rente ging. Es sollte sich dabei aber nur um eine temporäre Schliessung handeln. An der Fasnacht 2014 war der Restaurationsbetrieb für drei Tage vorübergehend wieder geöffnet. Ab Frühling 2014 war geplant, den Gästen permanent wieder Bier und Läberli zu offerieren.

Kritik am Baudepartement

Im Moment findet sich bei der Hasenburg an der Schneidergasse aber nur ein Aushang. Darauf steht, dass die Wiedereröffnung erst auf Mitte 2015 geplant ist. Auf Anfrage sieht Daniel Rieder aber auch diesen Termin in der Schwebe: «Es kommt ganz darauf an, was die Behörde noch von uns will.»

Das Problem sei die Bearbeitungszeit des Baudepartements: Ein von Rieder eingereichtes Gesuch für einen Lift sei erst nach viereinhalb Monaten beantwortet worden – und dies obendrein noch mit der Bemerkung, dass zuerst die Kanalisation saniert werden müsse. «Wenn es bei jedem weiteren Anliegen so lange dauert, rentiert sich das Ganze finanziell irgendwann nicht mehr», erklärt Rieder. Warum das Prozedere so lange dauert, darüber kann das Basler Baudepartement keine Auskunft geben: «Es handelt sich dabei um ein laufendes Verfahren», so Mediensprecher Marc Keller.

Hasenburg gehört in die Stadt

Die Schliessung der Hasenburg wäre nicht nur für die Familie Rieder eine Tragödie, sondern auch für den Wirteverband Basel-Stadt ein grosser Verlust: «Die Hasenburg ist ein Monument, welches in die Stadt gehört. Alleine deswegen wäre das nötige Augenmass von der Behörde angebracht», sagt Josef Schüpfer, Präsident des Wirteverbandes. Auch für die Basler Fasnächtler wäre es kaum vorzustellen, wenn das «Chateau Lapin» seine Schotten dicht machen müsste.

Rieder gibt aber noch nicht auf: «Wir sind am Arbeiten. Die Fenster sind renoviert und die Tische sind neu. Auch der Herd ist bestellt.» Noch ist also nicht Hopfen und Malz verloren.

(müd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Egimann am 20.11.2014 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Milliarden teurer Beamtenstaat!

    Typische Behördenantwort: "Es handelt sich um ein laufendes Verfahren?" Hinter diesem Satz versteckt sich der Schweizer Beamte. Die ganze Schweiz wird an diesem milliardenteuren Beamtenstaat zu Grunde gehen unsere Bürokratie wuchert in das Uferlose - wie das Beispiel der Hasenburg gut veranschaulicht - wäre ein wunderbares Restaurant!

  • Christian Berger am 20.11.2014 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beamtenmikado

    Nur 4.5 Monate für eine Antwort? Da hat ja ein Beamter wieder ganz besonders rasch gearbeitet... Aber halt! Bevor wir wieder die Staatsangestellten kritisieren: wir Normalbürger können uns ja gar nicht vorstellen, wie stressig und arbeitsintensiv deren Alltag ist! :-) ja nee, alles klar....!

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  • Erode Terribile am 20.11.2014 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veloweg

    durch das Restaurant beantragen dann geht es subito. Warum sollen die im Amt hetzten? Die Haben alle Hände voll zu tun mit dem Verhindern des Autoverkehrs.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Abbas Schumacher am 21.11.2014 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Dem Amt scheint das egal zu sein!

    Die wissen doch, was es braucht und welche Auflagen zu machen sind für solch einen Betrieb? Dann dies in einem Monat mitteilen. Das Amt scheint es nicht nötig zu haben innert einer annehmbaren Zeit zu Antworten? Die Arroganz von Herr Marc Keller passt, der hat immer eine Ausrede.

  • E. Zimmermann am 21.11.2014 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Baudepartement

    Dass Marc Keller um eine Antwort nicht verlegen wird, hat er x-mal bewiesen. Ich erinnere nur an Centralbahnplatz, als er sagte, das Ganze wird sich legen und wie ? EZ

  • Louisr am 21.11.2014 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    freudscher Verschreiber

    hoffentlich müssen nicht die Schotten kommen um die Schoten dicht zu machen ;-)

    • Chris Buehler am 21.11.2014 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Fehler der keiner ist...

      Duden lässt grüssen. Das Schott mit zweit T ist nämlich korrekt hats's in jedem grösseren Schiff), mit Pfeffer- oder Pflanzenschoten mit einen T hat das überhaupt nichts zu tun.

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  • Ueli am 21.11.2014 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beamten-Wahn

    Unser Beamtenwahn treibt die Schweiz noch in den Ruin, wen ich nur an unsere Gemeinde denke vor nich all zu langer Zeit hatten wir für 800 Einwohner für den Schreiber einen Halbtagsjob welcher auf 100% aufgestockt wurde, später wurden teure PC angeschafft jetzt sind auf 1200 Einwohner 4 Stellen besetzt, aber Steuerkontrollen Baugesuche werden auswärts gemacht (Überlastung der Büroangestellten) aber irgendwie müssen doch die Angestellten ihre Stelle auch rechtfertigen, was dabei herauskommt sieht man genau bei solchen unnötigen Verzögerungen

    • Paula B. Klara am 21.11.2014 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Jahrelang

      haben die Pächter ALLES bezahlt. die Familie Rieder hat nur den Pachtzins einkassiert. Selbst die, so dringende, Renovierung der Toiletten haben die Pächter selber bezahlt. Jetzt das grosse Staunen? Ich bin nicht erstaunt! Beim Lift handelt es sich wohl um den für die Speisen vom Lift in den Gastraum. Vielleicht hätten dringende Renovationen halt einfach schon viel früher gemacht werden müssen. Der "grüne Heinrich" notabene in roter Schrift, ist keine Alternative! Genausowenig war es das "La Fonda"ich denke zum"Baizer" muss man halt berufen sein!

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  • Anneliese Hofer am 20.11.2014 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    Stadtbild!

    Diese beiz gehört zu Basel wie die Fasnacht,aber die Behörden verschlampen das ganze.wollen die wieder eine gesichtslose fastfoodbude?