Lehrer erinnert sich

27. Januar 2020 20:24; Akt: 28.01.2020 07:43 Print

«Kobe sass am Platz und lächelte wundervoll»

Bevor er zur Basketball-Legende wurde, reiste Kobe Bryant mit seinem Vater durch Europa. 1991 besuchte er die International School Basel in Bottmingen BL.

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Am Sonntag wurde Basketball-Legende Kobe Bryant (†41) bei einem Helikopterabsturz in der nähe von Los Angeles (USA) getötet. Unter den Opfern ist auch seine 13-jährige Tochter Gianna Maria Onore. Auch in der Schweiz trauern Menschen um den ehemaligen NBA-Superstar, denn Anfang der 1990-er-Jahre besuchte er die International School Basel in Bottmingen BL.

Einer, der Kobe Bryant damals unterrichtete, ist Wissenschaftslehrer Lloyd Hacker. Im Interview mit 20 Minuten erzählt er, wie er den jungen Bryant in der kurzen Zeit von Oktober bis Dezember 1991 erlebte.

Die Nachricht von Kobe Bryants Tod hat die Welt erschüttert. Wie haben Sie davon erfahren?
Am Sonntagabend erzählte mir mein Sohn von der Nachricht vom Unfall.

Was haben Sie gefühlt?
Ich war sehr betroffen und musste an die Begegnungen mit dem jungen Kobe zurückdenken.

Sie waren Bryants Lehrer. Was für einen Eindruck hat er auf Sie gemacht?
Ich war nur zwei Monate lang sein Wissenschaftslehrer. Das war gegen Ende 1991. Ich habe ihn als freundlichen und offenen Schüler erlebt. Wäre ich sein Sportlehrer gewesen, hätte ich vielleicht einen grösseren Eindruck von seinen sportlichen Fähigkeiten bekommen.

Gab es damals schon Anzeichen, dass er ein grosser Athlet werden würde?
Er schien sehr athlethisch und war gross für seine Altersgruppe. Ich hätte aber nie ahnen können, dass er ein so berühmter Basketball-Spieler werden würde.

Gibt es etwas, woran Sie sich immer erinnern werden?
Ich erinnere mich, wie er im Klassenzimmer an einem bestimmten Platz sass und wundervoll lächelte.

(las)