Er tötete Ex mit Stich ins Herz

01. Februar 2019 13:49; Akt: 01.02.2019 13:49 Print

Strafe abgesessen, Mörder kommt doch nicht frei

Ein heute 37-Jähriger, der wegen Mordes an seiner Ex-Freundin verurteilt wurde, kommt nicht in eine ambulante Therapie. Für das Bundesgericht ist das Risiko zu gross.

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Das Bundesgericht hat eine Beschwerde eines wegen Mordes verurteilten 37-Jährigen abgewiesen. Die für ihn angeordnete stationäre Massnahme wird ein zweites Mal verlängert, obwohl sein Freiheitsentzug schon länger andauert als die verhängte Freiheitsstrafe. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Das Bundesgericht hat die zweite Verlängerung einer stationären therapeutischen Massnahme für einen 37-jährigen Mann bestätigt. Er hatte im Jahr 2001 im Alter von 19 Jahren seine Ex-Freundin (17) mit einem Messerstich in die Herzgegend ermordet. Das Motiv: Er wollte das Ende der Beziehung nicht akzeptieren.

Gegen die zweite Verlängerung hatte der Mann Beschwerde eingereicht und eine ambulante Therapie gefordert. Obwohl der Freiheitsentzug die Dauer der ursprünglich gefällten Freiheitsstrafe von insgesamt über neun Jahren unterdessen übersteigt, hält das Bundesgericht eine Verlängerung der Massnahme als verhältnismässig. Dies geht aus einem am Freitag publizierten Urteil hervor.

Grosses Risiko

Der psychiatrische Gutachter geht gemäss Urteil davon aus, dass der Mann seine Medikamente bei einer ambulanten Therapie absetzen würde, weil er an Nebenwirkungen leide. Nach Ansicht des Experten würde dies zu Schwierigkeiten in emotionalen Beziehungen führen.

Es bestehe ein grosses Risiko, dass die Probleme in bedrohlichem Verhalten oder Gewalttaten mündeten, sagte der Gutachter vor der Vorinstanz aus. Diese lehnte die bedingte Entlassung des Mannes ab.

Mit der Verlängerung der Massnahme sieht der Gutachter die Möglichkeit, die Medikamente besser einzustellen und Stressfaktoren zu verringern. Dann könnten kleine Schritte zu einer freieren Lebensführung gewagt werden.

Zweite Frau entging dem Tod

Das Strafgericht Basel-Landschaft wies den Mann 2003 in eine Arbeitserziehungsanstalt ein. Im Rahmen von gewährten Ausgängen aus dieser Anstalt lernte er im Frühling 2005 eine Frau kennen.

Als er ihr von seiner Tat erzählte, brach sie die Beziehung ab. Wieder wollte der Verurteilte die Realität nicht akzeptieren und stalkte die Frau. Dieses Mal kam es aber nicht zur angekündigten Katastrophe.

(las/sda)