Knallharter Kundenfang

13. April 2010 12:19; Akt: 14.04.2010 00:32 Print

Cablecom abgewiesen - im Spital gelandet

In Basel gerieten sich ein Senior und zwei Cablecom-Vertreter in die Haare, da der Mann die Kundenfänger nicht in seine Wohnung lassen wollte. Die Mitarbeiter sind inzwischen suspendiert worden.

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Samstagnachmittag kurz vor 16.30 Uhr in Basel: An der Wohnungstür eines 69-Jährigen klingelt es. Vor der Türe stehen ein 24-jähriger Mann und eine 25-jährige Frau. Sie geben an, von der Firma Cablecom zu sein und verlangen Einlass, «weil sie etwas kontrollieren müssten», wie die Polizei Basel mitteilt.

Danach eskaliert die Situation: Laut Polizeicommuniqué versetzt der von der Cablecom beauftragte Mitarbeiter dem Mann einen Stoss, worauf das Opfer rückwärts umfällt und sich dabei an Kopf und an einem Bein verletzt. Der 69-Jährige muss ambulant verarztet werden. Die Cablecom-Leute flüchten und können trotz Fahndung erst nicht gefasst werden. Mittlerweile konnte die Polizei das die beiden Vertreter eruieren.

Wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heisst, handelt es sich bei den beiden Personen um zwei Mitarbeiter von Ranger Marketing, die für die Cablecom auf «Kundenakquisition» geht.

Vertreter statt Einbrecher

Marcus Rakete, Leiter Qualitätsmanagement der Firma Ranger, schildert gegenüber 20 Minuten Online die Version seiner Mitarbeiter: Die Vertreterin habe bei dem Mann geklingelt. Da in der Umgebung zuvor verschiedentlich eingebrochen worden sei, habe dieser angenommen, es handle sich bei den Vertretern um Einbrecher. «Darauf ist der Mann aggressiv geworden, hat die Mitarbeiterin am Kragen gepackt und an die Wand gedrückt.» Als der Kollege den Vorfall bemerkt habe, sei er herbeigeeilt. «Zu unserem grossen Bedauern hat der Mitarbeiter den Mann geschubst, worauf dieser umgefallen ist», sagt Rakete. Die beiden Mitarbeiter hätten den Vorfall danach bei ihren Vorgesetzten gemeldet. Sie seien inzwischen supendiert worden.

Cablecom will sich entschuldigen

Die Cablecom sucht das Gespräch mit der externen Firma und den involvierten Mitarbeitern, heisst es in einer Stellungnahme der Cablecom an 20 Minuten Online. Zu möglichen Konsequenzen für die Mitarbeiter will sich Cablecom nicht äussern. Die Geschäftsleitung der Cablecom werde sich beim Kunden persönlich entschuldigen.

(am/amc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Timo am 15.04.2010 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann die Jäger auch zu gejagten...

    machen... Selbstsicheres Auftreten gegenüber Vertretern hilft da enorm... 1. Diskutieren Sie nur mit einem Baseballschläger spielend in der Hand. 2. Lassen Sie ihren bellenden, knurrenden Hund ruhig neben sich. 3. Tun Sie so als ob sie total verstört wären. 3. Falls sie den Vertreter bisher noch nicht in die Flucht geschlagen haben, erzählen Sie ihm ihre ausgedachte Lebensgeschichte, achten Sie darauf, dass er nie zu Wort kommt und wenn sie den letzten Satz gesprochen haben, knallen Sie ihm die Tür vor der Nase zu. ;o) Alles schon probiert - wirkt Wunder!!! ;o)

  • Simon am 14.04.2010 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Dreister CableCom Vertreter

    Ich hatte mal einen bei mir vor der Tür, der hat tatsächlich am Schluss, als ich ihn schon fast abgewimmelt hatte, gefragt ob ich ihm etwas Marihuana geben könnte. Er habe das im Gang schon gerochen...wirklich sehr professionell...ausserdem war der Vertrag, den er mir gegeben und unterzeichnet hat, ungültig. Bezahlen musst ich dann trotzdem, einfach ein anderes, schlechteres Angebot, da er offenbar einen anderen Vertrag bei der Cabalecom abgeliefert hat.

  • Timo am 15.04.2010 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hasse Klinkenputzer...

    egal von welcher Firma und für welche Zwecke sie unterwegs sind, sie sind einfach störend und mühsam... vorgestern hatte ich auch wieder so einen vor meiner Haustüre, zwar nicht von Cablecom, aber wenn jemand schon Klinken putzen geht, dann bitte anständig angezogen und nicht wie frisch aus einem Hippie-Bus der 60er Jahre... schmuddeliger gings nun wirklich nicht mehr. Ich häng mir jetzt denn ein Schild an die Haustüre "hausieren verboten - ansonsten hat mein Hund auch Freude an neuem "Spielzeug"...!" ;o)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Timo am 15.04.2010 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann die Jäger auch zu gejagten...

    machen... Selbstsicheres Auftreten gegenüber Vertretern hilft da enorm... 1. Diskutieren Sie nur mit einem Baseballschläger spielend in der Hand. 2. Lassen Sie ihren bellenden, knurrenden Hund ruhig neben sich. 3. Tun Sie so als ob sie total verstört wären. 3. Falls sie den Vertreter bisher noch nicht in die Flucht geschlagen haben, erzählen Sie ihm ihre ausgedachte Lebensgeschichte, achten Sie darauf, dass er nie zu Wort kommt und wenn sie den letzten Satz gesprochen haben, knallen Sie ihm die Tür vor der Nase zu. ;o) Alles schon probiert - wirkt Wunder!!! ;o)

  • Timo am 15.04.2010 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hasse Klinkenputzer...

    egal von welcher Firma und für welche Zwecke sie unterwegs sind, sie sind einfach störend und mühsam... vorgestern hatte ich auch wieder so einen vor meiner Haustüre, zwar nicht von Cablecom, aber wenn jemand schon Klinken putzen geht, dann bitte anständig angezogen und nicht wie frisch aus einem Hippie-Bus der 60er Jahre... schmuddeliger gings nun wirklich nicht mehr. Ich häng mir jetzt denn ein Schild an die Haustüre "hausieren verboten - ansonsten hat mein Hund auch Freude an neuem "Spielzeug"...!" ;o)

  • Der Mahnende am 14.04.2010 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Auszug aus den Ranger Verbrauchertipps

    "Fest angestelle Kundenberater unterliegen sehr strengen Verhaltensrichtlinien, die Bestandteil ihres Arbeitsvertrages sind. Sie überreden ihre Kunden nicht zur Unterzeichnung eines Antrags, sondern zeigen lediglich Möglichkeiten auf und beraten im Sinne des Kunden. Auf Wunsch des Verbrauchers verzichten Kundenberater auf das Unterbreiten des Angebotes oder vereinbaren einen späteren Zeitpunkt." Im Sinner der Cabelcom, agressives Direktmarketing, und wehe es kommen, bei den auf provisionsbasis bezahlten Vertretern, nicht genung Verträge dabei heraus?

  • Simon am 14.04.2010 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Dreister CableCom Vertreter

    Ich hatte mal einen bei mir vor der Tür, der hat tatsächlich am Schluss, als ich ihn schon fast abgewimmelt hatte, gefragt ob ich ihm etwas Marihuana geben könnte. Er habe das im Gang schon gerochen...wirklich sehr professionell...ausserdem war der Vertrag, den er mir gegeben und unterzeichnet hat, ungültig. Bezahlen musst ich dann trotzdem, einfach ein anderes, schlechteres Angebot, da er offenbar einen anderen Vertrag bei der Cabalecom abgeliefert hat.