Basel

06. April 2016 05:42; Akt: 06.04.2016 12:21 Print

Chauffeur war für sechs Stunden Multimillionär

Es war kein Aprilscherz: Der Basler Goran Teofilovic war am 1. April während sechs Stunden 20,5 Millionen Franken schwer. Ursache war eine technische Panne der Bank.

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«Ich habe meinen Augen nicht getraut», sagt Goran Teofilovic. Der Basler wollte am Morgen des 1. Aprils in der Filiale der Bank Coop in der Güterstrasse Geld abheben, um Besorgungen zu erledigen. Als er kurz vor 9 Uhr den Saldo seines Kontos abfragte, blieb ihm fast das Herz stehen: 20'500'000 Franken waren aktuell auf seinem Konto. Hatte der Chauffeur einen unverhofft hohen Bonus seines Arbeitgebers erhalten?

«Ich bin Millionär, aber ich weiss nicht warum», sagte er dem verdutzten Schalterangestellten der Bank. Der habe auch nicht weiter gewusst, meldete jedoch den unverhoffte Geldsegen des 50-jährigen bankintern weiter. Sechs Stunden später war der Spuk vorbei. Goran Teofilovics Kontostand hatte sich wieder normalisiert. Er erkundigte sich am Hauptsitz der Bank Coop am Aeschenplatz. Dort wurde ihm dann versichert, das sei kein Aprilscherz gewesen und hätte eigentlich nicht passieren dürfen.

Jetzt kann Teofilovic immer noch auf den Lotto-Sechser hoffen, den er seit 25 Jahren mit den immer gleichen Zahlen zu treffen versucht. Zwar ist er jetzt nicht vermögend, aber um eine wirklich gute Story reicher, die er zum besten geben kann. «Den Bankbeleg nehme ich nie mehr aus dem Portemonnaie», sagt er.

Technische Fehler beim Bancomaten

Bei der Bank Coop weiss man von der Panne. Die Falschanzeige war lediglich auf der bankeigenen Bancomatenmaske ersichtlich, teilt eine Sprecherin auf Anfrage mit. Folglich hätte Teofilovic das Vermögen nie effektiv abheben können. Er habe aber korrekt gehandelt, als er die Unregemässigkeit meldete. Nach Angaben der Bank ist es auch nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Kunden falsche Saldi angezeigt bekamen. Mittlerweile ist das technische Problem aber behoben.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eidgenosse69 am 06.04.2016 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Geldbeutel..

    Den Bankbeleg würde ich nicht in Der Geldbörse lassen, dort verliert er nach einiger Zeit den Aufdruck und währe ja schade darum...

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  • Georges am 06.04.2016 05:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zins

    Mit 1.5 % Zins für vier Stunden , würde die Bank ein gutes Werk machen.

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  • ManolitoSteffen am 06.04.2016 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo sind denn die Verlagslektoren geblieben?

    Ob das korrrekt so korrekt ist bezweifel ich stark! :)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Big. B am 06.04.2016 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    finderlohn?

    ich finde man sollte ihm 10% geben. schlussendlich hatt er ja das "verschwundene geld gefunden" hoffe er wird mit grosse und guten karma belohnt. spiel weiter lotto vielleicht ist es bald soweit.

  • Johnny Joker am 06.04.2016 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konto

    Ich hätte das Geld sofort auf ein Konto nach England transferiert und es behalten. Da ist die Bank selber Schuld. Die haben ja auch eine Versicherung.

  • J.P. am 06.04.2016 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Finger davon lassen

    Ist ja nicht das erste Mal, dass sowas passiert. Am besten man lässt dann das Geldabheben, denn spätestens, wenn es bemerkt wird, muss man es zurückzahlen. Und bemerkt wird es immer.

  • Poro am 06.04.2016 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nix Belohnung

    Hallo Leute, ihr versteht da was grundsätzlich nicht. Für diese Ehrlichkeit muss man niemanden belohnen. Zum einen war es lediglich ein Anzeigenfehler. Zum anderen würde ihm das Geld auch nicht gehören, wenn es tatsächlich auf dem Konto gewesen wäre. Nichts zu sagen ist ungerechtfertigte Bereicherung und als solche strafbar. Das hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun. Geld zu behalten, das einem nicht gehört, ist illegal, ganz einfach. Da muss man keinem den Boden unter den Füssen küssen, weil er sich gesetzteskonform verhalten hat.

  • Spekulant am 06.04.2016 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ziemlich sicher...

    ...hat alles auch etwas mit dem Quartalsabschluss zu tun. In den EDV-Abteilungen arbeiten nicht nur Bänkler. Vielleicht hatte er den Gesamtsaldo einer bestimmten Kontoart auf seinem Zetteli. Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit Zinsberechnungen. Vielleicht handelt es sich um eine Umsatzzahl, was im Bankwesen unwichtig ist.