Basel

01. März 2019 11:27; Akt: 01.03.2019 15:31 Print

Coop sagt dem Einweg-Geschirr den Kampf an

Take-away-Menüs von Coop werden massenweise in Einweg-Plastikbehältern verkauft. Jetzt will der Detailhändler seine Kunden für Mehrweg-Boxen begeistern.

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Coop ist nicht nur ein Detailhandelsriese, sondern auch ein Gastro-Gigant. Zehntausende verpflegen sich täglich in Coop-Restaurants oder nutzen das stetig wachsende Take-away-Angebot in den Filialen. Wer sein Essen mitnimmt, verwendet dazu meist Einwegbehälter aus Plastik. Deckel drauf, zahlen und nach dem Essen in den Abfall damit. Das soll sich ändern.

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Würdest du die neuen Mehrweg-Boxen von Coop benutzen?

In Basel testet Coop seit Freitag ein neues Mehrwegsystem, um Abfall zu reduzieren. In den Coop-Restaurants am Marktplatz und im Pfauen haben neu wiederverwendbare Menü-Boxen von Recircle im Angebot. Die auberginefarbenen Behälter können für eine Depotgebühr von 10 Franken bezogen werden. Wem die Reinigung zu mühsam ist, kann die Boxen bei allen teilnehmenden Partnern von Recircle wieder abgeben.

«Kommt das Pilotprojekt bei unseren Gästen gut an, werden wir das Mehrwegsystem ab Sommer in all unseren Restaurants und Take-its in der gesamten Schweiz einführen», erklärt Kaspar Wittwer, Leiter der Coop Gastronomie, in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Flächendeckendes Netz

Recircle betreibt ein schweizweites Netz von Partnerbetrieben, die mit dem Mehrwegsystem arbeiten. Mittlerweile sind es von Genf bis St. Gallen über 100 Betriebe, darunter auch diverse Kantinen, etwa jene der SV Group. Das Berner Start-up hat die Boxen aus wiederverwertbarem Kunststoff entwickelt, das sämtliche Bedürfnisse von Stapelbarkeit bis Spülmaschinenfestigkeit erfüllt.

Die eigene Tupperware geht nicht

Und warum sollte man das Kartoffel-Gratin an der Take-away-Theke nicht gleich in die eigene Tupperware schaufeln? «Die Menü-Preise werden nach Menge und nicht nach Gewicht berechnet», erklärt eine Sprecherin von Coop auf Anfrage. Die Mehrweg-Behälter von Recircle seien auf die Menü-Grössen abgestimmt.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kein Grüner am 01.03.2019 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn schon, denn schon

    Und Einweg-Grill auch gleich aus dem Sortiment nehmen.

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  • Susanna S am 01.03.2019 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Weg von unsinnigem Abfall

    Super! Jetzt müssen dir Grosskonzerne nur noch aufhören mit den unsinnigen Sammelaktionen für Kinder! Das gint mehrmals jährlich grosse Mengen an Abfall.

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  • Susi N am 01.03.2019 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Nicht zu begeistern versuchen, sondern Depotpflichtig einführen. Dasselbe mit Getränkebecher und Besteck. Dass nenn ich mal ein Fortschritt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hp Rüedi am 04.03.2019 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abfall

    Super Idee aber schaut doch mal in den Ländern die nicht einmal eine kerichtabfuhr und Verbrennungsanlage haben. Denen sollte man den Plastic verbieten oder sowas organisieren. Wir entsorgen doch immer alles . Lg.Hp

  • Lääser am 04.03.2019 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Selber kochen

    Plastik hin oder her, selber kochen braucht vermutlich viel mehr Energie, als in der Kantine zu essen.

  • Lääser am 04.03.2019 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Mega Ersparnis

    Bei 1.5 kg Plastikersparnis im Jahr könnte man sich dafür alle 400-500 Jahre mal eine Asienreise leisten...

  • rene am 02.03.2019 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abstimmung

    Fehlt das Nein Absichtlich in der Abstimmung?

    • Heidi Von Allmen am 04.03.2019 20:32 Report Diesen Beitrag melden

      @rene

      Klar fehlt das. Coop zahlt für die fortwährende positive Erwähnung ihrer "guten Taten" in bestimmten Schweizer Presseerzeugnissen schliesslich viel Geld an die Herausgeber.

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  • Ökolo am 02.03.2019 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Danke COOP!

    COOP festigt mit diesem weiteren Schritt in die richtige Richtung ihren guten Ruf, ausserordentlich viel für die Umwelt, die Nachhaltigkeit, die menschliche Gesundheit sowie für die Fairness in der Produktion und im Handel zu tun. Das rechtfertigt die manchmal etwas höheren Preise gegenüber der Billig-Konkurrenz durchaus. Danke COOP!

    • Mungo am 04.03.2019 20:27 Report Diesen Beitrag melden

      Das tut der Grosskonzern Coop nur...

      um bei der Kundschaft gut dazustehen. Interessant ist, dass in den Coop-Restaurants und To-Go's natürlich nicht Fairness-Bio-Nachhaltigkeit auf den Tisch resp. in die Hand kommt, denn das würde ja die schöne Schweizer Super-Marge kaputt machen. Fazit: Trau keinem Großkonzern über den Weg, auch wenn er sich noch so umwelt- und menschenfreundlich sozial gibt!

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