Basel

01. März 2019 16:21; Akt: 01.03.2019 16:21 Print

Darum ist der Regierungsrat ein Waggis

Vom Kinderschreck zum Supergötti: Die wundersame Wandlung des Basler Bildungsdirektors Conradin Cramer in seiner Rolle als Fasnächtler hat einen speziellen Grund.

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Natürlich, am Freitag war Schulfasnacht, und für den Basler Bildungsdirektor Conradin Cramer war das natürlich ein Pflichttermin. Anders als letztes Jahr trat er aber nicht im Ueli-Goschdym, sondern als Waggis auf. Das hat einen speziellen Grund. Der Ueli, eine der traditionellen Fasnachtsfiguren, dessen Larve eine ausgeprägte Hakennase hat, kam bei einem Kind gar nicht gut an. Das Kind war aber nicht irgendeines, sondern Cramers Göttibub. Der beschwerte sich dann sogleich beim Magistraten.

So liess Cramer am Freitag den Hofnarren im Kleiderschrank hängen und streifte sich stattdessen den Waggis über. Die Karikatur des elsässischen Bauern hat im Allgemeinen den Ruf, ein Witzbold zu sein. Waggis intrigieren an der Fasnacht, und besonders junge Waggis stopfen gerne junge Meitli mit Räppli. Bei Kindern dürfte der freche Elsässer die beliebteste der traditionellen Figuren sein.

(lha)