Wer hats erfunden?

27. September 2019 15:46; Akt: 30.09.2019 09:31 Print

Die #tetrischallenge gabs schon 1960

Die Kantonspolizei Zürich landete mit der Tetris Challenge einen viralen Hit. Jetzt zeigt sich, die Basler Kollegen machten die Challenge schon, bevor das Internet erfunden wurde.

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Dieselbe Auslegeordnung, anderes Material: #tetrischallenge anno 1960, schrieb die Kantonspolizei Basel-Stadt zu diesem Foto, das sie am Freitag auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlichte. Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat sich für die Tetris Challenge etwas Spezielles ausgedacht. Jetzt ist das Geheimnis gelüftet: Die Teslas sind mit Superhelden besetzt. Natürlich nur fürs Foto, das allerdings Bezug nimmt auf die aktuelle Kampagne der Polizei. Die Superhelden sind Teil der Rekrutierungskampagne mit der die Kantonspolizei Nachwuchs anwirbt. Wer die Polizeischule absolviert, wird zwar kein Superheld, aber immerhin zum Alltagshelden ausgebildet. Die Taiwanische Polizei zeigt ihr Equipment. Grund: Die Tetris-Challenge. Auslöser der Tetris-Challenge: Das Foto eines Streifenwagens der Kantonspolizei Zürich. Seither zeigen Polizeikorps aus aller Welt ihr Equipment. Hier zu sehen, die Ungarische Polizei. Hier ebenfalls. Auch die Polizei aus Neuchâtel beweist Humor. Der Rettungsdienst Glarus erstellte am Donnerstagmorgen (19.9.2019) dieses Bild für die Tetris-Challenge. Prominent auf dem Dach der Glaubensbote Fridolin, der auf dem Wappen des Kantons zu sehen ist. Die Feuerwehr Entfelden-Muhen aus dem Bezirk Aargau nahm die dritte Fahrzeugreinigung des Jahres gleich zum Anlass, sich an der Challenge zu beteiligen. Die freiwillige Feuerwehr Himberg aus Niederösterreich zeigt ihr Material. Hier zeigt die italienische Feuerwehr ihr Hab und Gut. So sieht es im Innenraum der holländischen Feuerwehr aus. Auch die Air Zermatt hat mitgemacht. Zu sehen ist die Rettungscrew der Bell 429 HB-ZOZ und der gesamten Auslegeordnung des Rettungsmaterials, welches bei jedem Einsatz zur einer Rettung mitgeführt wird. Seerettungsorganisation KNRM der Station Hoek aus Holland. Die Rettungsbrigade Haaglanden bei Den Haag. Hier ebenfalls. Ein Polizist aus Holland zeigt, was er so auf seinem Töff mitführt. Viel ist es nicht. Auch ein Ambulanzteam aus Frankreich ... ... Mitarbeiter der Schindler Aufzüge AG ... ... und eine Feuerwehr aus dem Kanton Waadt machten mit. Wobei diese mit einem Renault Twizy und lediglich einem Feuerlöscher sich eher für eine minimalistische und lustig gemeinte Umsetzung der Tetris-Challenge entschied. Die Wadtländer Polizei macht ebenfalls bei der Tetris-Challenge mit ... ... sowie der Abschleppdienst Road Help ... ...die Schweizer Armee... ... die Holländische Armee... ... Schutz & Rettung Zürich ... ... und die Kantonspolizei Freiburg. Auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug macht bei der Tetris-Challenge mit und schickt sogar eine Nominierung ins Ausland. Die Feuerwehr in Zufikon AG macht ebenfalls mit. In einem Löschfahrzeug der Feuerwehr Thusis werden diese Dinge mitgeführt. Mehr Besatzung, mehr Material. Auch reitende Polizisten... ... und Alpinretter haben an der Challenge teilgenommen. Nachdem die Zürcher Kantonspolizei ein entsprechendes Bild in den sozialen Medien veröffentlichte, ziehen jetzt andere Behörden nach. Auf diesem Bild ist das «Hunde-Büssli» samt Vierbeiner. Die Liste der Kantonspolizei Zürich ist lang ... Auch medizinische Geräte werden mitgeführt, da die Beamten oft als Erste z. B. bei einem Unfall eintreffen. Von Brechstange über Feuerlöscher bis zu Triopanen: alles dabei.

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Fehler gesehen?

Nach dem Superhelden-Tesla setzte die Kantonspolizei Basel-Stadt bei der Tetris Challenge am Freitag noch mal einen drauf. Bislang rühmte sich nämlich die Kantonspolizei Zürich, die viral gegangene Challenge erfunden zu haben. Das konnten die Bebbi natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Ein Blick ins Basler Polizeiarchiv, zeigt nun: Weit gefehlt.

Schon 1960, also 24 Jahre bevor die erste spielbare Version des Kult-Games Tetris überhaupt veröffentlicht wurde, machte die Kantonspolizei schon die grosse Auslegeordnung ihres Fahrzeugs im Hof der Hauptwache Spiegelhof. Den Fotobeweis postete die Polizei am Freitag auf Facebook und Instagram. «Grosses Kino», kommentierte ein User. Das Foto erhielt innert Kürze mehrere Hundert Likes.

Das Foto ist auch sonst aufschlussreich. Zeigt es doch, wie sich die Ausrüstung der Fahrzeuge über die Zeit verändert hat. Zu den wenigen Konstanten zählen die Klappkegel und Warnlichter zum Sichern von Unfallstellen. Ansonsten hat das Zubehör bis heute einige Updates erfahren.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc Sutter am 27.09.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Damals...

    ...hiess es wohl einfach Inventur

  • Hellebarde am 27.09.2019 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt kommen den die USA.

    Und zeigen das Inventar eines Flugzeugträgers.

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  • Bâlois am 27.09.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Spiegelhof, nicht Barfüsserplatz

    Das Bild wurde im Spiegelhof aufgenommen. Text stimmt nicht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fredy am 28.09.2019 02:06 Report Diesen Beitrag melden

    Automodell

    Das müsste ein alter Chevrolet Suburban sein (1947-1954) - herrlich!

  • Realist am 27.09.2019 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pseudo Englisch

    Das hat weder mit Tetris geschweige denn mit Challenge etwas zu tun. Wörtlich: Tetrisherausforderung! So ein Quatsch! Auslegeordnung nennt man das oder Inventar des Fahrzeugs.

  • Mapi am 27.09.2019 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auslegeortnung

    Super Schöne Bilder, viel Arbeit dahinter und sehr Interessant zu schauen.

  • Inox am 27.09.2019 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Danke RS

    Wer schon einmal die Auslegeordnung eines 8x8 Phiranias in der Armee sah kennt es. 8 Fahrzeuge mit je 235 Teilen und 3je 3 Mann Besatzung. Alle genau gleich ausgelegt um das Material zu prüfen.

  • abc am 27.09.2019 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oder...

    Tetrischallenge oder einfach Mat- Kontrolle im Militär.Zig-fach aus und wieder eingeräumt.