Betrugsmasche

29. April 2019 17:07; Akt: 29.04.2019 17:14 Print

Von diesem Fall sollten Sie ihren Grosseltern erzählen

In der Region Basel treiben Trickbetrüger ihr Unwesen. Am Montag übergab eine 80-Jährige einem falschen Polizisten Wertgegenstände im Wert von mehreren 10'000 Franken.

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Eine 80-Jährige bekam einen Anruf. Um ihre Wertgegenstände zu schützen, solle sie diese der Polizei übergeben, sagte ihr ein Mann am Telefon. Die Rentnerin tat, wie ihr der Unbekannte empfohlen hatte und übergab am Montag Geld und Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken – vermeintlich an die Polizei.

Beim Anrufer handelte es sich um einen Trickbetrüger, wie die Polizei schreibt. Die Wertgegenstände der 80-Jährigen wurden gestohlen.

Im Moment scheint es eine Welle solcher Betrugsversuche zu geben. Allein im Kanton Solothurn meldeten sich im April über 50 Personen, die von den falschen Polizisten kontaktiert worden waren.

Auch die Baselbieter Kantonspolizei vermeldete vor kurzem, dass es den Betrügern gelungen war, einen Rentner um mehrere 10'000 Franken zu bringen. Im grenznahen Deutschland versuchen die Kriminellen ebenfalls, mit der Masche Geld zu machen.

So schützen Sie sich vor den Betrügern:

Misstrauisch sein!

Die Polizei ruft Sie nicht mit der Telefonnummer 117 an. Es ist möglich, die auf dem Display angezeigte Rufnummer zu fälschen. Die Polizei bietet Ihnen nie an, Geld oder Wertsachen aufzubewahren.

Nie auf Geldforderungen eingehen!

Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen, auch wenn diese noch so vertrauenswürdig klingen.

Nicht unter Druck setzen lassen!

Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen bekannt. Lassen Sie sich nie unter Druck setzen und beenden Sie solche Telefonate sofort.

Rücksprache halten, Hilfe holen!

Nehmen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen umgehend Rücksprache mit Familienangehörigen oder der Polizei.

(kom)