Voting-Gewinner

11. Februar 2015 05:53; Akt: 11.02.2015 05:53 Print

Der heisseste Rapper ist ein Coiffeur aus Basel

von Dominique Artacho - S-Hot aus Basel ist der heisseste Rapper der Schweiz. Als gelernter Herren-Coiffeur und Salonbesitzer kennt er sich bestens mit dem Thema Schönheit aus.

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Die SRF-Virus-Hörer sind sich einig: Esat Akpinar alias S-Hot aus Basel ist der heisseste Rapper der Schweiz. Dies hat ein Voting vom 9. Februar ergeben, bei dem 33 Prozent aller Stimmen an den Beau aus Kleinhüningen mit den grünen Augen und den langen schwarzen Wimpern gingen.

«Meine Fans haben Gas gegeben und für mich gevotet», freut sich der Newcomer der Schweizer Rap-Szene. Mittlerweile hat der 23-Jährige türkischer Abstammung über 20 Tracks produziert und darf auf Facebook und Youtube bereits mehrere zehntausend Followers zählen.

Coiffeur von Beruf

Auch wenn der Battle-Rapper sich im Bereich Freestyle einen Namen in der Szene machen konnte und einige Turniere für sich entscheiden konnte ist die Musik für ihn nur Nebensache: «Das Rappen ist für mich ein Hobby, bei welchem ich meine Aggressionen ausleben und verarbeiten kann.»

Hauptberuflich ist der Basler jedoch Coiffeur. Sein ganzer Stolz ist sein eigener Herrensalon «Clean-Cut» an der Kleinhüningerstrasse, der sich in der Region einer grossen Kundschaft erfreut. «Wenn alles gut läuft, werde ich nächstes Jahr ein weiteres Geschäft eröffnen», verkündet S-Hot.

Aber auch wenn der 23-Jährige tagtäglich vom Thema Schönheit umgeben ist, legt er lieber Hand an seinen Kunden an als an sich selbst. «Ein Burgerverkäufer isst schliesslich auch nicht jeden Tag Burgers», schmunzelt S-Hot. Lediglich seinem Job zuliebe trägt der Coiffeur einen gepflegten Haarschnitt.

Innere Schönheit zählt

Wenn es aber um seine Musik-Karriere geht, «scheisst» S-Hot auf sein Aussehen: «Auf der Strasse zählt das Äussere nicht.» Zwar freue ihn der Titel des heissesten Rappers der Schweiz, wirklich viel habe er jedoch nicht dafür gemacht: «Ich verbringe am Morgen wenn überhaupt zwei Minuten im Bad – und dies zum Zähneputzen.» Dies bestätigt auch seine Verlobte Mejra Niksic (20), die von den grünen Augen ihres Liebsten sichtlich angetan ist.

S-Hot würde sich selbst aber nicht als hübsch bezeichnen: «Ich bin kein selbstverliebter Mensch – und mit Styling und Mode kann ich schon gar nichts anfangen.» So mag er es auch lieber Oldschool mit Jeans und Trainerjacke – ganz nach dem Motto «Back to the roots». Die in der kommerziellen Hiphop-Szene geläufigen Accessoires wie Bling-Blings kommen ihm nicht in die Tüte. «Ich bin ein Mann, ich will doch nicht glänzen», sagt der Türke.

Entscheidend für S-Hot sei die innere Schönheit: «Es gibt nicht die eine Schönheit, jeder Mensch ist auf seine eigene Art schön». So legt der 23-Jährige mehr Wert auf die Ideale, die er seinen Fans weiter gibt, wie etwa für die Schule zu lernen und nicht auf den Strassen herumlungern.

Erstes Solo-Album

Mehr von seinen Erfahrungen aus seiner düsteren Vergangenheit spricht S-Hot in seinem ersten Solo-Album «Rumble in the Jungle», das noch diesen Sommer herauskommen soll. «Ich mache den Rap wieder zu dem, was er einst war», verspricht der «Real»-Rapper. So will er auf dem Album auch mit all jenen kommerziellen Schweizer Rappern wie Bligg oder Stress abrechnen, die seiner Meinung nach vom Weg abgekommen sind.