Kürzungen

14. Februar 2011 23:01; Akt: 14.02.2011 21:18 Print

Dicke Post für 2000 Basler Arbeitslose

von Lukas Hausendorf - Aussteuerung oder Leistungskürzung: Die Hälfte der rund 4000 Arbeitslosen im Kanton wird nun über die Folgen der ALV-Revision orientiert.

storybild

Rund 400 Arbeitslose werden in Basel im April ausgesteuert. (Foto: hys)

Fehler gesehen?

Die Basler Arbeitslosenkasse orientiert dieser Tage rund 2000 Taggeldbezüger über die Konsequenzen der Revision des Arbeitslosengesetzes. Für die sechs Kategorien von Betroffenen, die vom Amt für Wirtschaft und Arbeit identifiziert wurden und mit einem entsprechenden Serienbrief angeschrieben werden, bedeutet das nichts Erfreuliches. Mit Inkrafttreten des ­Gesetzes am 1. April werden in Basel etwa auf einen Schlag bis zu 400 Arbeitslose ausgesteuert; die Hälfte aller Leistungs­bezüger muss mit teils gravierenden Kürzungen rechnen. Ein Drittel der Ausgesteuerten wird laut Hansjürg Dolder, Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit, danach bei der Sozialhilfe landen.

Dort ist man nach eigenen Angaben auf die neuen Klienten vorbereitet, wobei ein spezielles Augenmerk auf die jungen Erwachsenen gerichtet werde. «Wir wollen verhindern, dass sie zu lange bei uns bleiben
und den Anschluss an den Arbeitsmarkt verpassen», sagt Sozialhilfeleiterin Jacqueline Lätsch.

Die Leistungskürzungen der ALV erhöhen für Betroffene auch das Verschuldungsrisiko. «Oft verträgt es keine Budgetkürzungen mehr, etwa wenn Konsumkredite aufgenommen wurden», weiss Eva Schätti von der Schuldenberatungsstelle Plusminus. Meistens dauert es aber lange, bis sich Verschuldete helfen lassen. «Besser, man sucht sich früh Rat», so Schäppi.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arbeitslosensubventionierer am 15.02.2011 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenleistung

    Richtig so, endlich wird etwas gegen diese Schmarotzer unternommen. Wer ernsthaft Arbeit sucht, bekommt auch welche. Es hat genügend freie Stellen in vielen Branchen. Auch ein studierter kann Klo's reinigen oder eine Graben ausheben. Dabei fällt im kein Zacken aus der Krone. Ausserdem kann noch mehr ALV-Geld gespart werden, wenn konsequent nur an arbeitslose Schweizer in der Schweiz ausbezahlt wird. Aussländische Arbeitskräfte reisen in ihre Heimat zurück und profitieren dort von den eigen Einrichtungen.

    einklappen einklappen
  • Susanne am 16.02.2011 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitslos - Sozialabhängig?

    Für manche ist es ein Unterschied, ob sie Arbeitslos oder Sozialabhängig sind/werden. Die Auflagen sind auch nicht die selben und darum kann es einen Teil anspornen auch mindere Arbeit anzunehmen und sich damit in der Gesllschaft wieder aufzuraffen. Ein anderer Teil bleibt in der "Fürsorge" hängen, aber es macht auch keinen Sinn, wenn diese weiter im RAV erscheinen.

  • progressor am 14.02.2011 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    schön!

    immer weiter so! sehr gut! so haben wir mehr übrig, das wir den bonzen via steuergeschenk usw. in den H.... na, Sie wissen schon.... pusten können!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Susanne am 16.02.2011 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitslos - Sozialabhängig?

    Für manche ist es ein Unterschied, ob sie Arbeitslos oder Sozialabhängig sind/werden. Die Auflagen sind auch nicht die selben und darum kann es einen Teil anspornen auch mindere Arbeit anzunehmen und sich damit in der Gesllschaft wieder aufzuraffen. Ein anderer Teil bleibt in der "Fürsorge" hängen, aber es macht auch keinen Sinn, wenn diese weiter im RAV erscheinen.

  • Michael Meienhofer am 15.02.2011 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem, die Gelder werden nur ...

    aus einer anderen Kasse an die Sozialabhängigen gezahlt. Wenn der Geldfluss versiegt, haben wir ja die Sozialbehörde der Gemeinden, ein Nullsummenspiel !

  • Rolf Schlumpf am 15.02.2011 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Abwertende Kommentare

    Die abwertenden Kommentare gegenüber Arbeitslosen hier, sind schon ziemlich übel und krank. Natürlich gibt es einige, die die Situation ausnützen, aber die allermeisten sind doch wirklich arbeitssuchend. Wir sind hier kein 3.-Welt-Land, also darf auch anständig mit den Menschen umgegangen werden. Die Industrie/Wirtschaft trägt auch eine Mitverantwortung, mit Jobsharing wo Leute einverstanden sind, gäbe es bedeutend weniger Arbeitslose. Nur die Firmen wollen das nicht...

  • Noro elle am 15.02.2011 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Hilfe vom RAV-Teufelskreis

    Nach meinem Abschluss war ich selbst von Arbeitslosigkeit betroffen.Trotz guter Noten und Zeugnisse hab ich keinen Job bekommen.Um die Zeit zu überbrücken bin ich von Praktikum zu Praktikum gesprungen. Vom RAV hab ich keine Hilfe bekommen.Dort musste ich nur meine Bewerbungen abliefern.Sie haben mir einen PC Kurs für Anfänger angeboten,dabei habe ich einen KV Abschluss. Ich wäre fast ausgesteuert worden, hätte ich nicht doch noch eine Stelle gefunden. Eines weiss ich-das RAV hilft einem nicht! Und wenn man mal 2-3 Monate nicht gefunden hat, wirds um so schwerer.Ein Teufelskreis

    • Susanne am 16.02.2011 10:05 Report Diesen Beitrag melden

      RAV muss kompetenter werden !

      Die RAV-Verantwortlichen müssen auch umdenken. Die Vorkenntnisse eines Stellenlosen müssen für die Kurse relevant sein. Es geht nicht an, dass Bewerbungsschreiben mit Schulabgänger der Sek A, mit 2jährigen Berufsabgänger oder Anlehrleuten in den selben Topf geworfen werden mit KV-Abgänger, 3- und 4- Jahr Lehrabgänger und ehem. Berufsleuten.

    • Noro elle am 17.02.2011 09:57 Report Diesen Beitrag melden

      Realität

      Leider ist es in der Realität so, dass ein RAV Berater zig Leute "betreut".Somit besteht die Betreuung eher aus einer Kontrolle. Einen KV Abgänger in einen Bewerbungskurs oder in einen PC Anfängerprogramm zu schicken ist schlichtweg eine Beleidigung und sinnlose Geldverschwendung. Gegen Aussen sieht es allerdings so aus, als hätte man dem AL mit Ausbildungen weitergeholfen. Dabei weiss jeder KV Abgänger wie man eine Bewerbung schreibt. Man würde besser, die Leute in richtige Schulungen schicken die ihren Wert auch steigern. Leider ist dies finanziell wohl kaum möglich.

    einklappen einklappen
  • Glaibasler am 15.02.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Sozialstaat Basel

    Eine Schande das fast 40% der Arbeitslosen in Basel leben die ausgemustert werden. .Arbeitsplätze schaffen sicher eine gute Idee. Nur muss man auch arbeiten wollen. Hier in Basel ist Arbeitslust in gewissen Kreisen klein geschrieben. Ja sogar In Dafür wird der Mittelstand bei den Steuern kräftig zur Kasse gebeten.