Tanja Grandits

07. Oktober 2019 12:26; Akt: 07.10.2019 13:42 Print

Das ist die Schweizer Köchin des Jahres

Sie gilt als Meisterin der Aromen, trotzdem wird jeder Gang nur einfarbig angerichtet. Die Baslerin Tanja Grandits wurde vom «Gault Millau» zur Köchin des Jahres erkoren.

Tanja Grandits ist «Köchin des Jahres» 2020. Im Video verrät sie ihre Küchenphilosophie.(Video: SDA/Keystone)
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Tanja Grandits vom Basler Stucki ist «Köchin des Jahres» 2020. Der Gastroführer «Gault Millau» hat Grandits' lustvoll-mutige Aromaküche mit der Höchstnote belohnt: 19 Punkte haben nur acht Restaurants in der Schweiz.

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Grandits trug den Titel schon 2014, doch diesmal haben ihr die Restaurantbewerter einen Punkt mehr spendiert. So liegen neu acht Küchenchefs mit je 19 Punkten an der Spitze der Schweizer Gastronomie, wie sie GaultMillau Schweiz (GM) taxiert – Grandits ist die einzige Frau. Ein Viertel dieser Topchefs sind in Basel am Werk.

Im 19er-Club sind 2020 neben Grandits, die bisher 18 Punkte hatte: Andreas Caminada (Fürstenau GR), Philippe Chevrier (Satigny GE), Didier de Courten (Siders VS), Franck Giovannini (Crissier VD), Peter Knogl (Basel), Heiko Nieder (Zürich) sowie Bernard und Guy Ravet (Vufflens-le-Château VD), wie GM am Montag mitteilte.

Seit zehn Jahren kocht Grandits im Stucki im Basler Nobelquartier Bruderholz, das schon unter dem namensgebenden Vorgänger zu den besten Schweizer Restaurants zählte. Die GM-Redaktion schwärmt nun nicht nur von ihrem virtuosen Umgang mit Aromen, Kräutern, Farben und Essenzen, sondern auch von ihrem teamorientierten Führungsstil.

Mehr 18er-Lokale

Grandits hat das Stucki von Plüsch und schweren Vorhängen befreit, und auch die Küche wurde luftiger: Sie spielt mit aromatischen Inspirationen aus aller Welt, ohne in die Beliebigkeitsfalle zu tappen. Die Chefin bietet Nicht-Gästen manche ihrer Genüsse in einem kleinen Laden neben der Beiz an – was auch zu ihrer Marke beiträgt.

In seinen 18-Punkte-Club aufgenommen hat «Gault Millau» inzwischen 27 Lokale aus der ganzen Schweiz – St. Moritz ist mit drei 18er-Beizen übrigens am besten versorgt. Darunter sind sechs Aufsteiger und ein neues Restaurant.

Hinter der Spitze bewegt sich die Szene in den Augen der GM-Tester auch wegen eines Generationenwechsels: Renommierte Köche wie Georges Wenger (Le Noirmont JU), Carlo Crisci (Cossonay VD), Rober Speth (Gstaad) oder Peter Moser (Basel) träten ab, was Jüngeren Chancen gebe, sich zu profilieren. Insgesamt 103 Beizen werden höher bewertet als 2019 und 48 tiefer.

Unter dem Strich listen die GM-Vorkoster in der jüngsten Ausgabe ihres Guides 870 Restaurants in der Schweiz auf, was laut Communiqué einen neuen Rekord bedeute. 96 davon seien Neuentdeckungen.

Basler Feinschmecker habens gut

Der von Ringier Axel Springer Schweiz herausgegebene Guide listet überdies die für seine Redaktion besten 125 Schweizer Winzer auf und empfiehlt 90 Feinschmecker-Hotels. «Hotel des Jahres» ist diesmal das Basler «Grand Hotel des Trois Rois»; seine beiden Lokale haben 19 respektive 14 Punkte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pascal N. am 07.10.2019 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    back to the roots

    Dieses Schickimicki Zeugs, 10min Telleranrichten, 3 x aufladen Teller leer und Instagram geposte ist niveaulos geworden. Ich bevorzuge wieder Zeughauskeller und Ehrlichkeit

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  • H. Uerezensurgesichter am 07.10.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ernsthaft?

    Nach 8 Kommentaren wird die Kommentarfunktion geschlossen beim SBB Stimmenartikel? Super! Läuft bei euch.

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  • Uhuereguet am 07.10.2019 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Koch vs. Köchin

    Frau Grandits würde sich wohl die Haare raufen ab der Bezeichnung "Köchin"... Sie wurde "Koch" des Jahres, ein grosser Unterschied in der Gastrobranche!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Speerblich am 08.10.2019 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Gaullt Millau kündigt die Besuche ja immer an, da gibt man sich natürlich Mühe. Nachher ist wieder alles beim Alten.

  • Martina am 08.10.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Hunger

    Was ist ein Gourmet Restaurant? Wo man nachher immer noch Hunger hat. Da wird siebenmal serviert, der Teller ist immer fast leer, man zahlt für nichts.

  • Klaus Müller am 08.10.2019 06:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wusstet ihr.....

    Eine Deutsche wird zu einem der besten Köche der Schweiz gewählt....ist in den bisherigen Kommentaren noch gar nicht aufgefallen. Ihr Schweizer seit teilweise echt manipulierbar.

  • m.s. am 07.10.2019 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Essen für alle

    In manchen Ländern verhungern Menschen und auch Tiere und hier macht man so ein Aufhebens für Gäste die zeigen können, dass sie sich das idiotische Menu leisten können. Also Angeberei und nichts dahinter. Auch einfache Menues schmecken und sind gesund. Ich esse ausgewogen viel Gemüse Salate Früchte auch Fleisch und Fisch auch Kohlenhydrate fehlen nicht. Meine Gäste hatten am meinem Essen bis jetzt nichts auszusetzen denn sonst wären die Schüsseln nicht leer. Auch meine Desserts essen alle sehr gern.

  • Besserwisser am 07.10.2019 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    Das stimmt doch nicht, das ist veraltet. Die Bezeichnung Köchin ist heutzutage wieder vollkommen korrekt! Steht so auf meinem EFZ