Baselland

05. September 2018 16:51; Akt: 05.09.2018 16:52 Print

Keiner will 60'000 Franken für BL 118 zahlen

Im Baselbiet versteigert eine Privatperson momentan die Autonummer BL 118. Begehrt scheint die Kombination aber nicht zu sein: Bislang gibt es noch kein Gebot.

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Zum Startpreis von 60'000 Franken wurde das Kennzeichen BL-118 auf der offiziellen Online-Auktionsplattform der MFK Baselland zur Versteigerung freigegeben. Noch gibt es kein Gebot. «Baselbieter sind vernünftige Menschen, sie zahlen nicht horrende Beträge wie in anderen Kantonen», sagt der Leiter der MFK, Pascal Donati, gegenüber der bz Basel. In anderen Kantonen fliessen für besonders begehrte Kennzeichen sogar sechsstellige Summen. So hat ein Bieter im Februar diesen Jahres bei der Auktion für das Nummernschild «ZG 10» 233'000 Franken bezahlt. Eingegangen waren insgesamt 101 Gebote. «Queens007» lautete das Pseudonym des Bieters, der anonym bleiben wollte. Mit dem Bieter «satoshinakamoto» lieferte er sich einen Showdown. «ZG 18» ging für 128'000 Franken weg. Hier wurden 96 Gebote abgegeben. Auch hier hatte «Queens007» das Höchstgebot abgegeben. Weiter zu «ZG 63», der dritten zweistelligen Nummer, die angeboten wurde. Versteigert wurde diese für 63'000 Franken, eingegangen waren 63 Gebote. Auch hier übertrumpfte «Queens007» seine Mitbieter. Der Kanton Zug versteigerte damals erstmals Autonummern, da er rote Zahlen schrieb. Am Donnerstag. 8. Februar ging es los mit der Auktion. Geendet hatte sie am Mittwoch, 14. Februar. In einer weiteren Auktion seien auch Wunsch-Nummern und Schnapszahlen zur Versteigerung gelangt. Der bisherige Rekordhalter wurde vom Thron gestossen: Für «VS 1» zahlte ein Fan 160'100 Franken. Zuvor war der Rekordhalter «SG 1»: Diese Nummer kam für 135'000 Franken weg. Auch für «TI 10» wurden 135'000 Franken gezahlt.

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Wer jetzt schon auf der Suche nach einem ganz speziellen Weihnachtsgeschenk ist, könnte hier fündig werden: In einer offiziellen Online-Auktion der Motorfahrzeugkontrolle (MFK) Baselland versteigert eine Privatperson ihre Autokontrollnummer BL 118 – die Notrufnummer der Feuerwehr. Ein Schnäppchen ist diese mit einem Startgebot von 60'000 Franken jedoch nicht.

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Bis jetzt gibt es auch noch keinen Bieter. Ob es an der Höhe der Summe oder am mangelnden Interesse liegt, ist unklar. «Private können die Höhe des Startpreises selbst festlegen», erklärt MFK-Leiter Pascal Donati gegenüber der «bz Basel». Bei der Auktion, die am Montagmorgen begonnen hat, sind Steigerungen zudem nur in 100-Franken-Schritten erlaubt.

«Baselbieter zahlen nicht so horrende Beträge»

Kurzstellige und besondere Kennzeichen lässt sich so mancher in der Schweiz etwas kosten. So wurden für das Walliser Kennzeichen VS 1 160'100 Franken hingeblättert. War diese Summe bis Anfang Jahr der nationale Spitzenreiter, wurde sie im Februar von ZG 10 mit 233'000 Franken abgelöst. An dritter Stelle steht ZH 987 mit 152'400 Franken.

Das solche Summen geboten werden glaubt Donati allerdings nicht: «Baselbieter sind vernünftige Menschen, sie zahlen nicht horrende Beträge wie in anderen Kantonen», erklärte er der Zeitung. Die bisher höchste Summe im Baselland wurde mit 34'000 Franken für das Kennzeichen BL 7 bezahlt. Sollte sich für BL 118 also noch ein Käufer finden, wäre der bisherige Rekord eingestellt. Die Auktion läuft noch bis Sonntag, 9. September, 20 Uhr.

«Wollen verhindern, dass die Leute zu Ebay gehen»

Die private Versteigerung von Autokennzeichen ist schweizweit nur in zwei Kantonen möglich. Neben Baselland bietet auch Thurgau sein Online-Auktionssystem dafür an. Gegen eine Übertragungsgebühr könne das Kennzeichen dann an Drittpersonen verkauft werden.

Laut der bz besitzen 18 Kantone das Tool zur Online-Versteigerung. Ob auch private Versteigerungen zugelassen würden, hänge aber von der Politik ab. «Wir stellten dieses Tool zur Verfügung, weil wir verhindern wollten, dass bei Ebay oder auf anderen Portalen BL-Kontrollschilder versteigert werden», wird Donati von der Zeitung zitiert.

Privatversteigerungen kostenfrei

Die Plattform sei ein Bedürfnis, weil die Leute darauf Nummernschilder nach ihren Bedingungen anbieten könnten. Provisionen für Privatversteigerungen verlangt der Kanton nicht: «Das ist auf unserer Plattform kostenfrei. Der Halter zahlt lediglich eine ordentliche Abgabe für die Übertragung der Nummer», bestätigt Donati auf Anfrage von 20 Minuten. Momentan seien das 140 Franken. Für den neuen Fahrzeugausweis würden dann nochmal 50 Franken fällig.

Der Kanton Baselland versteigert dreistellige Autonummern im eigenen Besitz ab 2000 Franken. Zweistellige Nummern werden ab 3000 Franken, die noch begehrteren einstelligen Nummern ab 4000 Franken angeboten.

(sis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mariella am 05.09.2018 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .. für was?

    ....dies zahlen nur die Reichen im Kanton Zug. Was bringt mir eine tiefe Nummer? Gehe ich luieber in die Ferien.

  • Rolf stegmüller am 05.09.2018 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    schild

    von mir aus gehört dass eh verboten dass der Stadt noch zusätzlich gelt verdient an Schilder .und auch noch dass der Kanton vorgibt wie viel Radar Bussen im jähr eingenommen werden muss .gehört auch verboten .

    einklappen einklappen
  • Barfüesser am 05.09.2018 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diä Bosler

    Eher müssten sie MIR 60000.- zahlen, damit ich mit einer Basler-Nummer rum fahr!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Te Rasse am 10.09.2018 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Aber jeder Tag steht ein Trott.. auf

  • SueR am 09.09.2018 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    nicht gewusst?

    Checkt eigentlich einer dieser Kommantarschreiber, dass die tiefe Nummer eigentlich eine Art Hilfe war? Bei tiefen Nummern schloss man früher auf Fahrerfahrung.

  • Bebbi am 06.09.2018 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht verzagen, Streller fragen

    Es ist doch so einfach, kein BL hat soviel Geld, aber Fragen Sie mal bei Streller nach, er hat schon für grösseren Schwachsinn Geld ausgeben

  • Martial2 am 06.09.2018 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fährt das Auto dann besser?

    Wenn man zuviel Geld hat oder dermassen blöde ist, dann warum nicht?

  • Tom am 06.09.2018 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schadenfreude

    selberschuld, übertreib noch mehr. hoffe der wird sie nur im 3 stelligen bereich los.