Wegen Feinstaub

12. Dezember 2019 17:38; Akt: 12.12.2019 17:38 Print

Ein Drittel weniger Feuerwerk zu Silvester

Das Basler Silvesterfeuerwerk wird der Umwelt zuliebe erstmals gekürzt. Die Organisatoren setzen dafür auf eine musikalische Überraschung.

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Der Klimanotstand wirkt sich auf das Basler Silvester-Feuerwerk aus: Um die Feinstaub-Belastung zu senken, fällt das Spektakel dieses Jahr weniger üppig aus als bisher. Das bedeutet konkret, dass das Feuerwerk um ein Drittel reduziert wird. Der Lichtzauber wird dieses Jahr aus weniger Bildern bestehen als bisher und statt 21 nur noch 16 Minuten dauern. Man habe jedoch nicht ganz auf das Spektakel verzichten wollen, weil es immer wieder viel Begeisterung auslöse, hiess es. Zusätzlich gesteigert wird die Attraktivität des Feuerwerk dieses Jahr durch eine musikalische Überraschung entlang des Rheinbords. Auch in Zürich macht die Klimadebatte nicht vor dem Silvesterfeuerwerk halt. Das gesamte Fest soll dieses Jahr zum ersten Mal klimaneutral durchgeführt werden. Ueli Heer, Sprecher des Silvesterzaubers, sagt, dass neu zum Beispiel sämtliche CO2-Emissionen über die Organisation Myclimate berechnet und kompensiert würden – dazu gehörten unter anderem die Anreise der Besucher und das Feuerwerk. Als Grund für diese Massnahme gibt Heer die Klimadiskussion an. «Wir wollen uns vor diesem Thema nicht verschliessen und unseren Beitrag dazu leisten», sagt der Sprecher. Man rechne damit, mehrere Tausend Franken spenden zu können. «Wir hoffen, dass wir trotzdem noch schwarze Zahlen schreiben werden», so Heer. Mit den bisherigen Festen habe man sich knapp in diesem Bereich bewegt. Dass wegen der Klimafrage auf ein Feuerwerk verzichtet worden wäre, stehe im Moment nicht zur Diskussion. «Das Feuerwerk zieht die Leute an. Ohne ein solches Besuchermagnet hätten wir mit finanziellen Problemen zu kämpfen», so Heer.

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Der Klimanotstand wirkt sich auf das Basler Silvester-Feuerwerk aus: Um die Feinstaub-Belastung zu senken, fällt das Spektakel dieses Jahr weniger üppig aus als bisher.

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Der Jahreswechsel wird dieses Jahr in Basel bereits zum 20. Mal mit einem weitgehend von Privaten finanzierten Feuerwerk gefeiert. Statt das Publikum mit einer besonders prächtigen Jubiläumsausgabe zu verwöhnen, setzen die Organisatoren jedoch ein «Zeichen bei der Umweltverträglichkeit», teilte das Basler Präsidialdepartement am Donnerstag mit.

Das bedeutet konkret, dass das Feuerwerk um ein Drittel reduziert wird. Der Lichtzauber wird dieses Jahr aus weniger Bildern bestehen als bisher und statt 21 nur noch 16 Minuten dauern, wie Sabine Horvath, Leiterin Aussenbeziehungen und Standortmarketing im Präsidialdepartement, auf Anfrage sagte.

Ganz verzichten wollte man nicht

Feuerwerke sind wegen ihrer Umweltbelastung nicht unbestritten. Laut Horvath entfallen auf sie je nach Witterung zwei bis drei Prozent der übers Jahr gemessenen Feinstaub-Belastung. Man habe jedoch nicht ganz auf das Spektakel verzichten wollen, weil es immer wieder viel Begeisterung auslöse, sagte Horvath.

Mit dem Anliegen, die Umwelt dennoch zu schonen, fanden die Behörden bei den Organisatoren laut Horvath offene Ohren. Zusätzlich gesteigert wird die Attraktivität des Feuerwerk dieses Jahr durch eine musikalische Überraschung entlang des Rheinbords beidseits des Rheins zwischen Klingentalfähre und mittlerer Brücke.

Das Feuerwerk beginnt in der Silvesternacht traditionsgemäss um 00.30 Uhr. Finanziert wird das 50'000 bis 60'000 Franken teure Spektakel vom Basler Uhren- und Schmuckhändler Michele Parini, vom Hotel Les Trois Rois sowie vom Grand Casino Basel. Einen Beitrag leistet auch der Swisslos-Fonds Basel-Stadt.

Besinnliche Feier auf dem Münsterplatz

Die traditionelle besinnliche Feier findet wiederum auf dem Münsterplatz ab 23.30 Uhr statt. Zwischen 23.45 Uhr und 23.55 Uhr wird das alte Jahr mit der grossen Glocke des Martinsturms ausgeläutet. Alle Glocken der Stadt läuten danach das neuen Jahr ein.

Zum Feuerwerk am Rhein und zur Silvesterfeier auf dem Münsterplatz erwartet das Präsidialdepartement erneut tausende Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region. Nach dem Feuerwerk bieten die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) spezielle Spätfahrten an.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Helge Schneider am 12.12.2019 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Heute am Bahnhof

    15:30 Uhr. Taghell. Die Lichter brennen. Und das gibts zig tausendfach. Das liebe Leute ist Umweltverschnutzung (für die Dummen, es braucht Energie.)!

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  • Fredi Loong am 12.12.2019 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Drittel weniger Greta

    Dem Klima zuliebe, okay. Im Gegenzug könnte Greta ihre Medienpräsenz um einen Drittel reduzieren.

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  • Nicole am 12.12.2019 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Überflüssig

    Kein Feuerwerk an Sylvester. Das ist nicht unsere Tradition. Es reicht wenn am 1. August Feuerwerk abgefeuert wird, von autorisierten Personen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Agentusa am 13.12.2019 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir sind Träumer

    Tja da spart ihr ein bisschen Staub ein und gerade eben brach ein Vulkan aus mit einer riesen Staubwolke. So viel einsparen könnt ihr Jahrhunderte lange nicht, also am besten verzichtet gleich auf das Feuerwerk wenn ihr etwas machen wollt. Ansonsten ist es nämlich egal, ihr könnt nichts einsparen, so ein Vulkanausbruch wirbelt viel mehr Staub in die Umwelt und dagegen können wir nichts machen.

    • Beobachter am 13.12.2019 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Agentusa

      Wir können aber etwas dagegen machen, dass nicht noch mehr Staub in der Luft ist...

    • M.S. am 13.12.2019 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Agentusa

      Feuerwerk in der Silvesternacht finde ich absolut überflüssig.

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  • Trubadur65 am 13.12.2019 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Verzicht ?

    Wie wäre es, wenn man ganz auf Feuerwerk verzichten würde ?

    • Tom am 13.12.2019 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Trubadur65

      Das wäre nichts.

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  • Feuer Karl am 13.12.2019 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feuerwerk muss sein!

    Wir haben dieses Jahr zusammengelegt, es stehen uns 5 tausend Franken zur Verfügung. Die Kinder freuen sich schon massiv auf das Feuerwerk. Das bisschen Staub nehmen wir in kauf. Ich hoffe schon lange auf eine Erwärmung des Klimas. Wir brauchen keinen Winter.

  • Uschle am 13.12.2019 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drohnen

    Dass Geknalle dem Tier zu Liebe abschaffen, finde es braucht es nicht, mit Drohnen ein Ballet im Himmel wäre effizienter, aber vielleicht zu teuer?

    • Urs vom Umweltschutz am 13.12.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

      @ Uschle

      Dronenshows sind sowas von langweilig. Und was die Akkus für Strom brauchen will ich garnicht erst reden. Und wer sein Tier was gutes tun will schafft sich erst garkeins an. Sorry so hart das klingen mag, aber für mich sind eingesperrte Tiere (Auch wenn sie Auslauf haben) einfach Traurige Tiere. Ein Hund war ein Wolf, der lebt mit Artgenossen zusamemn und nicht mit Menschen. Nur das Herrchen ein Tier hat? Schade um die Tiere. Früher waren es Nutztiere. Die Haus bewacht haben oder bei der Jagt geholfen haben Heute sind es nur noch Zuchttiere. Und was die für CO2 verbrauchen mit Nahrung

    • Gerry Berry am 13.12.2019 11:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs vom Umweltschutz

      Sie verbrauchen auch zu viel co2. Übrigens das Schreiben hier kostet auch co2, also in Zukunft unterlassen danke.

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  • Cristina am 13.12.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    haha...

    Was nützt das wenn privat geballert wird als gäbe es kein morgen mehr? Nichts!!