28. Oktober 2005 00:15; Akt: 28.10.2005 00:16 Print

Ein Toter nach Schiesserei: War es eine Familienfehde?

Mit Schüssen und Schlägen wurde am Mittwochabend in der Feldbergstrasse ein 65-jähriger Türke getötet. Hintergrund ist vermutlich eine Familienfehde.

Fehler gesehen?

Der Getötete war zuvor mit Mitgliedern seiner Familie in der Sichtbar-Unsichtbar zu Gast. Als der Mann um 22 Uhr heraustrat, fielen von der Matthäuskirche her fünf Schüsse. Der 65-Jährige wurde getroffen. «Er versuchte sich im Eingang zu verstecken», sagte ein Augenzeuge. «Dann haben die Angreifer mit einem Schlagstock auf ihn eingeschlagen.» Es seien drei Männer beteiligt gewesen.

Der Mann starb trotz Reanimationsversuchen durch den Notarzt noch am Tatort. Die von Anwohnern alarmierte Polizei sperrte die Gegend sofort weiträumig ab. Kurze Zeit später konnte der mutmassliche Schütze, ein 41-jähriger Türke, gefasst werden. «Wir haben konkrete Hinweise auf einen zweite Person», so Kriminalkommissär Peter Gill. Es sei eine Sonderkommission eingesetzt worden. Gill: «Das Ganze sieht im Moment nach einer Familienfehde zwischen zwei rivalisierenden Clans aus.»

Dies bestätigt indirekt ein Besucher eines Imbissladens gegenüber: Angreifer und Mitglieder der Familie des Opfers hätten sich bereits um sechs Uhr früh geprügelt. Nicht zum ersten Mal: Bereits vor zwei Jahren habe es eine kräftige Schlägerei gegeben.

(cde)