Basel

27. Juni 2019 11:52; Akt: 27.06.2019 16:36 Print

Mädchen pflanzt tödliches Kraut in Schulgarten

Eigentlich sollte ein Kräutergarten vor dem St.-Johann-Schulhaus angelegt werden. Einer Schülerin gab die Gärtnerei aber den hochgiftigen Blauen Eisenhut, den sie auch anpflanzte.

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Das Mädchen hatte keine Ahnung, was sie da in die Erde setzte. Laut der «Basler Zeitung» händigte die Gärtnerei der Drittklässlerin das als Eisenhut beschriftete Gewächs aus, ohne ein Wort über dessen Giftigkeit zu verlieren.

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So landete der Blaue Eisenhut im Kräutergarten der Primarschule St.-Johann neben Salbei, Thymian und Basilikum. Unter den essbaren Kräutern wucherte eines der giftigsten Gewächse Europas. Es enthält unter anderem das Gift Akonitin, das ab einer Dosis von fünf Milligramm bei Erwachsenen einen Herzstillstand herbeiführen kann. Laut Forschern soll sich Kleopatra mit dem Gift das Leben genommen haben.

«Kraut sofort entfernt»

Die Mutter der Schülerin habe die Giftpflanze erkannt, als sie ihr gezeigt wurde und informierte die Schule, so Simon Thiriet, Sprecher des Erziehungsdepartements. «Das Kraut wurde noch am gleichen Tag entfernt», sagt er.

Laut Thiriet habe man den Kindern in der Gärtnerei Pflanzen auf zwei Tischen zur Verfügung gestellt. Das Mädchen habe sich den Eisenhut aber unbemerkt von einem dritten Tisch geschnappt.

Mutter bemängelt die Reaktion der Schule

Gegenüber der BaZ kritisiert die Mutter, dass man ihr Anliegen in der Schule nicht ernst genommen habe. «Hätte ich mich von den Lehrern abwimmeln lassen, dann würde der Eisenhut noch heute im Kräutergarten wachsen», wird sie in der Zeitung zitiert. Simon Thiriet widerspricht dieser Aussage, da noch gleichentags gehandelt wurde.

Laut der BaZ entschuldigte sich die Schule bei der Frau: «Falls zu irgendeinem Zeitpunkt der Mutter das Gefühl vermittelt wurde, dass ihr Anliegen nicht ernst genommen wurde, dann entschuldigen wir uns dafür.»

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas F am 27.06.2019 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Komische Mutter

    Das Kind klaut eine Pflanze in der Gärtnerei und die Schule ist schuld, ich denke eher die mangelnde Erziehung. Es war ja klar definiert welche Pflanzen genommen werden dürfen, die Gärtnerei kann ja nicht alle Pflanzen zerstören nur weil ein paar Kinder keine Anweisungen befolgen können.

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  • Christ am 27.06.2019 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fotos

    Die Fotostrecke ist interessant aber die Pflanze hätte mich mehr interessiert als das Gebäude...1-2 Bilder mehr von der Pflanze wäre etwas hilfreicher gewesen.

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  • Grosi am 27.06.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeit

    Willkommen in der realen Welt. Unsere Eltern obwohl beide berufstätig haben uns beigebracht was giftige und ungiftige Pflanzen sind. Man hat sich in der wenigen Freizeit die einem zur Verfügung stand den Kindern Allgemeinwissen beigebracht. Heute ist es leider vielmals so, dass Eltern ihr Handy und ihre persönliche Freizeit wichtiger sind, statt mit den Kindern in Wald etc. auf Erkundigungstouren gehen. Trotzdem ein gefährlicher Fehler von den Verantwortlichen. Sie vergessen dass die Schulbehörde in der heutigen Zeit Kinder erziehen, betreuen, weiterbilden etc. dürfen. Ironie

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Word am 27.06.2019 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Widersprüchlicher Artikel!!

    In der Unterschrift steht, die Gärtnerei GAB der Schülerin den Blauen Eisenhut. Bei dem Bilderbeschreib steht aber, das sich die Schülerin die Pflanze einfach vom Tisch schnappte. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das eine Gärtnerei einem Kind eine giftige Pflanze für den Kräutergarten mitgibt. Das ist im schlimmsten Fall schon versuchter Mord.

  • Urs am 27.06.2019 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Winter machts

    Eigentlich hat das Mädchen noch "Glück" gehabt, dass der Eisenhut gewachsen ist. Normalerweise braucht der sehr viel Kälte, damit der Samen keimt

    • Mambuehl am 27.06.2019 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs

      die Pflanze wurde als Stock mitgenommen nicht als Samen. somit fällt das mit dem keimen weg

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  • Xerjbdfhjbk am 27.06.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Grübel grübel

    Diese Pflanze ist nur giftig wenn man ihre Blätter isst. Und da müsste mann schon 3-4 Blätter essen. Klar hat sie im Kräutergarten nichts verloren .... Aber wer hat nicht zugehört und irgend etwas anderes gemacht? Und später wundert man sich warum man mit der Schule keine Ausflüge mehr macht... sind ja immer alle anderen schuld nur nicht der oder die die es gemacht haben...

    • .jfkfj am 27.06.2019 18:08 Report Diesen Beitrag melden

      Jxkfj

      Ach ja sie Blätter, es sind die Blüten.

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  • alfmir am 27.06.2019 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schulbildung wo....

    Basel Stadt ist ja schon länger bekannt, dass seine Lehrkräfte wenig Ahnung von der "Botanik" haben..! Jetzt auch noch dies mit den hochgiftigen Pflanzen...Denn für das was in der Schule passiert, sind die, welche unterrichten und sonst niemand verantwortlich..

  • Bruno Broccoli am 27.06.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Don't panic!

    Der blaue Eisenhut ist in der Natur sehr verbreitet, z.B. bei Wanderungen auf den Alpen sehr häufig anzutreffen. Auch in unseren Gärten und Pärken wachsen viele Giftpflanzen. Wenn der Eisenhut plötzlich im Kräutergarten einer Schule, sollte er einfach von den Betreuern umgehend entfernt und danach als Giftpflanze der Klasse vorgestellt werden. Das Schüler oder sämtliche Eltern über die Giftigkeit Bescheid wissen, kann heutzutage sicher nicht erwartet werden.