Euro-Airport

26. September 2018 13:27; Akt: 27.09.2018 20:54 Print

Erdogans «fliegender Sultanspalast» in Basel

Rätsel um einen Jumbo-Jet mit illustrer Geschichte: Was machte das umstrittene Luxus-Geschenk des Emirs von Katar an den türkischen Präsidenten Erdogan in der Schweiz?

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Die Schenkung einer Boeing 747-8 des Emirs Tamim bin Hamad von Katar an den türkischen Staatschef Erdogan sorgte für viel Wirbel. Jetzt berichtet die «Basler Zeitung», dass der Luxus-Flieger zuvor längere Zeit am Euro-Airport bei der Firma Amac Aerospace stand: Diese ist darauf spezialisiert, Grossraumflugzeuge in fliegende Luxustempel zu verwandeln.

Die türkische Abgeordnete Gamze Tascier twitterte in dem Zusammenhang, ein Vertreter aus der Schweiz habe den Verkauf einer Boeing 747-8 bestätigt. Das wurde nun dementiert: «Amac Aerospace war beauftragt, einen Käufer für das Flugzeug zu finden. Mit der Schenkung des Flugzeugs durch den Besitzer wurde das Mandat von uns jedoch beendet», sagt Mediensprecher Stefan Mathys auf Anfrage der Zeitung.

Flugzeug wurde in Basel gewartet

Der Jumbo-Jet des Emirs soll – exquisit ausgestattet mit Konferenzsaal, Krankenstation, Badezimmer und mehreren Schlafräumen – einen Wert von 340 Millionen Euro haben. Sie ist 76 Meter lang und wurde für 76 Passagiere und 18 Crew-Mitglieder umgerüstet.

Laut Mathys wurde die Maschine in Basel gewartet, um die internationalen Flugrichtlinien jederzeit erfüllen zu können. «Amac Aerospace bietet grundsätzlich Leistungen für den Innenausbau von Grossraumflugzeugen an – auch von der Grösse einer B 747-8. Das besagte Flugzeug aus Katar wurde aber nicht von uns ausgestattet», wie der Sprecher der Zeitung erklärte.

(sis)