Lauwil BL

22. Juni 2009 22:14; Akt: 22.06.2009 21:17 Print

Erster Whisky-Brenner der Schweiz feiert Jubiläum

von Lukas Bertschmann - Im Baselbiet wird seit einer Dekade ausgezeichneter Whisky gebrannt. Das Destillat kommt auch international an.

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Als erster Schweizer überhaupt begann der heute 77-jährige Ernst Bader vor zehn Jahren, Gerstenmalz zu Whisky zu brennen. Zur Feier des Jubiläums füllt der Landwirt am 1. Juli auf seinem Hof Holle in Lauwil den Jubiläums-Whisky in Flaschen ab: Es sind die rund 200 Liter aus Fass Nummer drei, die mit sechseinhalb Jahren der älteste Tropfen sind. «Vom ersten Jahrgang Holle-Whisky ist schon länger nichts mehr übrig», schmunzelt Bader.

Nach dem Ersten Weltkrieg war es in der Schweiz bis 1999 verboten, aus Getreide und Kartoffeln Hochprozentiges zu brennen. Heute machen rund ein Dutzend Schweizer der Whisky-Grossmacht Schottland Konkurrenz. «Vor zehn Jahren fragten sich einige, was das für Spinner sind, die da gegen schottischen Whisky antreten wollen», erinnert sich Fritz Etter von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung.

«Schottische Whiskys gibt es genug. Ich habe meine eigenständige Definition», so Bader, der selbst noch nie in Schottland war. Holle-Whisky schätzen viele: Nebst regionalen Kennern und einem Grossverteiler beliefert Bader auch internationale Kundschaft. Aktuell wickelt der Familienbetrieb eine Bestellung aus Malaysia ab.