Baustellenstadt-Basel

09. Juli 2014 10:02; Akt: 10.07.2014 11:25 Print

Es wird gebaut, gesperrt – und beschwichtigt

In Basel wird zurzeit an fast jeder Ecke gebaut. Das Nachsehen haben Auto- und Tramfahrer. Das Tiefbauamt aber lobt die Bauarbeiten und sagt, anderswo sei es schlimmer.

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Die Bauerei in Basel nimmt nicht ab. Etliche Strassen sind bereits für den Tram-, Bus- und Individualverkehr gesperrt. Darunter die Elisabethenstrasse, die seit vergangenem Montag bis 31. August gesperrt ist, weil die Tramgleise erneuert werden. Ebenso an der Elsässerstrasse, wo das 11er-Tram umgeleitet und durch Busse ersetzt wird, wie die BVB am Montag mitteilten. Auch aufs Bruderholz fahren die Trams wegen Bauarbeiten beim Tellplatz derzeit nur jeweils in eine Richtung. Insgesamt sind laut BVB-Mitteilung während den Sommer-Schulferien Teilstrecken der Linien 1, 2, 6, 11, 14, 15 und 16 betroffen.

Bereits seit August 2013 wird zudem am neuen Autobahn-Anschluss Basel-Rheinhafen gebaut, der 2015 fertiggestellt sein soll. Noch ein Jahr länger dauert dies an der Rheinuferpromenade St. Johann vor dem Novartis Campus. Nach deren Fertigstellung soll die Promenade laut einer am Mittwoch verschickten Mitteilung des Verkehrsdepartements Fussgängern und Velofahrern als attraktive Verbindung von und nach Huningue dienen.

Weniger Stau als in Zug

Das für den Strassenbau zuständige Amt beliess es aber nicht bei einer Mitteilung, sondern lud Journalisten und Fotografen zu einer Baustellen-Tour (siehe Bildstrecke oben). Dadurch sollte aufgezeigt werden, wie wichtig die Bauarbeiten für Basels Entwicklung sind. Weil Baustellen wegen Verkehrsbehinderungen, Sperrungen, Lärm und Einschränkungen für die Anwohner unbeliebt seien, sei es wichtig aufzuzeigen, weshalb sie erforderlich sind, sagt André Frauchiger, der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit beim Tiefbauamt. «Eine einwandfrei funktionierende Infrastruktur mit einer hohen Verfügbarkeit ist das Rückgrat einer prosperierenden Stadt. Davon profitieren sowohl deren Bewohnerinnen und Bewohner als auch Industrie und Gewerbe.»

Eine kürzlich erschienene Studie der Credit Suisse zeige, dass es in Basel weniger Stau habe als in anderen Städten. «Basel ist nach Zürich und Genf bevölkerungsmässig die drittgrösste Stadt, aber bezüglich täglicher Autostaus nicht auf dem dritten, sondern erst auf dem zehnten Platz, nach verschiedenen kleineren Schweizer Städten wie beispielsweise Zug», so Frauchiger.

(huf/20 Minuten)