Wegen ZH-Nummernschild

28. Februar 2019 16:57; Akt: 28.02.2019 16:57 Print

FCB-Hools verwüsten Auto von Basler Hockeyspieler

Nach dem Training fand EHC-Basel-Stürmer Michael Lanz sein Auto in fahrunfähigem Zustand vor. Unbekannte hatten die Scheiben stark zerkratzt und «FCB» in die Tür geritzt.

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«Es ist einfach mühsam», ärgert sich Michael Lanz. Der 21-jährige Stürmer des EHC Basel-Kleinhüningen musste am vergangenen Montag feststellen, dass Vandalen an seinem Auto gewütet hatten. Während er im Training war, hatte er es auf einem Parkfeld für Spieler abgestellt – wie schon die ganze Saison.

«Bis jetzt ist noch nie etwas passiert», erzählt Lanz. Bis jetzt. Bis am Montagabend die Unbekannten sich sein Auto als Ziel ihrer Zerstörungswut aussuchten. Die Scheiben seien laut seiner Versicherung dermassen zerkratzt gewesen, dass der VW Golf nicht mehr fahrtüchtig war, so Lanz.

Waren es FCB-Chaoten?

Neben den beschädigten Scheiben hinterliessen die Vandalen auch den eingeritzten Schriftzug «FCB» in der Fahrertür. Lanz vermutet, dass sein Auto gezielt beschädigt wurde, weil es das einzige mit einem Zürcher Nummernschild war.

Nicht nur ist Sachbeschädigung ein Delikt, auch haben die Täter jemanden geschädigt, der für Basel alles gibt. Lanz spielte 2018/19 seine erste Saison für den EHC in der MySports-League, traf in 27 Spielen fünfmal für seine Farben und lieferte zehn Assists. Das Team schaffte es gar in die Playoffs.

Für den aus dem Kanton Zürich stammenden Basel-Legionär ist der Gewaltauswuchs ein schlechter Dank für seinen Einsatz. «Ich habe hier bis jetzt sonst keine negativen Erfahrungen gemacht. Die Aktion war einfach dumm», sagt er.

Täter werden kaum zur Rechenschaft gezogen

Dass die Verantwortlichen gefasst werden, glaubt Lanz nicht. Immerhin bleibt er nicht auf dem Schaden sitzen: «Es ist zum Glück von der Versicherung gedeckt und ich habe jetzt einen Ersatzwagen», sagt er.

«Wir finden solche Sachbeschädigungen völlig inakzeptabel», sagt EHC-Präsident Daniel Schnellmann auf Anfrage. Er weist aber darauf hin, dass der Verein keine Vorverurteilungen gegenüber Personen machen möchte. Wer hinter der Tat steckt, ist schliesslich noch unbekannt.

(las)