Armut in Basel

29. April 2010 21:57; Akt: 29.04.2010 20:55 Print

Familie muss mit 26 Franken auskommen

von Jeanne Dutoit - Trauriger Spitzenplatz für Basel: Die Quote der Sozialhilfeempfänger ist hier schweizweit am höchsten. Eine Ausstellung zeigt den Alltag der Armen.

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Knallrote Ausstellungsobjekte laden auf dem Theaterplatz zur Diskussion über Sozialhilfe ein. (Bild: jd)

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Die Zahl ist erschreckend: 6,1 Prozent der baselstädtischen Bevölkerung lebt von Sozialhilfe. Rolf Maegli, Leiter Sozialhilfe Basel-Stadt, relativiert die Quote: «Die Statistik ist irreführend, da sie nicht soziologisch geführt wurde. Wir sind ein Stadtkanton, den man nicht mit Uri vergleichen kann.»

Obwohl Basel-Stadt schweizweit das höchste Volkseinkommen hat, kommt ein Teil der Bevölkerung nur knapp über die Runden. «Eine vierköpfige Familie muss mit 26 Franken Sozialhilfe pro Tag auskommen», sagt Maegli. Für wenig Geld kann man aber verbilligte Nahrungsmittel und Kleidung in den beiden Caritas-Läden kaufen. «Unsere Einkaufsmöglichkeiten werden rege genutzt», so Caritas-Geschäftsführer Christoph Bossart. «Viele der Kunden sind arbeitslos und auf solche Angebote angewiesen.»

Arbeitslosigkeit ist nur einer der Gründe, die Menschen in die Sozialhilfe abrutschen lassen. «Leute mit gesundheitlichen Problemen, Alleinerziehende und solche, die keine gute Bildung genossen haben, gehören zur Risikogruppe», so Maegli. Letztes Jahr konnten immerhin 647 von total 3647 Arbeitslosen eine Stelle vermittelt werden.

In der Elisabethenkirche und auf dem Theaterplatz findet bis Montag eine Ausstellung zum Thema Sozialhilfe in der Schweiz statt.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ulf Benz am 30.04.2010 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch SP

    ...viel SP und Grüne = viele Sozialfälle. Das Klientel muss sich ja gegenseitig unterstützen. "Ali" wählst du uns SP - wir helfen dir mit "gut Sozialhilf und kannst bringen alli Kind" So die neue Werbebotschaft der SP

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  • Besserwisser am 30.04.2010 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst mich raten...

    ... die meisten leben im Kleinbasel? Das ist dann wohl die vielbesungene gelungene Integration von Guy Morin.

  • Chris von Swiss am 30.04.2010 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Basel

    kann sich das leisten, ist doch kein Problem...Hauptsache wir sind weltoffen und multikulturell!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Manuela am 02.05.2010 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin schweizerin...

    ... und beziehe sozialhilfe. da ich auf kurzzeit arbeite und mir das geld so nicht reicht, beziehe ich zusätzliche unterstützung vom sozialamt. wieso vom sozi und nicht vom RAV?! weil ich schon zu lange nicht mehr 100% arbeite und deshalb krieg ich keine Ergänzungsleistungen vom RAV. Nicht hier gleich jeden und alles verurteilen und selber keinen Plan haben wenn ich bitten darf!!

  • Supercat am 02.05.2010 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Die sind ja so arm

    diese sogenanten armen wisse gar nicht was wirkliche armut ist. in der schweiz ist arm wer sich kein 50000.-- fr. auto leisten kann, keine 4-zi dachwohnung im grünen, zwei mal luxusferien im jahr müssen schon sein musik und reitunterricht sind selbstverständlich für den nachwuchs und dann noch mindesten 4 handys pro familie, ja das sind die armen in CH. nur die wirklich armen die getrauen sich gar nicht zu jammern, denn die sind zu stolz. zum teufel mit der kuscheljustiz zum teufel mit der human-tradition, mit iv-schmarotzern und sozihilfe empfändern die BMW fahren

  • Extra am 01.05.2010 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    und dazwischen?

    Es gibt auch Personen, z.B. junge Familien, die leben grad dazwischen das heisst, sie haben zuwenig zum Leben aber zuviel für die Sozialhilfe. Diese Schicht ist ebenfalls besonders arm dran, fällt aber nicht in die Sozialstatistik. Ansonsten wäre diese um einiges höher.

  • Bruno Hochuli am 01.05.2010 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wärs mit Geld für Arbeit??

    Überall Litering, dreckige Uferböschungen,wie wäre es wenn jeder Staatshilfeempfänfer einen gewissen Abschnitt sauber halten müsste und dafür einen Beitrag bekommen würde? Als nur die Daumen zu drehen und auf Hilfe zu warten. Ist doch eine Idee, oder?

    • P.S. am 02.05.2010 13:32 Report Diesen Beitrag melden

      Arrogant

      Diese Arroganz von diesem Kommentar ist unglaublich, ich suche seit fünf Jahren eine neue Stelle, ich bin seit fünf Jahren arbeitslos, ich bewerbe mich in der ganzen Schweiz, ich bin nicht von der Sozialhilfe und nicht von der IV abhängig aber schon über 50 Jahre alt.

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  • Stephan Rudin am 01.05.2010 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wer glaubts ?

    Miete wird bezahlt, Krankenkasse wird bezahlt,Strom und Wasser wird bezahlt,Brille wird bezahlt,Zahnarzt wird bezahlt.Kleider werden bezahlt und der Anwalt wird bezahlt !