Basel

16. März 2011 22:52; Akt: 20.03.2011 10:15 Print

Fasnacht 2011: «Es hett gfägt»

von Tamara Funck - Die «drey scheenschte Dääg» sind vorbei. Die Fasnächtler schauen auf einen sonnigen Jahrgang zurück.

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Die Basler Fasnacht 2011 ist Geschichte – und Petrus ein richtig lieber Waggis: Noch selten waren die «drey scheenschte Dääg» so sonnig und warm. «Unter den Larven wurde es sehr heiss, wir haben extrem geschwitzt», sagt Schüler Christian (16) aus Reinach, der als Waggis durch die Stadt zog und Leute mit Räppli stopfte. Vor allem am Montagnachmittag zeigte sich Basel wie im Märchenbilderbuch. Die Sonne schien bei warmen 17 Grad und die Fasnächtler genossen den Cortège bei bester Laune. «Es hett gfägt» – das hat das diesjährige Motto der Basler Fasnacht schon richtig vorweggenommen. Und auch gestern liessen sich die Fasnächtler trotz bewölktem und regnerischem Wetter nicht die Stimmung vergraulen. Claudia und Raffael von der Spezi Clique sind sich einig: «Egal bei welchem Wetter, wir feiern immer!»

Für die «drey scheenschte Dääg» kamen die Zuschauer nicht nur aus Basel und der restlichen Schweiz, sondern von überall. Wie zum Beispiel Chatwalee aus Thailand: «Ich möchte auch eine Laterne auf meinem Kopf», lacht sie, zeigt auf die pompösen Larven und tanzt hin und her zu einer vorbeiziehenden Guggenmusik. Heute um 4 Uhr morgens erklangen die letzten Töne: «Ändstraich» und die Fasnächtler schlängelten sich langsam aus den Gässli zurück nach Hause. Am 27. Februar 2012 beginnt die nächste Fasnacht.

Salathé im Fasnachtsfieber
SF-Moderatorin Nicole Salathé kennt man normalerweise vom «Kulturplatz» – an der Basler Fasnacht war sie ­bisher nur eine von vielen «Pfiffern». Seit letztem Sommer gehört Salathé aber zum Fasnachts-Comité und erlebte jetzt erstmals die «drey scheenschte Dääg» als Mitorganisatorin: «Es ist schon etwas anderes, ­so dabei zu sein», sagt Salathé, «einfach genial!»

Am Cortège gestern grüsste sie die Cliquen, Guggen und Wagen und überreichte ihnen Blumen. «Das hier ist wie das Dessert», sagt auch Kollegin Corina Christen, die als erste Frau vor zwölf Jahren ins Comité eintrat, «die viele Arbeit wird mit so einer schönen Fasnacht belohnt.» Salathé macht gerne etwas für die Stadt Basel – und Piccolo spielt sie immer noch: «Wir gehen heute Nacht gässle», sagt die Baslerin. Bis zum «Ändstraich» um 4 Uhr hält sie aber nicht durch. «Ich brauche meinen Schlaf», lacht sie.