Bub in Basel getötet

13. Dezember 2019 10:10; Akt: 13.12.2019 11:31 Print

Killerin von Ilias (7) ist schuldunfähig

Im März 2019 wurde ein 7-jähriger in Basel von einer Frau niedergestochen. Nun ist das Strafverfahren abgeschlossen.

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Am St.-Galler-Ring im Basler Gotthelf-Quartier erinnert ein Meer von Blumen und Kerzen an die Bluttat. Eine Petition verlangt nun, dass dort eine Gedenktafel an das Schicksal von Ilias erinnern soll. «Er lässt uns traurig und in ewiger Erinnerung an ihn zurück», schreibt die Familie in der Todesanzeige. Der Bube wurde am 23. März im Kosovo beigesetzt. Beigesetzt wurde das Opfer im Rahmen des Mittaggebets am Samstag um 12 Uhr. Die Beerdigung fand in der Stadt Gjilan im Kosovo statt. Laut einem Trauergast haben sich rund 500 Trauernde vom Opfer verabschiedet. «Alle weinten und waren sehr traurig.» «Ich habe noch nie eine so traurige und emotionale Beerdigung erlebt», sagte eine Teilnehmerin. Laut Jetmira Avdili, einer karitativen Helferin aus Solothurn, musste die Familie teure Tickets bezahlen. Ein Post ruft zum Spenden auf. Jetmira Avdili arbeitet für die Organisation Only Ten For a Better World. Er wurde am Donnerstag auf offener Strasse auf brutale Art und Weise getötet. Der 7-jährige I.M. wurde von einer Frau niedergestochen. «Es geht uns ganz schlecht», sagt seine Mutter einen Tag nach der Tat. Emi Salahi hat via Facebbok für Samstag zum Trauermarsch für den getöteten 7-jährigen I.M. aufgerufen. «Ich hatte in den Medien über die schreckliche Tat erfahren und war so erschüttert, dass ich irgendwie helfen wollte», sagt er. Der Marsch soll am Samstag in Basel um 14 Uhr beginnen. «Ich würde gern mit den Teilnehmern vom Schulhaus Gotthelf zum Tatort am St. Galler Ring laufen und dort Kerzen anzünden und Blumen niederlegen», erklärt Salahi. Einen Tag nach der unbegreiflichen Bluttat ist der Tatort am St. Galler-Ring mit Blumen und Trauerbekundungen übersät. Beim St. Galler-Ring in Basel wurde am Donnerstag ein 7-jähriger Bub erstochen. Am Freitagmorgen legen Menschen am Tatort Blumen nieder. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Auch Schulkinder trauern um den 7-Jährigen, der von einer 75-jährigen Schweizerin erstochen worden sein soll. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Am Freitagmorgen markiert die Polizei vor dem Schulhaus Präsenz. Die 75-jährige Frau hatte sich am Donnerstagabend der Polizei gestellt und angegeben, den Jungen angegriffen zu haben. Bei dem getöteten handelt es sich um einen Kosovo-Albaner. Der Schüler wurde auf offener Strasse getötet. Kurz darauf stellte sich eine 75-Jährige Schweizerin der Polizei. Die Klassenlehrerin fand den Buben, der schwere Verletzungen im Halsbereich aufwies. Die 75-Jährige griff den 7-Jährigen in der Nähe des Gotthelf-Schulhauses an. Der 7-Jährige wurde notfallmässig ins Spital eingeliefert, erlag aber seinen schweren Verletzungen. Die Frau meldete sich bei der Polizei. Am Tatort werden Blumen niedergelegt. Blumen und Kerzen am Tatort. Auch Schulkinder legen Blumen nieder. Weshalb es zur Bluttat kam, ist noch völlig unklar. «Wir sind sehr darauf angewiesen, dass sich Zeugen bei uns melden», sagt die Polizei und die Basler Staatsanwaltschaft.

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Seit sie den 7-jährigen Ilias im St.Galler-Ring in Basel niedergestochen hat, befand sich A.F. in Untersuchungshaft. Nun ist das Strafverfahren wegen Mordes abgeschlossen. Gestützt auf ein psychiatrisches Gutachten liegt eine Schuldunfähigkeit vor, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilt. Sie beantragt deshalb die Verwahrung der 75-jährigen Schweizerin.

Am 21. März 2019 wurde Ilias auf dem Heimweg von der Schule attackiert. Plötzlich tauchte eine ältere Frau auf und stach auf ihn ein. Dabei erlitt der 7-jährige Kosovo-Albaner schwere Verletzungen am Hals, denen er später im Spital erlag.

Geständnis per SMS

Die mutmassliche Täterin A.F. hatte sich nach dem Angriff in Richtung Schützenmattpark entfernt. Mittels SMS teilte sie mehreren Personen und Institutionen mit, dass sie ein Kind getötet habe.

Zwar löschte sie die Nachricht wieder, jedoch folgte kurz nach der der Tat ein neues SMS, das an zahlreiche Personen versandt wurde. Darin heisst es: «Hoi ihr Lieben. Habe ein Kind getötet, damit ich mein Eigentum zurückbekomme. Stelle mich der Polizei und übernehme die Verantwortung, sofern ich nicht als Staatsfeind umgebracht werde.»

(kat)