Liestal BL

12. Dezember 2011 21:40; Akt: 12.12.2011 21:58 Print

Frau vergiftete ihren Sohn

von Jonas Hoskyn - Eine 33-jährige Baselbieterin brachte wegen eines Streits mit dem Ex-Mann ihr Kind mit Medikamenten fast um. Trotzdem lebt der Bub wieder bei seiner Mutter.

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Die Mutter gab dem Kind die Medikamente Lioresal...

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Um sich einen Vorteil im Sorgerechtsstreit zu verschaffen, gab die Baselbieterin Sarah F.* ihrem dritten Kind 2008 eine Tablette Ritalin. Anschliessend fuhr sie mit dem zweieinhalbjährigen Bub ins Spital, wo die Ärzte das Medikament feststellten. Der Vorfall wurde dem Ex-Mann angelastet, worauf sein Besuchsrecht eingeschränkt wurde. Nach einem erneuten Krach wollte F. dreieinhalb Monate später ihren Ex-Mann mit der gleichen Taktik erneut belasten. Sie besorgte sich in der Apotheke das muskelentspannende Medikament Lioresal, das ihr Ex-Mann einnimmt: ­Dieser ist seit einem Verkehrsunfall querschnittsgelähmt. Bei dem knapp Dreijährigen wirkten die zwei bis drei ver­abreichten Tabletten fatal: Der Zustand des Kleinkindes verschlechterte sich rapide, im Spital fiel er sogar ins Koma. Doch die Mutter schwieg eisern. Stattdessen versuchte sie sich ein Alibi zu verschaffen.

Ab heute steht Sarah F. wegen versuchten Mordes vor ­Gericht. Darauf stehen mindestens zehn Jahre Gefängnis. Ihr Verteidiger sagte gegenüber der Zeitung «Sonntag», F. habe ihr Kind nicht verletzen wollen. Er hofft auf eine Bewährungs­strafe für seine Mandantin – vor allem weil die Kinder nach einem ­einjährigen Heimaufenthalt wieder bei ihrer Mutter und deren Partner leben. Die Familie sei in therapeutischer Behandlung.

*Name geändert

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dani maa am 13.12.2011 00:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    schweizer gesetz... traurig dieser arme Junge

  • Walter am 13.12.2011 03:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre es ein Mann...

    Wer es der Vater gewesen wäre wohl einiges mehr passiert. Nur wird in der Schweiz seit Jahren mit verschiedenen Massstäben gemessen... Die Leidtragenden sind immer die Kinder, genauso wie in diesem Fall hier und das ist das Traurige. Feministinnen sind doch einfach egoisten, welche nicht einmal Rücksicht auf Kinder nehmen, Hauptsache selbst frei!

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  • Peschä am 13.12.2011 01:54 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm!

    Schlimm, wie skrupellos diese Frau gegen ihren Ex-Mann vorgeht und dabei sogar die Gesundheit ihres Kindes massiv gefährdet! Von versuchtem Mord würde ich in so einem Fall nicht sprechen. Die schwere Vergiftung des Kindes war wohl eher ein "Unfall". Nichts desto trotz kann man sich nur schwer vorstellen, dass das Kind bei ihr gut aufgehoben ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfred Brand am 14.12.2011 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    geht es eigentlich noch ???

    Genial; eine Frau erschlägt ihren Mann mit dem Bügeleisen; Freispruch. Eine Tochter erschiesst ihren Vater gnadenlos und kaltblütig; Freispruch. Eine Mutter bringt ihr Kind fast um, nur um dem Ex-Mann zu schaden. Das Kind lebt wieder bei ihr. Wäre der Mann wirklich Täter gewesen, er dürfte sein Kind nur noch auf Fotos anschauen. Bin mal auf das Urteil gespannt.

  • Minni am 13.12.2011 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Das ist doch einfach krank! Wieso dürfen sich Mütter einfach alles erlauben? Wieso haben Väter keine Rechte? Und wieso übertragen Eltern ihre Streitigkeiten immer auf die Kinder? Der Mann kann doch die Kleinen trotzdem sehen, auch wenn die Frau ein offensichtlich grosses Problem mit ihm hat. Es sind trotzdem seine Kinder.

    • Beatrix am 14.12.2011 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      Hetzjagd

      Der Vater nimmt sich mit dieser Hetzkampagne wohl genug "Recht", ohne dabei an seine Kinder zu denken. Er will ja jetzt ins Rampenlicht und überlegt sich auch schon wie er aus dem allem Kapital schlagen kann. Tolle Vaterliebe!

    • Rico am 15.12.2011 17:56 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig!

      Ja Minni, es ist wirklich krank, wie die Rechte der Väter massivst mit den Füssen getreten werden!

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  • Connie Daniels am 13.12.2011 05:06 Report Diesen Beitrag melden

    Beaengstigend

    So geht das also in der Schweiz? Musst nur die richtigen Medis nehmen und dem Ex-Partner pfusch in die Schuhe schieben und schon hast deine Kinder zurück! Komische Gesetze habt ihr da... bin immer mehr froh diesen Irrsinn verlassen zu haben und meine Kinder nicht dieser Kuscheljustiz ausgeliefert sind.

  • War on Drugs am 13.12.2011 05:01 Report Diesen Beitrag melden

    Neben der Rabenmutter

    wäre es auch nötig , die Verantwortlichkeit der Hersteller solcher Gift abzuklären. Wenn so gefährliche Substanzenderart unkontrolliert in Umlauf sein können; soll man sich fragen woran dies liegt?

  • Walter am 13.12.2011 03:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre es ein Mann...

    Wer es der Vater gewesen wäre wohl einiges mehr passiert. Nur wird in der Schweiz seit Jahren mit verschiedenen Massstäben gemessen... Die Leidtragenden sind immer die Kinder, genauso wie in diesem Fall hier und das ist das Traurige. Feministinnen sind doch einfach egoisten, welche nicht einmal Rücksicht auf Kinder nehmen, Hauptsache selbst frei!

    • hohlkopf am 14.12.2011 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      Was wissen denn Sie eigentlich?

      Sie haben ja wieder gar keine Ahnung von gar nix! Was soll der doofe Ausspruch -Hauptsache selbst frei- ? Bevor Sie etwas schreiben informieren Sie sich doch einfach richtig.

    • Marco am 14.12.2011 14:10 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt

      Da stimme ich voll und ganz zu. Die Schweiz ist leider ein feministisches Land.

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