Basel

02. Februar 2020 10:49; Akt: 02.02.2020 16:12 Print

Frau wird auf Heimweg vergewaltigt

Am Samstagmorgen wurde eine junge Frau an der Basler Elsässerstrasse Opfer eines Sexualdelikts. Die beiden Täter sind flüchtig.

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Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft ergaben, dass die junge Frau am Voltaplatz in Basel um 7.20 Uhr aus dem Tram Linie 14 ausstieg. Zwei unbekannte Männer sprachen sie an und begleiteten die Frau zu Fuss durch die Elsässerstrasse Richtung Innenstadt. Als sich die Frau vor dem Wohnort verabschieden wollte, hielt sie einer der Männer plötzlich fest während der andere Mann die Frau vergewaltigte.

Die Männer flüchteten danach in Richtung Voltaplatz. Eine sofortige Fahndung blieb erfolglos. Gesucht werden zwei unbekannte, kleinere Männer mit dunkler Kleidung. Einer trug eine Brille. Gemäss Angaben des Opfers soll es sich um portugiesische Staatsangehörige handeln. Die Frau habe nach der Tat eigenständig die Polizei informiert, so Kriminalkommissär René Gsell.

Haben Trampassagiere Vergewaltiger gesehen?

Gsell bestätigt, dass die Frau an der Elsässerstrasse wohnt. Die Elsässerstrasse ist eine rund 1,5 Kilometer lange Strasse im Grossbasel, die vom St. Johanns-Tor bis zur französischen Grenze nach St. Louis führt. Gesäumt wird sie von vielen Geschäften, Cafés und einem Park. Es ist nicht auszuschliessen, dass das Opfer mit den Tätern beobachtet wurde. Auch Gsell geht davon aus, dass die Täter gesehen wurden, etwa im Tram, wo die Männer die Frau angesprochen haben, oder spätestens, als sie sich vom Tatort entfernten.

Parallelen mit Vergewaltigung im Spätsommer 2018

Der aktuelle Fall erinnert an eine Vergewaltigung im Spätsommer 2018. Damals wurde eine Frau zwischen 18 und 19 Uhr am belebten Rheinbord ebenfalls von zwei Männern attackiert. Einer hielt das Opfer fest, während sein Kollege die Frau vergewaltigte. Der Tatort ist um diese Zeit belebt. Damals hatte niemand etwas von dem Verbrechen mitgekriegt. “Wir gehen nicht davon aus, dass die beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben, klären den Zusammenhang im Laufe der Ermittlungen aber natürlich ab», so Gsell.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft (Tel. 061 267 71 11) oder mit der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen.

(jd)