Basel

12. Januar 2020 22:21; Akt: 14.01.2020 10:14 Print

Fuchs auf Streifzug mitten in der Grossstadt

Auf einem Video ist zu sehen, wie ein Fuchs gelassen über den Messeplatz in Basel spaziert. Begegnungen mit wilden Tieren in der Stadt sind keine Seltenheit.

Hier schlendert der Fuchs über den Messeplatz in Basel. Ein Leser-Reporter hat den Moment aufgenommen. (Video: Telebasel)
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Ein kurzer, gelassener Blick nach rechts, und schon spaziert der Fuchs mitten auf dem Messeplatz in Basel weiter, als hätte er nichts Besonderes gesehen.

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Der Basler Cyrill Rappo hat den Moment auf Video festgehalten, als er in einer Dezembernacht auf sein Tram wartete, berichtete Telebasel. Es sei alles ziemlich schnell gegangen, schilderte der 26-Jährige gegenüber dem Regionalsender: «Als er mich sah, hat er mich kurz angeschaut und ging wieder davon.»

Im Gegensatz zum Tier war der Basler von der nächtlichen Begegnung beeindruckt: «Ich habe mich gewundert, dass ich den Fuchs überhaupt in der Stadt antraf. Ich habe noch nie ein solches Tier so nahe gesehen, geschweige den in der Stadt.»

Wildtiere erobern die Stadt als Lebensraum

Toprak Yerguz, Mediensprecher vom Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt, bestätigte gegenüber Telebasel, dass es sich bei dem Vierbeiner auf dem Video tatsächlich um einen Fuchs handelt. «Die Populationsbestände von Füchsen variieren stark. Daher können die Fuchsbestände jährlich ändern», sagt er zur Zahl der Füchse in der Region. Grund dafür seien oftmals Krankheiten und Seuchen, wie die Fuchsräude, die eine Fuchspopulation stark reduzieren können. Nach Einschätzung der Fachleute bewegten sich die Bestände derzeit aber im normalen Bereich.

Tatsächlich seien Wildtiere in Basel keine Seltenheit: «Sie haben die Stadt schon seit längerer Zeit als Lebensraum erobert», sagt Yerguz. Ein anderer Fuchs hatte im August auf dem Bruderholz sogar den Tramverkehr blockiert.

Der Rotfuchs ist an Stadträndern keine Seltenheit mehr. Am urbanen Leben schätzt der Allesfresser das reichhaltige Nahrungsangebot. Der Wildhund gilt als äusserst anpassungsfähig. Ein Streifzug mitten durch die City dürfte aber aussergewöhnlich sein. Ausflüge in die Stadt sind für das Tier aber nicht ungefährlich. Erst im vergangen September musste ein Rotfuchs, der sich in einen Innenhof verirrt hatte, getötet werden.

Beobachten, aber ja nicht füttern

Die Kantonspolizei erhalte dabei immer wieder Meldungen von Fuchssichtungen, generell habe die Zahl der Meldungen aber in den letzten Jahren etwas abgenommen. «Möglicherweise, weil die Bevölkerung mittlerweile eine Fuchssichtung in der Stadt als normal empfindet», erklärt Yerguz.

Obwohl die Wildtiere also inzwischen Teil der Stadt sind, gelte es trotzdem dringend, sich an die Verhaltensregeln im Umgang mit ihnen zu halten. Sie sollten so belassen werden, wie sie sind: «Nicht anfassen, nicht anlocken, keinesfalls anfüttern und keinesfalls mit nach Hause nehmen», führt Yerguz aus und fügt an: «Natürlich dürfen sie aber beobachtet werden.»

Wenn ein Wildtier doch einmal Hilfe benötige, dann merke man das beispielsweise an einem aggressiven oder orientierungslosem Verhalten. Denn normalerweise würden sie einem bewusst aus dem Weg gehen. «Solche Sichtungen sollten uns immer gemeldet werden, damit dem Tier umgehend geholfen werden kann», so Yerguz.


Ende Oktober wurde in Delémont ein Fuchs auf dem Bahnhofsperron gesichtet. (Video: Leser-Reporter)

(mhu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pfefferminze am 13.01.2020 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wildschweine in Basel

    Hatte dieses Wochenende ein Erlebnis mit einer Horte Wildschweine in Basel sie haben Zäune Stützen für Büsche und Stangen ausgerissen und abgebrochen Hochbeete und Steinkörbe umgeworfen Schrifttafeln der Kinder aus den Beeten gerissen und herumgeworfen das meiste waren Arbeiten von Schülern und Freiwilligen die Freude am Gärtnern haben. Die Wildschweine waren zweibeinig und vermutlich betrunken. Da wäre mir so ein Fuchs doch 1000mal lieber gewesen.

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  • L.P. am 12.01.2020 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Herz für Tiere

    Tiere haben auch ein Recht auf Leben. Die wachsende Überbevölkerung nimmt ihnen immer mehr Lebensraum weg.

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  • bemove am 12.01.2020 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gross ist anders

    in welchem Land ist diese Grossstadt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 13.01.2020 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    GROSSSTADT

    Basel ist keine Grossstadt, sondern das Städtchen am Rhein, wo Fuchs und Hase gutenacht sagen

  • Stine am 13.01.2020 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Lieber mehr vierbeiner in der Stadt als zweibeiner die unnötig hier sind.

  • ätschibätschi am 13.01.2020 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosstadt?

    Kam gerade von Kairo aus den Ferien zurück. 3x soviele Einwohner wie die gesamte Schweiz. DAS ist eine Grosstadt

  • Kurt Basler am 13.01.2020 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Foxy

    Der Messeplatz in Base ist nachts auch eine sehr einsame oede Gegend..

  • S.Box am 13.01.2020 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kurze Strecke

    Ja wo sollen diese armen Tiere noch hin? Man nimmt ihnen den ganzen Lebensraum! Die lange Erlen in Basel ist nicht weit von der Stadt, da können Wildtiere gerne mal auf Futtersuche in die Stadt gehen! Speziell Wochenende gibt es genug Abfälle. Hat sich bei den Tieren umgesprochen!