Tramdebakel

02. Juli 2014 10:43; Akt: 02.07.2014 12:09 Print

GPK wirft BVB-Aufsicht Totalversagen vor

Die Geschäftsprüfungskommission des Basler Grossen Rats kommt zum Schluss, dass bei der Führungskrise der BVB die Aufsichtsorgane massive Fehler gemacht haben.

storybild

Haben sich beim Führungsskandal der BVB nicht mit Ruhm bekleckert: Der neue BVB Verwaltungsratspräsident und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP) erhielten von der GPK eine Schelte. (Bild: 20 Minuten/bro)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Aufsicht über die Basler-Verkehrsbetriebe (BVB) hat auf allen Ebenen versagt: Zu diesem Schluss kommt die Geschäftsprüfungskommission des Basler Grossen Rats (GPK) in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht zur Führungskrise, die im vergangenen Jahr die BVB erschüttert hatte.

Die GPK wirft der Regierung respektive dem für die BVB zuständigen Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) vor, die Aufsicht über die BVB grob vernachlässigt zu haben. BVD-Chef Hans-Peter Wessels habe sich in erster Linie auf Informationen des inzwischen abgetretenen Verwaltungsratspräsidenten Martin Gudenrath verlassen und Hinweise von anderen Seiten ignoriert.

VR: Unkritisches Kopfnickergremium

Scharfe Kritik übt die GPK aber auch am Verwaltungsrat der BVB: Anstatt für die korrekte Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen zu sorgen, habe das Gremium seine Sorgfaltspflicht verletzt. Unkritisch sei es dem Ex-Verwaltungsratspräsidenten und dem inzwischen fristlos entlassenen BVB-Direktor gefolgt.

Dass der Verwaltungsrat die «gravierenden Vorkommnisse» bei den BVB erst im Sommer 2013 thematisierte, habe sie erstaunt, hält die GPK fest. Gemäss der Kommission soll nun geprüft werden, ob die Voraussetzungen für eine Organhaftung gegeben sind.

(lha/sda)