Rekord-Juni

31. Juli 2014 10:30; Akt: 03.08.2014 11:21 Print

Gasparini hat so viel Glace verkauft wie nie

von Lukas Hausendorf - Der Basler Glaceproduzent Gasparini war im Juni bei Schleckmäulern so gefragt wie noch nie. Auch dank gelungener Expansion in die übrige Schweiz und neuen Kreationen.

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Handmade in Basel: Gasparini-Glaces fanden im Juni reissenden Absatz. Auch der nasse Juli vermag dem Konzern die Bilanz nicht zu verhageln. (Bild: Martin Graf)

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In Basel kennt jedes Kind die Zolli-Cornets aus der Münchensteiner Glacemanufaktur Gasparini. Mittlerweile stossen die handgemachten Gelati auch in der Restschweiz auf Anklang. So sehr, dass im Juni ein Rekordabsatz erzielt wurde. So fanden im bisher schönsten Sommermonat 50'000 Liter Glace ihren Weg in die nach Abkühlung lechzenden Mäuler. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Erfolg des ehemaligen Familienbetriebs, der 2002 von der gaw Arbeits- und Wohnintegration übernommen wurde, ist bemerkenswert. «Der Schweizer Glacemarkt schrumpft seit 2003», sagt Betriebsleiter Leo Peterhans. Dennoch gelänge es Gasparini stetig zu wachsen.

Neue Geschmäcker für neue Kunden

Den Erfolg hat der Nischenplayer im Schweizer Glacemarkt natürlich in erster Linie seinen Produkten zu verdanken. Und da scheint man den Geschmack der Kundschaft mit neuen Kreationen zu treffen. Im Winter habe man elf neue Produkte kreiert. Dazu zählen unter anderem eine Pepita-Glace und ein Latte-Macchiato-Lutscher. Auch das Biosortiment wurde auf fünf Sorten erweitert.

Die neuen Geschmäcker gehen aber offenbar nicht auf Kosten der alten Produkte. «Der Bananen-Schoko-Lutscher ist immer noch unsere Nummer eins», so Peterhans. «Die Neuheiten im Sortiment haben neue Glace-Liebhaber gefunden.»

Erfolgreiche Expansion

Auch fernab der Region Basel finden die handgemachten Glaces aus Münchenstein immer mehr Anhänger. Letztes Jahr wurden erstmals Abnehmer in Zürich gefunden. Mittlerweile hat Gasparini aber auch Kunden in Graubünden und Grossisten vertreiben die Gelati in Bern und St. Gallen.

Die positive Entwicklung habe Gasparini auch nötig, sagt Peterhans. Der Juli ist nämlich alles andere als ein Wonnemonat. Zwar liege man im Budget, aber das Geschäft mache man nur im Sommerhalbjahr. Dann geht der Löwenanteil der rund 300'000 Liter Glace, die dieses Jahr etwa produziert werden, über den Tisch.