Basel-Stadt

21. Juli 2016 13:50; Akt: 21.07.2016 17:18 Print

Gewitter – Grenzwache holt Schwimmer aus Rhein

Ein Sommergewitter tobte am Mittwochabend über Basel. Dennoch blieben viele Schwimmer im Rhein – laut Experten ein lebensgefährliches Unterfangen.

Ein Sommergewitter tobte am Mittwochabend über Basel. Dies hinderte viele Schwimmer nicht daran, weiter im Rhein zu baden.
Zum Thema
Fehler gesehen?

Dunkle Wolken zogen am Mittwoch gegen 21 Uhr über Basel auf und die Hitze entlud sich in einem heftigen Gewitter. Blitze, Donner und kleine Sturmböen fegten über die kurz zuvor noch sommerlich anmutende Rheinpromenade. Während ein Grossteil der Sonnenanbeter unverzüglich unter Brücken und Bäumen vor dem Regen Schutz suchte, unterliessen es einige Schwimmer, den Rhein zu verlassen.

Umfrage
Würden Sie bei einem Gewitter das Wasser verlassen?
91 %
2 %
7 %
Insgesamt 1551 Teilnehmer

Das Boot der Grenzwache, die an jenem Abend für die Rheinpatrouille verantwortlich war, reagierte augenblicklich und begann mit warnendem Signal-Licht, die Wagemutigen aus dem Wasser zu weisen. «Es gehört zu unseren Aufgaben, dafür zu sorgen, dass Leute in gefährlichen Situationen, etwa während eines Gewitters, ihren Schwumm auch wirklich unterbrechen», sagt Jasmine Blum, stellvertretende Sprecherin der Grenzwachtregion Basel. «Die Leute sehen zwar, dass es gewittert, nicht alle kommen aber auch aus dem Wasser. Wenn wir als Sicherheitsorgan den Leuten sagen, sie sollen wieder an Land kommen, kommen sie der Aufforderung aber nach», so Blum.

Kein Gefahren-Bewusstsein

Die Schweizer Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) warnt davor, während Gewittern im Rhein zu schwimmen. «Das ist ganz klar lebensgefährlich», so SLRG-Präsident Christian Senn. «Wenn der Blitz ins Wasser einschlägt, findet eine elektronische Entladung statt. Ein Stromschlag kann beim Schwimmer dann zu einem Herzstillstand oder Kreislaufkollaps führen.» Das Gefahrenbewusstsein jener Schwimmer, die sich am Mittwochabend trotz Gewitter den Rhein hinuntertreiben liessen, sei nicht eben ausgeprägt. Am Ende sei jedoch jede Person, die im Rhein bade, für sich selber verantwortlich.

(jd)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Praktiker am 21.07.2016 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt... wir habens nicht im Griff

    ich wurde 1981 auf einer Bergwanderung vom Blitz getroffen. Ich hab davon allerdings erst viel später etwas mit bekommen. Ich war augenblicklich bewusstlos. Wahrscheinlich der schnellste Tod. Allerdings hatte ich danach erhebliche Probleme und war 2 Mte nicht arbeitsfähig. Noch heute werde ich vor einem Gewitter nervös und kann in der Nacht während einem Gewitter nicht schlafen. Ich habe grossen Respekt vor den Naturgewalten...

    einklappen einklappen
  • Manuel am 21.07.2016 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenverantwortung?

    Wir lernten als kleine Kinder, dass Gewitter und Wasser ein No Go ist! Eigentlich ist es einfach nett von der Grenzwache / Polizei die SchwimmerInnen aus dem Wasser zu schicken. Schliesslich ist jeder für sich alleine verantwortlich, wenn und wann er den Bach ab schwimmt! Wohl auch mit dem Wissen, dass keiner Lust hat, jemanden später aus dem Rechen zu fischen.

  • peter lötscher am 21.07.2016 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gewitter

    ich hatte ein erlebniss als ich noch ein kind war damals schlug ein bltz in eine hochspannungs leitung zirka 300 meter abstand ich ging danach nach dem kleinsten gewittergrollen sofort in mein zimmer und versteckte mich unter meiner bettdecke das hatt sehr lange gedauert bis ich dieses erlebniss verdaut hatte heute sagt mann das sei ein trauma das zuerst verarbeitet werden müsse aber damals wurde ich noch ausgelacht wegen den ängsten ja damals peter aus däniken

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Auslandschweizer am 24.07.2016 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst Sie dort die brauchen den KICK

    Wieso muss Ihr sowas tun jeder hat Selbst eine verantwortung.

  • Chrigeli am 23.07.2016 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Blitzeinschlag in Metallbügel-BH

    Als ich in Holland lebte, hat es mich damals sehr überrascht, in der Zeitung zu lesen, dass ein Blitz in den Metallbügel eines Büstenhalters einschlug. Seitdem ziehe ich den BH aus, wenn sich ein Gewitter zusammenbraut und ich unterwegs bin.

    • Dr. Knutson am 23.07.2016 12:33 Report Diesen Beitrag melden

      kein Metall

      Am sichersten ist wahrscheinlich eh nackt - also vor dem Blitzeinschlag ;)

    einklappen einklappen
  • Martin am 22.07.2016 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Korinthen

    "Elektronische" Entladung? Da muss ich nun doch schmunzeln. Elektrisch oder elektrostatisch - ja. Aber sicher nicht elektronisch.

  • B-Mobil am 22.07.2016 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Retter in Gefahr...

    Durch das unvorsichtige Verhalten haben die Schwimmer auch die Retter in die Gefahr mit hineingezogen. Schwimmen lassen...später kommt dann ja der Rechen. Dasselbe gilt im Stechelberg für die, die über die Wand jumpen und dann unter dem Schnee liegen bleiben. Die SAC muss diese dann suchen und holen. Ich meine dies nicht böse. Aber wer so sehr die Gefahr sucht - der soll auch die Konsequenen selber tragen. Wieder etwas mehr Selbstverantwortung könnte dev. nicht schaden! Wünsche es guets Tägli.

  • Maximilian, HSG am 21.07.2016 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    physikstudent

    Die polizisten hatten wohl einen fenster platz ind der schule. Der blitz schlägt immer beim höchsten punkt ein. Bei einem fluss, ist es also sehr viel wahrscheindlicher das er am ufer einschlägt als im wasser. Kommt nun allerdings ein polizei boot mit antennen, radar usw auf dem dach vorbei steigen die chancen, dass der blitz auf demm boot einschlägt, bzw über das regenwasser in denn fluss gelangt. (auf demm see ist es natürlich was anderes)

    • Nobody am 22.07.2016 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      Welche Physikstunde ?!

      Und du hattest wohl einen Platz an der Wand mit schönen Bildern zum Träumen? Ach so, die Antenne ist dann höher als das hohe Ufer. Und da der See der höchste Punkt ist, schlägt er ja auch dort ein und nicht auf einem Schiffchen?! Und dann kann man ja in der Badi (Freibad) ja auch im Wasser bleiben, weil es dort sicher ist, da es ja vielfach Bäume darum hat ?!?

    • Fischli am 25.07.2016 14:00 Report Diesen Beitrag melden

      eeem...nai

      emm..schön wers.. Am Turnfest in Thun hat er auch nicht in den hochsten Punkt eingeschlagen, sondern einfach so auf der Wiese!!... 100m neben uns... das mit dem höchsten punkt stimmt definitiv nicht !!!!!

    einklappen einklappen