Wahlen 2015

18. Oktober 2015 19:47; Akt: 18.10.2015 20:20 Print

Glückliche Graf – doppelte Buser-Pleite

Im Kanton Basel-Landschaft stehen die Zeichen auf Kontinuität. Alle Parteien verteidigten ihre Mandate. Gewinner und Verlierer gab es dennoch.

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Im Vorfeld der Wahlen deuteten die nationalen Prognosen und Trends noch darauf hin, dass die Grünen im Kanton Baselland um ihren Sitz bangen müssten. Bei den Landratswahlen im Februar verlor die Partei noch vier Prozent. Am Sonntag ging ihre Nationalrätin Maya Graf aber erneut als Siegerin vom Platz. Die ehemalige Nationalratspräsidentin schaffte mit dem besten Einzelergebnis aller Kandidaten mit 36'043 Stimmen glanzvoll die Wiederwahl.

Nicht nur die Grünen konnten ihr Mandat verteidigen. Auch Elisabeth Schneider-Schneiter darf weitere vier Jahre nach Bern pendeln, wie auch Daniela Schneeberger (FDP), Eric Nussbaumer, Susanne Leutenegger Oberholzer (beide SP) und Thomas de Courten (SVP). Den zweiten Sitz der SVP besetzt Sandra Sollberger, die für den nicht mehr angetretenen Christian Miesch in die grosse Kammer nach Bern zieht. Sollberger gehört seit 2011 dem Kantonsparlament an.

Im Baselbiet machten 87'941 Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,81 Prozent.

FDP verpasste ihr Wahlziel

«Wir von den Grünen haben alles in die Waagschale geworfen», sagte die überglückliche Maya Graf am Sonntag. Man sei mit der besten Liste aller Zeiten angetreten, erklärt sie das «überragende Ergebnis». Ihre Partei konnte gegenüber 2011 auch ihr Stimmenpotenzial halten. Das gelang der SP nicht, die über 17'000 Parteistimmen einbüsste, aber dennoch ihre beiden Mandate halten konnte. Zulegen konnte hingegen die SVP die im Baselbiet rund 12'000 Parteistimmen mehr holte.

Gewonnen hat auch die FDP, die allerdings keinen zweiten Sitz in Bern erobern konnte, was erklärtes Ziel der Partei war. In den Reihen der Freisinnigen war auch der einzige Verlierer des Tages: Christoph Buser. Der Direktor der einflussreichen Baselbieter Wirtschaftskammer scheiterte gleich doppelt. Als Ständeratskandidat gegen Claude Janiak und als Nationalratskandidat. «Die Bisherigen schienen für mich heute unantastbar, trotz Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die ich für mich ausnutzen wollte», erklärte sich Buser den Misserfolg.

(cs/lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eduard J. Belser am 21.10.2015 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht Biene Maya!

    Gut gemacht Biene Maya!

  • Thomas Wanner. am 18.10.2015 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Undankbar.

    Herr Buser hat sich so schön geschniegelt, und trotzdem reichz nicht - die Wähler sind undankbar.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Eduard J. Belser am 21.10.2015 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht Biene Maya!

    Gut gemacht Biene Maya!

  • Thomas Wanner. am 18.10.2015 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Undankbar.

    Herr Buser hat sich so schön geschniegelt, und trotzdem reichz nicht - die Wähler sind undankbar.

    • Babelsieter am 20.10.2015 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas Wanner.

      Es fehlt eben die Krawatte, sonst hätte es ziemlich sicher gereicht ;)

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