Volle Spitäler

05. Januar 2017 16:38; Akt: 05.01.2017 16:38 Print

Grippevirus legt so viele Basler flach wie nie zuvor

Das Universitätsspital Basel verzeichnet diesen Winter überdurchschnittlich viele Grippe-Patienten. Laut Experten ist dies jedoch erst der Anfang.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Region Basel leidet unter einer anhaltenden Grippewelle. Die gemeldeten Fälle haben sich laut einem Bericht der «Basellandschaftlichen Zeitung» seit vergangener Woche verdoppelt. Von 80 Grippepatienten pro 100'000 Einwohner stieg die Zahl bereits auf 176, zeigen Zahlen des Bundes.

Umfrage
Hatten Sie diese Saison bereits die Grippe?
45 %
40 %
15 %
Insgesamt 1716 Teilnehmer

Das Universitätsspital Basel spricht in der «Tageswoche» von Rekordwerten. Zurzeit würden mehr Grippefälle verzeichnet als zum selben Zeitpunkt im Spitzenjahr 2015. Es sei keineswegs übertrieben, aufgrund einer Grippe das Spital aufzusuchen: «Eine schwere Influenza ist eine potenziell tödliche Erkrankung», so Sprecher Martin Jordan. Im Unispital starben 2015 elf Personen daran. Das Personal arbeite zurzeit rund um die Uhr verstärkt. Von einer schnellen Besserung der Situation kann zurzeit nicht ausgegangen werden.

«Grippe trifft Patienten wie ein Blitz»

Dies bestätigt Philip Tarr, Co-Chefarzt und leitender Arzt der Infektiologie und Spitalhygiene am Bruderholzspital. Er geht davon aus, dass es bis Ende Februar noch massiv mehr Fälle geben wird. «Aussergewöhnlich ist, dass die Häufung der Grippefälle schon deutlich vor Weihnachten und Neujahr begonnen hat, also zwei bis drei Wochen früher als in den letzten Jahren», sagt er. Trotz der düsteren Prognose handle es sich beim diesjährigen Erreger jedoch nicht um einen besonders aggressiven Virus.

Grippaler Infekt oder Grippe?

«Nicht jeder, der erkältet ist, hat eine Grippe», betont Apotheker Andreas Tempini von der Basler Anfos-Apotheke. Unterscheiden müssen Patienten zwischen dem grippalen Infekt, der sich schleichend äussere, und der Grippe, die «wie ein Blitz aus heiterem Himmel» einschlägt. Ist die Influenza einmal ausgebrochen, rät Tempini, das Fieber zu behandeln, zu ruhen und ganz viel zu trinken. Nach sieben bis zehn Tagen ist das Schlimmste meist vorbei. «Dann braucht der Mensch jedoch noch zwei Wochen Erholung, weil er während dieser Zeit anfällig für andere Erkrankungen ist, beispielsweise eine Lungenentzündung», so Tempini.

(jd)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bürogummi am 05.01.2017 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Seuchenschleudern

    Kinder gehen mit Fieber in Kita, Kindergarten, Schule und die Erwachsenen ins Büro. Die Klimaanlagen erledigen dann den Rest

    einklappen einklappen
  • antonzum am 05.01.2017 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung an alle

    Basler, wünscht ein netter Zürcher. Bis zum Morgenstreich am 2. März solltet ihr alle wieder fit sein!

    einklappen einklappen
  • Realist am 05.01.2017 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage

    Die Antwort: "Kann sein, ich war jedoch nicht beim Arzt" ist originell, da die allermeisten mit einer echten Influenza zum Arzt gehen. Leider gibt es viel zu viele "Scheingrippe-Kranke", die mit 37,5 glauben, sie hätten eine Grippe. Wird dieser Infekt noch mit Antibiotika behandelt, kann es keine Influenza sein!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schugger am 11.01.2017 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung

    Gute Besserung allen Pechvögeln

  • Renate Sz am 09.01.2017 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Rücksichtslos

    Ich verstehe nicht dass die Ärzte von einer Epidemie reden und nichts dagegen tun. Keine Vorsichtsmassnahmen nichts. Nirgends steht dass man zB nicht kreuz und quer im tram hustet oder niesst ohne die hand vor dem Mund

    • WilhelmTell41150 am 09.01.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

      Ist doch ganz einfach

      Einfach nicht Tram fahren, so einfach ist das. Alle Situationen meiden, wo viele Menschen verkehren!

    einklappen einklappen
  • Fieberkind am 06.01.2017 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    KEIN FIEBER SENKEN

    Warum immer gleich Fieber senken? Fieber ist gesund und hilft dem Körper mit den Erregern klar zu kommen. Somit ist man viel schneller wieder fit. Fieber ist keine Krankheit! Viele Komplikationen entstehen erst weil viel zu schnell versucht wird das Fieber zu senken.

  • Magusar am 06.01.2017 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Basel

    Ich habe auch schon Basler flachgelegt! Nichts besonderes

    • Matratzengeschäft am 07.01.2017 21:50 Report Diesen Beitrag melden

      Auch in Basel

      Dafür um Basler flachzulegen gibt es sogar einen Markt.

    einklappen einklappen
  • Don Logan am 06.01.2017 02:33 Report Diesen Beitrag melden

    nicht vergessen

    Das Problem sind die Teddybären der Kinder. In ihrem wolligen Pelz, Fell nehmen sie so viele Bakterien auf, dass sie zu Krankheit Erreger führen können, vor allem wenn sie nie gewaschen und abgestaubt werden.

    • Killer Tedinär am 06.01.2017 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Don Logan

      Ja Genau! Diese bösen. Darum spiele ich nur noch mit 20Jährigen Puppen.

    einklappen einklappen