Solarstrom

22. März 2011 20:30; Akt: 22.03.2011 20:36 Print

Grosse Nachfrage

von Denise Dollinger - Nach dem Atom-GAU in Japan werden die Anbieter in der Region von Anfragen überrollt.

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Arbeiter montieren eine Solarstromanlage auf einem Haus der Region. (holinger solar ag)

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Bei der Solvatec AG in Basel klingeln die Telefone Sturm: «Wir haben eine ­extreme Nachfrage nach Solarstrom­anlagen», sagt Geschäftsführer Dominik Müller. In den letzten zwei Wochen habe es einen regelrechten Schub gegeben. Kommen normalerweise zwei bis fünf Anfragen pro Tag, sind es derzeit rund ein Dutzend. «Wir hoffen, dass dies nicht nur ein Hype, sondern eine kontinuierliche Entwicklung ist», so Müller. Halte der Trend an, müsse das Personal aufgestockt werden. Auch bei der Holinger Solar in Breitenbach ist die Nachfrage um bis zu 50 Prozent gestiegen. Pro Woche kommen laut Geschäftsführer Heinrich Holinger bis zu 40 Anfragen: «Die Leute sind sehr konkret – sie wollen eine Fotovaltaik-Anlage, und zwar möglichst bald.»

SP-Nationalrat Eric Nussbaumer und die Branche bedauern zutiefst, dass es im Landkanton keine Förderprogramme gibt. «Das Baselbiet sollte endlich eine Solarstrombörse einführen wie der Stadtkanton. Die haben vor zehn Jahren gute Pionierarbeit geleistet», sagt er. Beim Baselbieter Hauseigentümerverband will man von einem Förderprogramm nichts wissen. «In unseren Breitengraden ist das eine umstrittene ­Thematik», sagt Christoph Buser. Die Anlagen könnten nur 1/8 des Stroms produzieren – der Rest müsste ausgeglichen werden. «Da fragen wir uns schon, wie effizient das Ganze ist», so Buser.