Job-Ungewissheit

06. Juli 2014 14:54; Akt: 06.07.2014 15:08 Print

Grosses Zittern für Basler Novartis-Angestellte

600 Novartis-Mitarbeiter verlieren ihre Stelle, 1800 werden in eine neue Einheit verschoben: Laut der «Schweiz am Sonntag» ist Basel davon besonders betroffen.

storybild

Die Norvatis entlässt 600 Mitarbeiter weitere 3900 Angestellte müssen um ihren Stelle zittern. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Mitarbeiter von Novartis Schweiz sind verunsichert, denn jetzt wird laut «Schweiz am Sonntag» das ganze Ausmass des laufenden Umbaus bekannt: die Zukunft von 3900 der 15'000 Mitarbeiter ist ungewiss. Am 1. Juli wurden bereits 1800 Mitarbeiter in die neue Dienstleistungseinheit Novartis Business Services (NBS) verschoben. Das sind laut Bericht 400 mehr als der Konzern bisher intern nannte. Im April hatte der Konzern bekannt gegeben, dass er mehrere administrative Funktionen in dieser neuen Einheit zusammenfassen will.

Betroffen davon seien rund 700 Informatikmitarbeiter, 450 Mitarbeiter der Personalabteilung, 300 Mitarbeiter im Bereich Buchhaltung, Finanzbereiche und Analysen sowie 100 bis 200 Mitarbeiter im Einkauf. Die restlichen Betroffenen stammen aus Bereichen wie Marketing, Verkauf und Immobilienunterhalt. Die meisten davon arbeiten in Basel.

500 Stellen fallen weg

André Wyss, der als Konzernleitungsmitglied den NBS-Umbau leitet und letzte Woche zum neuen Schweiz-Chef von Novartis ernannt wurde, schürt die Angst der Mitarbeiter laut einem Insider noch mehr. Laut «Schweiz am Sonntag» hatte sich Wyss als Länderchef in den USA einen Namen als harter Sanierer gemacht und mehrere tausend Mitarbeiter entlassen.

Wyss wird nun in Basel auch zwei Entlassungswellen durchziehen. Einerseits haben laut dem Artikel kürzlich 80 bis 100 Mitarbeiter in Basel die Kündigung erhalten, die schon seit zweieinhalb Jahren um ihren Job zittern mussten. Andererseits hatte Novartis im Januar bekanntgegeben, dass in der Pharmadivision in der Schweiz 500 Stellen abgebaut werden.

Zukunft ungewiss

Der Konzern liess verlauten, er schaffe im Gegenzug rund 500 neue Jobs. Unter dem Strich bleibe die Mitarbeiterzahl also stabil. Gemäss Insidern könne dieses Versprechen wegen der laufenden Sparrunden in der Pharmadivision und wegen des Verkaufs der Sparten Tiergesundheit und frei verkäufliche Medikamente aber nicht eingehalten werden. Dort hätten 200 Jobs entstehen sollen, die es nun nicht geben wird.

Weiterhin ist laut «Schweiz am Sonntag» die Zukunft von 1500 Schweizer Mitarbeitern der Bereiche Impfstoffe, Tiergesundheit und rezeptfreie Medikamente ungewiss. In Basel sind dies etwa 450 Mitarbeiter. Sie wissen noch nicht, ob sie ihren Job bei ihrem neuen Arbeitgeber behalten können. Mit einem Entscheid sei in den nächsten Monaten zu rechnen.

(mj)