Basel

29. August 2010 21:34; Akt: 29.08.2010 20:37 Print

Harassenlauf: Startverbot für Helis?

von Lena Oppong - Fast 40 000 Franken kostete der Einsatz eines Super-Pumas am Harassenlauf 2010. Eine SP-Nationalrätin fordert nun ein Verbot von Armeehelikoptern an öffentlichen Festen.

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Ein Super-Puma wurde eingesetzt, um die Teilnehmer des Harassenlaufs beobachten zu können. (Bild: Keystone)

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Am vergangenen 1. Mai wurden 420 Polizisten und ein Super-Puma aufgeboten, um 300 Harassenläufer in Schach zu halten. Die Kosten des Polizeieinsatzes beliefen sich auf rund eine halbe Million. SP-Nationalrätin Susanne Leuten­egger Oberholzer reichte aufgrund des Grossaufgebots eine Interpellation ein. «Wer hat den Puma-Einsatz bestellt?» oder «Wie teuer ist ein solcher Einsatz», fragte sie darin.

Nun gab es vom Bundesrat eine «überraschend ausführ­liche» Antwort. Zur halben Million kommen 37 000 Franken des dreieinhalbstündigen Super-Pumaflugs, die vom Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport übernommen werden. «Diese Summe zeigt uns eindeutig, dass der Einsatz unverhältnismässig war und nicht nur als Übungsflug bezeichnet werden kann», sagt Leutenegger.

Dieter Leutwyler, Sprecher der Baselbieter Sicherheits­direktion, ist anderer Meinung: «Wir haben ein Kontingent an solchen Einsätzen. Sie würden ohnehin fliegen.» Er ist zuversichtlich, dass solche Einsätze nicht mehr nötig sein werden. Leutenegger fordert, dass künftig keine Super-Pumas mehr an öffentlichen Anlässen eingesetzt werden.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Timo am 30.08.2010 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit den Helis bei solchen Anlässen..

    Das Ding ist den ganzen Tag über immer wieder über unser Quartier geflogen, obwohl das nicht an der Harassenlauf-Strecke liegt und hat mich und meine Nachbarn sehr genervt. Dass wir den unverhältnismässigen Einsatz auch noch mit den Steuern bezahlen finde ich aber das frechste...

  • Hans Christoffel am 30.08.2010 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch denken!

    Die Pflichtflugstunden der Piloten sind Vorschrift und ein Muss. Wenn diese Stunden absolviert werden ist es doch sehr sinnvoll, diese mit einem Auftrag zu verbinden, welcher absolut der Sicherheit dient anstatt irgendwo über einsamem Gelände zu kreisen. Die Kosten dieser obligatorischen Stunden entstehen sowieso und werden nicht teurer durch diesen Einsatz. Einen solchen Einsatz, dann mit etwas Sinnvollem zu verbinden ist doch eigentlich logisch oder etwa nicht? Einfach einmal weiter als die Nasenspitze denken und man hat vielleicht ein Aha-Erlebnis.

  • Ueli am 30.08.2010 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Lasst die Ausnahme nicht zur Regel werden, was wäre wenn etwas passiert wo ein Helicopter lebensrettend wäre? Zudem ist eine aus der Luft überwachte Zone auch besser für Rettungskräfte, da Verletzte über den Helicopter besser ausgemacht werden können und allenfalls schlimmere Schlägereie verhindert werden können, da sie frühzeitig erkannt werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc am 30.03.2011 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Probleme?

    Hört doch auf, wir haben doch andere, wirklich wichtigere Probleme als so ein Harassenlauf.

  • Timo am 30.08.2010 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit den Helis bei solchen Anlässen..

    Das Ding ist den ganzen Tag über immer wieder über unser Quartier geflogen, obwohl das nicht an der Harassenlauf-Strecke liegt und hat mich und meine Nachbarn sehr genervt. Dass wir den unverhältnismässigen Einsatz auch noch mit den Steuern bezahlen finde ich aber das frechste...

  • Mario Zuppiger am 30.08.2010 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wäre sehr froh

    über diese Startverbote bei Festen. Bei uns in der Umgebung Lenzburg können wir vor lauter nervtötendem HELI-Lärm kein Wochenende mehr geniessen. Die rücksichtslosen Luft-Raudis vom Flugplatz Birrfeld haben schon gereicht. Aber dann kam noch die neue Abflugschneise von Zürich und jetzt auch noch diese elenden Helis.

  • Hans Christoffel am 30.08.2010 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch denken!

    Die Pflichtflugstunden der Piloten sind Vorschrift und ein Muss. Wenn diese Stunden absolviert werden ist es doch sehr sinnvoll, diese mit einem Auftrag zu verbinden, welcher absolut der Sicherheit dient anstatt irgendwo über einsamem Gelände zu kreisen. Die Kosten dieser obligatorischen Stunden entstehen sowieso und werden nicht teurer durch diesen Einsatz. Einen solchen Einsatz, dann mit etwas Sinnvollem zu verbinden ist doch eigentlich logisch oder etwa nicht? Einfach einmal weiter als die Nasenspitze denken und man hat vielleicht ein Aha-Erlebnis.

  • Ueli am 30.08.2010 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Lasst die Ausnahme nicht zur Regel werden, was wäre wenn etwas passiert wo ein Helicopter lebensrettend wäre? Zudem ist eine aus der Luft überwachte Zone auch besser für Rettungskräfte, da Verletzte über den Helicopter besser ausgemacht werden können und allenfalls schlimmere Schlägereie verhindert werden können, da sie frühzeitig erkannt werden.

    • paul kiste am 30.08.2010 14:13 Report Diesen Beitrag melden

      NEIN!

      Klar sollte mann Helikoptereinsätze erlauben, aber es sollte doch eine gewisse Verhältnissmässigkeit vorliegen. Bei einem Menschenauflauf von ca 1000 Personen..ok/ oder wo ein äusserst hohes Gewaltpotential besteht..ok. Aber ganz gewiss nicht für ein Lauf von nicht einmal 300 jugendlichen Biertrinkern!!!!

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