20. Juni 2007 23:59; Akt: 21.06.2007 00:02 Print

Henna-Tattoos: Der schöne Schein kann schmerzhaft sein

Henna-Tattoos liegen im Trend. Doch die schönen Hautverzierungen sorgen häufig für heftige Allergien – mit langfristigen Folgen.

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Ob an arabischen Stränden oder in Schweizer Studios: Immer mehr Menschen lassen sich kunstvolle Henna-Tätowierungen aufmalen – und landen danach häufig mit Allergien beim Hautarzt. Diese Entwicklung bestätigt Kathrin Scherer, Oberärztin für Allergologie am Universitätsspital Basel: «Die Zahl solcher Patienten nimmt laufend zu.» Die Symptome sind äusserst unangenehm: Nach rund zehn Tagen kommt es an der Stelle der Tattoos zu Entzündungen und Schwellungen und es können sich
sogar Ekzeme bilden. «Die betroffenen Stellen jucken wie der Teufel», so Scherer.
Ausgelöst werden die Allergien durch Inhaltsstoffe der Tätowierungsflüssigkeit wie zum Beispiel Farbstoffe oder Bindemittel. Die Behandlung gestaltet sich schwierig. Mit Cortison-Creme wird erste Linderung verschafft, bei Bedarf kommen weitere Medikamente zur Anwendung. Dennoch kann die Hautreizung lange Zeit anhalten. Scherer: «Die beste Therapie bei Allergien besteht darin, das Auslösen zu vermeiden. In diesem Fall befindet sich die Substanz aber schon im Körper.» Kommt der Patient später wieder mit dieser Substanz in Kontakt, wird sofort wieder eine allergische Reaktion ausgelöst.

(na)