Basel

13. Oktober 2019 16:58; Akt: 13.10.2019 16:58 Print

Hier wird das Unfalltram ins Depot geschoben

Nach dem schweren Verkehrsunfall in Basel mussten ein Tram, ein Bus und ein Personenwagen von der Unfallstelle geräumt werden. So funktioniert das beim entgleisten Tram.

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Gegen 11 Uhr kollidierten in Basel in der Margerethenstrasse ein Tram der Linie 2 und ein Bus der Linie 36. Dabei wurde der vordere Teil des 55 Tonnen schweren Tramzugs aus den Schienen gehoben und nach rechts abgewiesen. Der Bus prallte noch gegen einen vorbeifahrenden Personenwagen. 17 Personen mussten verletzt ins Spital gebracht werden.

Erst gegen 16 Uhr war die Unfallstelle geräumt. Während der Bus ohne weiteres abgeschleppt werden konnte, musste das Unfalltram zunächst zurück auf die Schiene befördert werden. Dazu wurde es vorne hydraulisch aufgehoben, damit Metallplatten unter die Räder gelegt werden konnten. Dann wurde es auf die Platten herunter gelassen und Stück für Stück zurückrangiert, bis alle Räder wieder in den Gleisen waren.

Tram nicht mehr fahrfähig

Nachdem das Tram wieder eingespurt war, wurde versucht, es aus eigener Kraft in Gang zu setzen. Der Tramzug jedoch verweigerte den Dienst und musste abgeschoben werden. Tatsächlich wird ein Tram nicht abgeschleppt wie ein Auto, wie es seitens der Basler Verkehrsbetriebe heisst. Stattdessen wird ein zweites Tram aufgeboten, dass den fahrunfähigen Zug vor sich her schiebt.

Im vorderen Tram muss aber dennoch jemand am Steuer sein, weil der Führer des schiebenden Zuges kaum etwas sieht. Auf Bildern von Leser-Reportern ist zu sehen, wie das Unfalltram von einem zweiten Zug durch die Stationen beim Bahnhof SBB geschoben wird.


Der Unfall in der Margarethenstrasse. (Video: 20 Minuten)

(las)