Crowdfunding

16. Dezember 2014 05:55; Akt: 16.12.2014 05:55 Print

Hobbydetektive in Basel auf Verbrecherjagd

von Valeria Happel - Einmal selber einen Mord aufdecken? Dank dem interaktiven Kriminalspiel «Die Glasspur» kann nun jeder auf Spurensuche gehen.

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Beim interaktiven Kriminalspiel können die Teilnehmer einen Mordfall lösen. (Bild: Stadt-Krimi)

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Seit September geht es in Basel spasseshalber kriminell zu. Mitten in der Stadt ereignet sich ein fiktiver Mord – der volle Einsatz der Stadt-Krimi-Teilnehmer ist gefragt. Die Hobbydetektive müssen Spuren sichern, Verdächtige befragen und letztlich den Mord aufdecken. Auch eine Tatwaffe ist im Spiel. Die Hinweise können mit dem Smartphone durch einen QR-Code abgerufen werden. «Im Moment sind wir noch in der Testphase», sagt Organisatorin Nathalie Sameli. Bislang haben sich 15 Teilnehmer als Detektive und Polizisten versucht.

Für einen noch intensiveren Gänsehaut-Faktor wird nun im Rahmen einer am 12. Dezember gestarteten Crowdfunding-Kampagne in 100 Tagen Geld gesammelt– 12'500 Franken sollen zusammenkommen. «Wir sind überaus zuversichtlich», sagt Sameli. Nicht zuletzt, weil seit Beginn der Kampagne bereits 1200 Franken gespendet wurden. «Mit dem Geld werden die benötigte Requisiten, Kostüme und Ermittlungssets finanziert», erklärt Sameli. Aber auch die Schauspieler, die am Tatort für viel Lebendigkeit sorgen, sollen einen Teil der Spenden als Probepauschalen erhalten.

Erster Fall im März 2015

Den ersten öffentlichen Fall «Die Glasspur» gibt es am 7. März. Die Hobbydetektive müssen dabei den Mord an einer jungen Frau aufklären, die unter mysteriösen Umständen in der Wohnung ihrer besten Freundin leblos aufgefunden wurde.

Viele Fragen stellen sich den Ermittlern vor Ort. Eine drängt sich besonders auf: War es ein Beziehungsdelikt oder steckt doch mehr dahinter? Vier Stunden haben die Hobbydetektive für die Aufdeckung des Mafia-Mordes Zeit und müssen sich dafür ordentlich beeilen – nicht zuletzt deshalb, weil ihnen die anderen Teams dicht auf den Fersen sind.

Fake-Profile auf Facebook

Die Organisatorin hat keine Mühen gescheut, um den Tatort so echt wie möglich erscheinen zu lassen. So werden im März auf Facebook beispielsweise Fake-Profile der am Tatort beteiligten Figuren erstellt. «Dort gibt es schon die ersten Hinweise», so Sameli – dies bereits eine Woche vor dem Krimi-Abenteuer. Die Teilnehmer sollen voll und ganz in die Krimi-Welt eintauchen können. Der Ermittler-Spass kostet 85 Franken pro Person. «Es ist ein Tag voller Action», wie Sameli sagt. Maximal neun Teams und bis zu 100 Personen können teilnehmen.

Geplant sind bereits noch zwei weitere Fälle: Die Verschwörungsgeschichte «Das dunkle Auge», in der es um die Leiche eines Politikers geht, und die Detektivstory «Das Bild der Begierde», die von einer Videobotschaft und einem toten reichen Geschäftsmann handelt, können im Sommer 2015 ebenfalls gebucht werden.

Quelle: Youtube Stadt-Krimi