Cockerspaniel

10. Mai 2012 20:34; Akt: 10.05.2012 20:44 Print

Hund aus Tierheim verhält sich aggressiv

von Lukas Hausendorf - Ein Hundehalter erlebte mit einem Spaniel vom Tierheim eine böse Überraschung. Das kommt leider immer wieder vor.

storybild

Cockerspaniel-Hündin Sira wurde bei den neuen Besitzern aggressiv.

Fehler gesehen?

Rudolf Eichenberger ist ein ­erfahrener Hundehalter: Der 66-Jährige hatte schon drei ­Cockerspaniel – jetzt hätte er gerne wieder einen gehabt. Seine Frau wollte ihn überraschen und bekam vom Tierschutz beider Basel (TBB) am vergangenen Samstag die sieben­monatige Hündin Sira für ein Probe-Wochenende vermittelt. Die Überraschung folgte: Sira reagierte äusserst aggressiv auf fremde Menschen, legte auf Spaziergängen ein untragbares Verhalten an den Tag und war total entfesselt, so Eichenberger.

Umfrage
Würdest du ein Tier aus dem Tierheim adoptieren?

Hund leidet an Angststörung

«Dieser Hund ist eine ungesicherte Handgranate», kommt er zum Schluss. Er beschwerte sich beim TBB, der einen Verhaltensspezialisten aufbot. Dieser kam zum Schluss, dass es wohl ein Fehler war, das Tier herauszugeben, weil es an einer Angst­störung leide. Eichenberger ist sauer und fühlt sich vom TBB über den Tisch gezogen.

Beim TBB, der letztes Jahr 650 Tieren ein neues Zuhause vermittelte, ist man öfter mit solchen Vorwürfen konfrontiert. Geschäftsführerin Béatrice Kirn weist solche aber ­vehement zurück. «Die Platzierung von Tieren ist schwierig. In einem neuen Umfeld können sie sich plötzlich ganz anders verhalten», erklärt sie. «Darum bestehen wir auch auf die Probewochenenden.» Ausserdem betont sie, der Frau gesagt zu haben, dass Sira möglicherweise eine problematische Vergangenheit gehabt habe.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luisa am 11.05.2012 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schämen Sie sich Herr Eichenberger!

    Was soll dieser Artikel? Wollen Sie damit die Leute, die sich zum Teil sogar ehrenamtlich für die Tiere einsetzten, schlecht machen? Da wurde einmal ein aggressiver Hund vermittelt und schon gibts einen Negativartikel. Tja, sind halt keine Maschinen die man beliebig einstellen kann. Und was gewisse Tiere erleben mussten bevor sie ins Heim kamen möchten wir wohl besser gar nicht wissen. Ich finde es eine Frechheit von Herrn E. sich so zu äussern. Soll er sich einen teuren Zuchthund kaufen! und für solche Fälle gibt es ja die Probewoche. Echt, sowas macht mich wütend.

  • IL aus AH am 11.05.2012 06:37 Report Diesen Beitrag melden

    Tiefe in Not

    Es ist schade, dass es überhaupt so viele Tiere im Tierheim gibt, vielleicht sollte man wirklich jedem, der ein Hund, Hase, Katze oder Meerschweinchen will erst mal probeweise ein Tier aus dem Tierheim für 3-6 Monate geben. Quasi als Vorbedingung, sich anschliessend ein "eigenes" kaufen zu dürfen. Veilleicht wird es dann ja sogar das , welches man "zur Probe" hatte. Ist doch voll daneben, dass man so viele kleine schnuggliche Tiere wenn sie dann grösser werden oder man in Ferien will einfach wieder (kostenlos) abgibt.

  • Alice Roth, Rosenau am 11.05.2012 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hund ist kein Ueberraschungsgeschenk

    Ich kann Frau Stocker nur Zustimmen. Wir haben auch einen Hund aus dem TBB und sind sehr glücklich mit ihm. Da uns die Rasse fremd war, sind wir einige Zeit bevor der Hund zu uns kam, mit ihm spazieren gegangen, so hatten wir - und auch der Hund - Gelegenheit sich kennenzulernen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • J. Meyer am 11.05.2012 23:10 Report Diesen Beitrag melden

    Zu bequem, Hr. Eichenberger?

    Das mag vielleicht vorkommen, wenn man die Vorgeschichte des Hundes nicht oder zu wenig kennt. Aber als erfahrener Hundeführer sollte dies kein Problem sein u glaube eher, er war zu bequem dazu. Wir hatten auch mal ein Problemhund aus dem TH zur Probe, was unseren Entscheid für einen Hund zunichte machte. Erst mit den Jahren u gesammelten Erfahrungswerten bei Freunden mit Hunden, entschieden wir uns für einen Hund. Doch der Zufall wollte es, dass wir einen aus einem Überraschungswurf bekamen u ist nun seit 11 jahren ein treues Mitglied der Familie u liegt neben mir beim Schreiben dieser Zeilen

  • Luisa am 11.05.2012 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schämen Sie sich Herr Eichenberger!

    Was soll dieser Artikel? Wollen Sie damit die Leute, die sich zum Teil sogar ehrenamtlich für die Tiere einsetzten, schlecht machen? Da wurde einmal ein aggressiver Hund vermittelt und schon gibts einen Negativartikel. Tja, sind halt keine Maschinen die man beliebig einstellen kann. Und was gewisse Tiere erleben mussten bevor sie ins Heim kamen möchten wir wohl besser gar nicht wissen. Ich finde es eine Frechheit von Herrn E. sich so zu äussern. Soll er sich einen teuren Zuchthund kaufen! und für solche Fälle gibt es ja die Probewoche. Echt, sowas macht mich wütend.

  • Martin am 11.05.2012 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wie unserer!

    Wir hatten auch einen Hund. Der war Fremden gegenüber auch äusserst aggressiv, aber nur wenn sie zu uns nach Hause kamen oder ihn anfassen wollten. Aus Spaziergängen hat der Hund jeden anderen Hund angeknurrt usw. Solche Hunde brauchen eine zuverlässige Bezugsperson, so werden sie ruhiger. Auch eine faire Erziehung sollte man machen. Wenn sich der Hund etwas sicherer fühlt, werden die Aggressionen nachlassen.

  • Alice Roth, Rosenau am 11.05.2012 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hund ist kein Ueberraschungsgeschenk

    Ich kann Frau Stocker nur Zustimmen. Wir haben auch einen Hund aus dem TBB und sind sehr glücklich mit ihm. Da uns die Rasse fremd war, sind wir einige Zeit bevor der Hund zu uns kam, mit ihm spazieren gegangen, so hatten wir - und auch der Hund - Gelegenheit sich kennenzulernen.

  • Hund am 11.05.2012 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstüberschätzung

    Ein erfahrener mehrfache Hundebesitzer hat kein Problem damit. Also war der Man voll überfordert. Ich würde sagen ein Tragischer Fall von Selbstüberschätzung.