Klybeck-Areal

24. Mai 2016 17:55; Akt: 24.05.2016 18:11 Print

Industriezone wird zu neuem Stadtquartier

42 Fussballfelder gross ist das Quartier, das in Basel entstehen soll. Wo heute noch Novartis und BASF angesiedelt sind, werden künftig Wohn- und Arbeitsplätze geschaffen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Areal zwischen Dreirosenbrücke, ehemaligem Migrol-Areal, Wiese und Horburgpark war wohl bis anhin für viele Basler eine graue Fläche auf der Stadtkarte. «Auch als langjähriger Bewohner kennt man sich dort nicht aus», so Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) Basel-Stadt über die «Terra incognita». Dies soll sich nun ändern. «Denn die Stadt wächst weiter, ist noch nicht fertig gebaut und hat viel Potential zur Weiterentwicklung», sagt Wessels. Das Industriegebiet, das 300'000 Quadratmeter umfasst und heute grösstenteils nur für Novartis- und BASF-Mitarbeiter zugänglich ist, soll Basels jüngstes Stadtquartier werden und dereinst Raum für «alles Erdenkliche» bieten, wie Kantonsbaumeister Beat Aeberhard am Dienstag vor den Medien sagte.

Umfrage
Freuen Sie sich auf das neue Quartier?
61 %
16 %
23 %
Insgesamt 1588 Teilnehmer

Die Planungsvereinbarung des Grossprojekts Klybeckplus ist unterzeichnet. BASF und Novartis werden ihre Werkareale im Klybeck in Zukunft gar nicht mehr oder nur noch sehr beschränkt für industrielle Zwecke benötigen. «Wir wollen von der Wiese zum Rhein einen Stadtteil entwickeln und ein guter Nachbar sein», äusserte sich BASF-Geschäftsführer Klaus Ruf. «Ziel ist es, eine Ausgewogenheit der Nutzung zu erreichen und Platz für Wohnen, Arbeiten und Kultur zu bieten. Das wird eine spannende Geschichte.» Ob die BASF ihren Land-Anteil an den Kanton verkaufen werde, würde sich noch zeigen. Hingegen stehe fest, dass sich die Novartis nicht von den zwei Arealen, die direkt an den Rhein grenzen, zurückziehen werde. Der Weltkonzern benötige dies als «strategische Reserve», wie Matthias Leuenberger, Delegierter Novartis Schweiz kommunizierte.

Einmalige Chance

Das BVD sehe im Schulterschluss der drei Partner eine «einmalige Chance». Ziel des Prozesses sei es, ein neues Stück Stadt mit eigener Identität zu erschaffen. Die Transformation werde Jahre dauern, ermahnten am Dienstag alle Beteiligten. Als nächster Schritt beginne in der zweiten Jahreshälfte eine städtebauliche Testplanung mit verschiedenen Planungsbüros. Ein Stadtteilrichtplan Klybeck-Kleinhüningen soll schliesslich öffentlich aufgelegt werden und für alle weiteren Planungsschritte die verbindliche Grundlage bilden. «Wir legen einen hohen Wert auf Transparenz. Dies ist aufgrund der Grösse des Areals wichtig. Die Entwicklung interessiert nicht nur die angrenzenden Quartiere, sondern ist ein gesamtstädtisches Projekt», so der Kantonsbaumeister.


(jd/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chemiker am 24.05.2016 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann los, aber mit Vorsicht

    Also zunächst würd ich da lieber eine Bodenprobe mehr als zu wenig nehmen. Auf dem Grund von Chemiekonzernen Wohnungen bauen, gute Idee. Aber dann bitte auch sicher gehen, dass die ganze Kiste nicht konterminiert ist. Aber das wird wahrscheinlich erst gemerkt, wenn Novartis und BASF nicht mehr in die Haftung genommen werden können und der Steuerzahler dafür geradestehen muss...

  • Grossfamilie im unteren Mittelstand am 24.05.2016 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle idee

    Aber zu 98% nicht zahlbare Mieten Und zu 99% nicht grösser als 5,5 Zimmer Somit wird es für meine Familie zu 99% nix, nur aufwand, Baustellen und Verkehrschaos...

    einklappen einklappen
  • Parkplotz am 24.05.2016 22:30 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht vergessen

    Zu wenig Parkplätze einplanen! (Ironie)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacob am 25.05.2016 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja

    Wessels der alte Blumenkasten-auf-Strasse steller soll sich da mal raushalten, in einem Jahr ist der geldverschludere sowieso weg vom fenster

  • K.Berger am 24.05.2016 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird nichts, wetten?

    Dass die Chemie im Klybeck aufhört ist schon länger bekannt.In Asien produzieren sie Pillen für Fr. 500.-- im Monat.(China) Die alten gruusigen Gebäude im Klybeck abreissen? Von mir aus.Ein neues Quartier im soll dort entstehen? Steril, öde Mietskasernen, nichtssagend,wie in der Erlenmatt? Oder der neue Betonspazierweg gegenüber am Rheinufer? Ja, was denn sonst?Die Planer und Bauherren haben den "guten Geschmack" höchstens in den Slips, mehr ist da sicher nicht.

  • Parkplotz am 24.05.2016 22:30 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht vergessen

    Zu wenig Parkplätze einplanen! (Ironie)

  • Edith Bussink am 24.05.2016 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf einmal Wohnungen? Planen kann man alles.....ob

    Wer bezahlt da Steuern, wenn die Firmen weg sind? Der Wessels?

  • Bejhon am 24.05.2016 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strategie

    Haha strategische Reserve, das ich nicht lache! Klar das Land am Rhein wird teuer ;-) Was ich vermisse ist ein Kulturraum, wo Jung und Alt sich ausleben kann. Diese Räume werden immer kleiner (Schliessung NT etc.) Eine Wohnfreie Zone wo ein Nachtleben existieren kann wäre wünschenswert.

    • Zelgar am 25.05.2016 01:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bejhon

      Genau seh das schon länger als gefährlich an.

    • Heinz Maier am 25.05.2016 03:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bejhon

      Sie wollen eine berner reitschule in basel? Na dann viel spass :)

    • Bejhon am 25.05.2016 06:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz Maier

      Lieber schwarz/weiss-denker, es gibt auch ein anderes Nachtleben als die Reitschule.

    einklappen einklappen