Bluttat in Basel

22. März 2019 11:45; Akt: 22.03.2019 13:44 Print

75-jährige Täterin ist offenbar psychisch labil

Nach der Bluttat in Basel hat die Polizei weitere Informationen zur mutmasslichen Täterin veröffentlicht. Ihre Schuldfähigkeit wird angezweifelt.

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Die Traueranzeige der Basler Volksschulen wurde am Dienstag publiziert. Auf dem Heimweg von der Schule erstochen: Der 7-jährige Ilias.M. Der 7-jährige Ilias .M.* wurde am Donnerstag auf offener Strasse auf brutale Art und Weise getötet. Der 7-jährige Ilias M. wurde von einer Frau niedergestochen. «Es geht uns ganz schlecht», sagt seine Mutter einen Tag nach der Tat. Emi Salahi hat via Facebbok für Samstag zum Trauermarsch für den getöteten 7-jährigen Ilias .M. aufgerufen. «Ich hatte in den Medien über die schreckliche Tat erfahren und war so erschüttert, dass ich irgendwie helfen wollte», sagt er. Der Marsch soll am Samstag in Basel um 14 Uhr beginnen. «Ich würde gern mit den Teilnehmern vom Schulhaus Gotthelf zum Tatort am St. Galler Ring laufen und dort Kerzen anzünden und Blumen niederlegen», erklärt Salahi. Einen Tag nach der unbegreiflichen Bluttat ist der Tatort am St. Galler-Ring mit Blumen und Trauerbekundungen übersät. Beim St. Galler-Ring in Basel wurde am Donnerstag ein 7-jähriger Bub erstochen. Am Freitagmorgen legen Menschen am Tatort Blumen nieder. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Auch Schulkinder trauern um den 7-Jährigen, der von einer 75-jährigen Schweizerin erstochen worden sein soll. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Am Freitagmorgen markiert die Polizei vor dem Schulhaus Präsenz. Die 75-jährige Frau hatte sich am Donnerstagabend der Polizei gestellt und angegeben, den Jungen angegriffen zu haben. Bei dem getöteten handelt es sich um einen Kosovo-Albaner. Der Schüler wurde auf offener Strasse getötet. Kurz darauf stellte sich eine 75-Jährige Schweizerin der Polizei. Die Klassenlehrerin fand den Buben, der schwere Verletzungen im Halsbereich aufwies. Die 75-Jährige griff den 7-Jährigen in der Nähe des Gotthelf-Schulhauses an. Der 7-Jährige wurde notfallmässig ins Spital eingeliefert, erlag aber seinen schweren Verletzungen. Die Frau meldete sich bei der Polizei. Am Tatort werden Blumen niedergelegt. Blumen und Kerzen am Tatort. Auch Schulkinder legen Blumen nieder. Weshalb es zur Bluttat kam, ist noch völlig unklar. «Wir sind sehr darauf angewiesen, dass sich Zeugen bei uns melden», sagt die Polizei und die Basler Staatsanwaltschaft.

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Die neusten Abklärungen zur Bluttat auf dem St.Galler-Ring ergaben, dass die in Basel wohnhafte mutmassliche Täterin weder das Kind noch dessen Familie, welche aus dem Kosovo stammt, kannte. Dies teilte die Basler Staatsanwaltschaft am Freitagmittag in einem Communiqué mit. «Wir wissen weiterhin noch nicht, was das Tatmotiv ist», erklärte Kriminalkommissär Peter Gill auf Anfrage.

Die Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin ergaben, dass die Frau dem 7-Jährigen mit einem Messer eine schwere Stichverletzung am Hals zugefügt hatte. Sie habe ein Mal zugestochen, so Gill. Passantinnen und die zufällig vorbeifahrende Lehrerin des 7-jährigen Schülers versuchten, bis zum Eintreffen der Rettungsdienste zu helfen. Doch für das Kind endete der Angriff tödlich.

Täterin verschickte SMS

Nach der Tat lief die Frau, eine 75-jährige Schweizerin, zum Schützenmattpark. Telefonisch und per SMS teilte sie Personen und Institutionen mit, dass sie ein Kind niedergestochen habe. Danach stellte sie sich der Polizei. «Wir müssen diese Personen, die sie kontaktiert hat, nun einvernehmen», so Gill.

Die Staatsanwaltschaft wird beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragen. Aufgrund der ersten Erkenntnisse bestehen jedoch Zweifel an der Schuldfähigkeit der Beschuldigten. Sie wird deshalb psychiatrisch begutachtet.

Sonderkommission eingesetzt

Ob die Tatverdächtige bereits früher in psychiatrischer Behandlung war, ist noch nicht bekannt. «Das wird nun alles abgeklärt», sagt Gill. Eine Sonderkommission ermittle nun. Ob die Frau im Gotthelf-Quartier wohnhaft war, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft machte dazu keine Angaben.

Der genaue Tathergang ist nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizei. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt (061 267 71 11), oder mit der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen.

(lha)