Münchenstein BL

18. Dezember 2018 14:17; Akt: 18.12.2018 14:17 Print

Endlich Nachwuchs bei Familie Biber im Park

Das Biberpaar, das im Basler Park im Grünen lebt, hat Junge bekommen. Die Jungtiere wurden sehnlichst erwartet. Gesichtet wurden sie jedoch noch nicht.

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Nun ist es bewiesen: Das Biberpaar, das Anfang 2017 mit der Fotofalle der Meriangärten im St. Alban-Teich fotografiert wurde, hat Nachwuchs. «Die Art sowie die Gesamtzahl der Nagespuren auf dem ganzen Areal deuten an, dass hier mehrere Tiere am Werk sind», verkündet der Park im Grünen am Dienstag die Neuigkeit.

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Seit die zwei Biber in die Fotofalle getappt waren, warte die Biberfachstelle Baselland gespannt auf Hinweise von Biber-Jungen, heisst es von deren Seite. Nun wurden auf dem Parkareal «eindeutige Frassspuren» von Jungtieren festgestellt. «Die kleinen, feinen Zahnspuren an verschiedenen Ästen weisen darauf hin, dass auch kleine Nager am Futtern sind», so die Fachstelle.

Früh übt sich

Biberjunge bleiben die ersten paar Wochen nach der Geburt noch im Bau und werden rund zwei Monate lang gesäugt. Bereits wenige Wochen nach der Geburt allerdings beginnt die Biber-Mutter Äste mit Blättern in den Bau zu transportieren, damit sich die Jungen daran üben können.

Dies sei eine heikle Phase im Leben der Kleinen, weil sich das Verdauungssystem auf die pflanzliche Nahrung umstellen müsse, schreibt die Fachstelle. Im ersten Lebensjahr fällen sie noch kaum Bäume, hauptsächlich ernähren sie sich von Pflanzen und Blättern und nagen Rinde von den Bäumen und Ästen, die von den Eltern gefällt werden. Erst gegen Ende des ersten Lebensjahres ist das Dauergebiss komplett und der Baumfäller-Karrier steht nichts mehr im Weg.

Im Park im Grünen wurden die Jungtiere selbst noch nicht gesichtet. Bis jetzt müssen laut den Verantwortlichen auch noch keine Bäume geschützt werden.

(jd)