Clubsterben

18. Februar 2015 18:11; Akt: 18.02.2015 19:09 Print

Jungliberale fordern Ausgangszonen

Der drohende Zapfenstreich dreier bekannter Basler Clubs ruft die Politik auf den Plan. Die Jungliberalen fordern lärmtolerante Ausgangszonen.

Bestandesaufnahme des Basler Nachtlebens: Die roten Clubs verlieren bald ihre Bleibe, die Zukunft der grünen Lokale ist derweil noch gesichert, währen die schwarz markierten schon der Vergangenheit angehören. Die orange Markierung steht für eine ungewisse Zukunft.

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Versinkt Basel bald in der Provinzialität? Oder wird die Stadt gar zum grössten Freilichtmuseum vor der Hausschwelle? Die Basler Jungliberalen machen sich ersthafte Sorgen um die Zukunft des Basler Nachtlebens. Die auslaufenden Zwischennutzungsverträge, die das Ende des mittlerweile weltweit bekannten Clubs Nordstern (Ende 2015) und des mindestens national bekannten Hinterhofs (Frühling 2016) besiegeln, haben in der Stadt ein mittleres Erdbeben ausgelöst. Auch die Garage bei der Kuppel schliesst Ende Jahr und bei der Lady Bar fahren im Sommer 2016 die Bagger auf.

«Aus unserer Sicht entspricht dies weder dem Volkswillen noch der liberalen Tradition der Stadt», sagt Michael Hug, Präsident der Jungliberalen Basel-Stadt. Er fordert jetzt ein radikales Umdenken der Behörden in Bezug auf Bewilligungsverfahren, der Lärmemissionsbemessung und generellen Akzeptanz gegenüber dem Nachtleben. Eine Lösung sieht die Jungpartei in der Schaffung von Ausgangszonen mit höherer Lärmtoleranz. Die Steinenvorstadt oder die Feldbergstrasse würden sich dazu anbieten, so Hug.

Kulturnahe Grossräte bereits aktiv

Mit ihrem Anliegen rennen die Jungliberalen möglicherweise offene Türen ein. Das Bündnis «Kulturstadt Jetzt!», dem auch mehrere Grossräte angehören, plant bereits einen parlamentarischen Vorstoss zum Clubsterben. Über den konkreten Inhalt ist noch nichts bekannnt. Auch der Basler Kulturchef Philippe Bischof äusserte gegenüber 20 Minuten bereits den Wunsch nach einem Konzept Nachtleben, wie es Bern kennt. Dies würde Einzelpersonen die Handhabe entziehen, Clubs mit Lärmklagen das Leben zu erschweren.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mike am 18.02.2015 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    wer mitten in der stadt wohnt, muss mit laerm seiner mitmenschen leben koennen.

  • Mike (26) am 18.02.2015 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist zum davonrennen!!!

    Überall gehen Clubs zu. Was soll das?? Wart ihr Älteren Generationen nicht auch mal jung?! Ich fordere eine viel grössere Toleranz der älteren Generationen! zB wenn es in einer Altstadt Clubs hat und man weiss, dass es ab und zu laut sein kann an den Wochenenden und man damit ein Problem hat, dann zieht nicht dort hin, sondern wohnt woanders - Punkt! Danke!...

  • grml am 18.02.2015 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe ältere Leute...

    ...um euch die unnötig vielen museen, die musicals und theater zu finanzieren sind die jungen in der stadt wieder gut genug, aber auf ihre eigenen kulturellen wünsche sollen sie verzichten... Machen wirs doch einfach, wer sein kulturangebot selbst finanzieren kann darfs auch behalten, freue mich schon auf die umnutzung von stadtcasino, theater basel und diverser museen und messehallen in clubs...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gabriel F. am 19.02.2015 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir erobern uns die Stadt zurück..

    Ich finde auch die Jungen haben ein Anrecht sich in der Stadt auszubreiten, wieso nur die Alten? Klar, Gesetze und Vorschriften sollten eingehalten werden, aber das tun 99,99%. Bestraft nicht alle nur wenn 00,01% sich daneben benehmen. Ansonsten breiten Sie sich auf anderen Flächen aus und besetzen einfach alles Freie, dann seit ihr selber Schuld!

  • stef le chef am 18.02.2015 23:47 Report Diesen Beitrag melden

    Immer nur fordern !

    Anstatt Forerungen zu stellen kann man ja selber einen Club aufmachen aber das ist natürlich mit Arbeit und Risiko verbunden.

    • David b. am 19.02.2015 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      He?

      Weil das ja so einfach ist mit unseren Vorschriften, Gesetzen etc.. Come on nachdenken! Auch sie waren mal jung (hoffentlich). Stellen Sie sich mal Basel ohne Clubs, Ausgangszonen etc. vor... Die Jungen werden sicher nicht darauf verzichten, statt in schallisolierten Clubs zu gehen werden Sie auf Strassen, Besetzungen, öffentlichen Plätzen etc. ausweichen. Möchten Sie das? Sind dann aber selber Schuld, wenn rechts und links von Ihnen plötzlich sau Lärm gemacht wird. Ende.

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  • Martin am 18.02.2015 23:23 Report Diesen Beitrag melden

    Rauchverbot ist schuld

    Alle draussen am Rauchen und am Rumgröhlen....man rechne Eins und Eins zusammen

  • michi am 18.02.2015 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und?

    wer will schon in Basel feiern? ausser Krawall gibts da ja nichts tolles.... eventuel gehen die schuppen ja auch deshalb zu? wen nicht mal mehr die Basler u30 Geselschaft gern dort party macht?!

    • Will Smith am 19.02.2015 04:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Basel, das Sterben der besten Clubs

      Basel hat eine kleine aber feine Clubscene. Die drei Clubs die schliessen werden gehören aber zu den besten der Stadt. Auch sind sie immer sehr gut besucht. Und ich bin mir sicher das sie auch wirtschaftlich lukrativ sind.

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  • Ersand :) am 18.02.2015 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Party party

    Kommt nach Luzern oder Zürich. Alles vertreten was man haben will...