Zoo Basel

11. April 2019 11:43; Akt: 11.04.2019 14:39 Print

Was wird das, wenn es mal gross ist?

Der Zoo Basel kann sich über dreifachen Kängurunachwuchs freuen. Zu Gesicht bekommen die Besucher aber erst zwei der Beuteltier-Babys.

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Drei junge Kängurus gibt es zurzeit im Zoo Basel. Eines von ihnen ist eigentlich noch gar nicht geboren. Iamilla wächst erst im Beutel heran.

Aus dem Beutel von Iorka (8) schaut ein neugieriges Junges heraus. Das Kleine von Chupa (14) macht erste Ausflüge aus Mutters Beutel und inspiziert mit noch etwas wackeligen Hüpfern die Anlage. Bei Ella (12) verrät erst eine Beule am Bauch, dass in ihrem Beutel ein Junges heranwächst.

Geburt nach 30 Tagen

Das junge Känguru kommt schon nach 30 Tagen zur Welt, ist bei der Geburt nur etwa einen Zentimeter gross und bloss einige Gramm schwer. Es sieht eher aus wie ein kleines rotes Würmchen mit zwei Armen und nicht wie ein Känguru.

Saugen kann das Kleine noch nicht, für den Milchnachschub sorgen die Muskeln der Zitze, die sich eigens zu diesem Zweck bilden.

Kängurus haben zweimal Geburtstag

Die Jungen entwickeln sich neun Monate im Beutel weiter, bevor sie das erste Mal herausschauen. Dieser Moment wird im Zoo denn auch als Tag der Geburt notiert, da die eigentliche Geburt vom Zoopersonal unbemerkt vonstatten geht.

So haben Kängurus im Zoo also ungefähr erst neun Monate nach ihrer Geburt Geburtstag! Für Quano, Chupas Sohn, ist der 10. Januar als «Geburtstag» festgehalten. Ende März machte er seinen ersten Ausflug aus dem Beutel. Nun wird Quano – wie alle Kängurukinder – noch rund sechs Monate weitergesäugt.

Rekord im Zolli

Im Zoo Basel leben zwölf Westliche Graue Riesenkängurus auf der Anlage Australis: Zwei Männchen, sieben Weibchen und drei Jungtiere.

Das älteste bekannte Westliche Graue Riesenkänguru, ein Weibchen, wurde 1947 im Zoo Basel geboren und wurde 23 Jahre alt.

Unfruchtbare Liebschaften

Lange Zeit wurden alle Grauen Riesenkängurus als eine einzige Art angesehen. Erst 1972 fand man heraus, dass es sich bei der westlichen und der östlichen Population des Grauen Riesenkängurus um zwei verschiedene Arten handelt.

Das musste vor vielen Jahren auch der Zoo Basel lernen, als die Känguruzucht zum Erliegen kam. Der westlichen Känguru-Gruppe wurde damals ein östlicher Kängurumann als neuer Zuchtbock vorgestellt. Zwar kam es zu Paarungen, der Nachwuchs blieb aber aus.

(kom/20 Minuten)