Kilchberg BL

15. November 2019 11:42; Akt: 15.11.2019 11:42 Print

Katze Hinterpfoten und Schwanz abgeschnitten

In Kilchberg wurde am Sonntag eine verstümmelte Katze gefunden. Die behandelnde Tierärztin schliesst einen Unfall aus. Im Dorf geht nun die Angst vor einem Katzenhasser um.

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«Sie streunte durch unseren Garten, da habe ich bemerkt, dass sie irgendwie kurze Hinterbeine hat», erzählt eine Kilchbergerin der «Volksstimme». Dann habe sie realisiert, dass der Katze die Hinterpfoten fehlten. «Das ist mehr als heftig, ich war schockiert», sagt sie der Zeitung. Umgehend habe sie die Polizei alarmiert und Anzeige erstattet.

Der zweite Schock folgte bei der Tierärztin, die sich der verstümmelten Katze annahm. Denn Veterinärin Monique Badertscher von der Mobilen Kleintierklinik schliesst einen Unfall aus: «Bei einem Unfall sind die Schnitte nicht so sauber. Ich kann es mir nicht anders erklären, als dass die Verletzungen der Katze mutwillig zugefügt wurden», erklärt sie gegenüber 20 Minuten.

Dem Leiden ein Ende bereitet

Dem rund 12-jährigen Tier fehlte neben den beiden Hinterpfoten auch ein Teil des Schwanzes. In diesem Zustand sei die Katze wohl schon mehrere Tage unterwegs gewesen, wie Badertscher vermutet. Am Ende habe sie sie von ihrem Leid erlösen müssen: «Es ist kein artgerechtes Leben für eine Katze, wenn ihre Beine amputiert sind – vor allem nicht für einen Freiläufer», sagt die Tierärztin.

Ob das zwischenzeitlich eingeschläferte Tier vermisst wird, ist derzeit unklar. Bei der Schweizerischen Tiermeldezentrale wurde der Fund aufgeschaltet, gemeldet hat sich aber bisher niemand. Sie war auch nicht gechippt.

Treibt ein Tierquäler sein Unwesen?

Der Tod des namenlosen Tigerli ist tragisch. Doch es ist offenbar kein Einzelfall: Die «Volksstimme» schreibt von zwei weiteren Fällen in der Nachbargemeinde Rünenberg BL, bei denen ebenfalls der Verdacht auf Tierquälerei bestehe.

Eine Katze habe einen Schnitt im Vorderlauf bis auf die Knochen erlitten, einer anderen sei eine Kralle ausgerissen und ein Messerschnitt am Bauch zugefügt worden. In der Region werde schon länger vermutet, dass ein Tierquäler sein Unwesen treibt. Der neue Vorfall befeuere diese Befürchtung nun, schreibt das Blatt weiter.

(las)