Bluttat in Basel

20. Juli 2019 14:39; Akt: 20.07.2019 17:04 Print

Killerin von Ilias (7) wehrt sich gegen Gutachten

Eine 75-jährige Frau erstach im März einen 7-jährigen Bub. Die Täterin wehrt sich in Untersuchungshaft gegen die Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens.

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Auf dem Heimweg von der Schule erstochen: Der 7-jährige Ilias.M. Der 7-jährige Ilias .M.* wurde am Donnerstag auf offener Strasse auf brutale Art und Weise getötet. Der 7-jährige Ilias M. wurde von einer Frau niedergestochen. «Es geht uns ganz schlecht», sagt seine Mutter einen Tag nach der Tat. Einen Tag nach der unbegreiflichen Bluttat ist der Tatort am St. Galler-Ring mit Blumen und Trauerbekundungen übersät. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Auch Schulkinder trauern um den 7-Jährigen, der von einer 75-jährigen Schweizerin erstochen worden sein soll. Die Trauer um das Opfer eines Messer-Angriffs ist am Morgen nach der Tat gross. Am Freitagmorgen markiert die Polizei vor dem Schulhaus Präsenz. Die 75-jährige Frau hatte sich am Donnerstagabend der Polizei gestellt und angegeben, den Jungen angegriffen zu haben. Bei dem getöteten handelt es sich um einen Kosovo-Albaner. Der Schüler wurde auf offener Strasse getötet. Kurz darauf stellte sich eine 75-Jährige Schweizerin der Polizei. Die Klassenlehrerin fand den Buben, der schwere Verletzungen im Halsbereich aufwies. Die 75-Jährige griff den 7-Jährigen in der Nähe des Gotthelf-Schulhauses an. Der 7-Jährige wurde notfallmässig ins Spital eingeliefert, erlag aber seinen schweren Verletzungen. Die Frau meldete sich bei der Polizei. Am Tatort werden Blumen niedergelegt. Blumen und Kerzen am Tatort. Auch Schulkinder legen Blumen nieder. Weshalb es zur Bluttat kam, ist noch völlig unklar. «Wir sind sehr darauf angewiesen, dass sich Zeugen bei uns melden», sagt die Polizei und die Basler Staatsanwaltschaft.

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Im März wurde der 7-jährige Ilias M.* auf dem Weg von der Schule zurück nach Hause von der 75-jährigen A. F.* angegriffen und tödlich verletzt. Nach der Tat meldete sie sich bei den Medien, später stellte sie sich der Staatsanwaltschaft. Seither sitzt A. F. in Untersuchungshaft. Es wurde ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet.

Einen Tag nach der Tat beantragte der eingesetzte Verteidiger eine psychiatrische Untersuchung, wie CH Media berichtet. Die Staatsanwaltschaft hat darauf einen Experten der Klinik für forensische Psychiatrie der Universität Zürich beauftragt, ein Gutachten über A. F. zu verfassen.

Beschwerde abgewiesen

Dagegen wehrte sich die 75-jährige Frau: Ihr Anwalt habe das Gutachten ohne ihr Einverständnis beantragt. Sie hatte innerhalb der angesetzten Frist von zehn Tagen eine Beschwerde eingereicht. A. F. befürchte, die Akten, die zur Erstellung des Gutachtens herbeigezogen werden, könnten manipuliert werden.

Die Frau war bereits vor der Tat im März polizeilich bekannt. Nach einem Konkursverfahren wurde sie spätestens 2008 bevormundet. Sie hatte damals Schulden über 100'000 Franken angehäuft.

Das Appellationsgericht hat die Beschwerde von A. F. nach rund drei Wochen abgewiesen. Es stehe fest, dass die Frau «unbestrittenermassen einen ihr unbekannten Primarschüler erstochen hat», schreibt das Gericht in seinem Urteil. Zudem gebe es keine ersichtliche Motivation für die Strafverfolgungsbehörde oder den Gutachter, das Gutachten zu manipulieren.

A. F. legte darauf Beschwerde beim Bundesgericht ein. Aber auch hier hatte die Frau keinen Erfolg: Innerhalb einer Woche wies das Gericht die Beschwerde im vereinfachten Verfahren wegen fehlender Begründung zurück.

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